Menü

Erfolgreich mit T-Shirt Designs: Nektarinchen im Interview

Erfolgreich mit T-Shirt Designs: Nektarinchen im Interview

Nektarinchen ist der Marktplatz-Community bestens bekannt und eine der erfolgreichsten Designerinnen überhaupt. Aber wer verbirgt sich hinter diesem süßen Namen? Und was ist das Geheimnis ihres Erfolgs? Antworten findet Ihr hier.

Leute, wie die Zeit vergeht. Kurz mal nicht aufgepasst und zack steht auch schon der 20. Geburtstag von Spreadshirt vor der Tür. Jetzt sind wir also offiziell aus den Teenie-Schuhen herausgewachsen. Ohne unsere Designer*innen wäre all das natürlich nicht denkbar. Aus diesem Grund möchten wir Euch heute eine unserer erfolgreichsten Kreativen näher vorstellen. Nektarinchen begleitet uns schon eine Weile und erregt mit ihren mundartgerechten Designs seit langer Zeit die Aufmerksamkeit ihrer Fans und Kund*innen. Wie alles begann, welche Hürden es zu nehmen galt und welche Erfolge es zu feiern gab, erfahrt Ihr im folgenden Interview.

Aller Anfang ist …

Hi Kerstin – die Community kennt Dich ja besser unter dem Namen Nektarinchen – wir freuen uns, dass Du Zeit für uns und unsere Fragen gefunden hast! Obwohl Du auf dem Marktplatz keine Unbekannte bist, wäre es großartig, wenn Du Dich unseren Leser*innen kurz vorstellst, also: Wer bist Du? Wo kommst Du her? Seit wann finden Deine Fans Dich auf dem Marktplatz? Welches Obst magst Du am liebsten 😉

Hey Kristina! Ich bin Kerstin, wohne in Oberösterreich und habe mein erstes Motiv im April 2006 auf dem Marktplatz hochgeladen. Plottwist: Mein Lieblingsobst sind Erdbeeren 🤪.

Natürlich interessiert uns sehr, wie Du damals zu uns gefunden hast? Was brachte Dich als Designerin zu Print-on-Demand? Und wie bist Du auf Spreadshirt gekommen? 

Ich wurde vor über 16 Jahren durch eine Produkttester-Agentur auf Euch aufmerksam. Spreadshirt hat sich als neue Möglichkeit vorgestellt, um individuelle Shirts zu drucken und es wurden Tester dafür gesucht, da war ich als eine der ersten Kunden mit dabei.

Kurz darauf war es auch möglich selbst Designs vorzuschlagen bzw. einzusenden – als Dankeschön gab es ein Shirt mit dem jeweiligen Motiv.

Überraschende Design-Hits & erste Krisen

Wann hattest Du Deine ersten Erfolge bei Spreadshirt? Weißt Du noch, welches Deiner Designs zuerst durch die Decke ging?

Ich war ganz Feuer und Flamme als ich damals 5 gratis Shirts mit meinen eigenen Designs bekommen habe und ehrlich gesagt kurz darauf furchtbar enttäuscht, als Spreadshirt dann plötzlich eine monetäre Provision pro Verkauf eingeführt hat.

Daraufhin habe ich das „Business“ aus Trotz gleich mal ruhen lassen. Das nächste Mal bei Spreadshirt eingeloggt habe ich mich dann erst nach 2 Jahren und dabei gesehen, dass ich mir einen hohen zweistelligen Betrag auszahlen lassen kann – ab diesem Zeitpunkt war ich nicht mehr zu bremsen 😉.

Ein Bestseller der ersten Stunde war eine handgezeichnete Blume, handwerkliches Niveau „Kindergartenkind“. Keine Ahnung, wieso sich dieses Motiv so gut verkauft hat.

Oha, das hört sich nach unerwarteten Startschwierigkeiten an. Das hätten wir ehrlich gesagt nicht erwartet. Glücklicherweise bist Du nach der „kleinen“ Pause zu uns zurückgekehrt. Aber ernsthaft: Wir wissen, dass aller Anfang schwer ist: Erinnerst Du Dich noch an weitere Durststrecken und Probleme auf Deinem Weg? Wie bist Du damit umgegangen? 

Der Anfang war tatsächlich hart. Ich hatte keine Ahnung von Vektorgrafiken, welche damals allerdings für den Upload notwendig waren.

YouTube war damals gerade mal 1 Jahr alt, Online-Tutorials gab es also keine und auch die Tools selbst waren alle noch nicht so schlau wie heute. An Motiven, für die ich heute ein paar Minuten benötige, bin ich damals stundenlang gesessen und habe jeden Ankerpunkt manuell gesetzt.

Das stimmt, wir vergessen im Arbeitsalltag oft, wie viel leichter die Tools uns das Leben doch machen. Aber jenseits technischer Entwicklung: Wie bist Du auf die Idee gekommen, Mundart-Designs für T-Shirts zu gestalten und zu verkaufen? 

Ein Freund von mir hat damals das Studium abgeschlossen und ich wollte ihm ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Gstudiada“ (österreichischer Begriff für Akademiker, wird abwertend verwendet) schenken.

Zu finden gab es das allerdings nirgends und deshalb habe ich es mir bei Spreadshirt selbst gestaltet (= selbst den Vektor mit der Hand gezeichnet). Das Leiberl (wie man bei uns zu T-Shirts sagt) kam so gut an, dass ich kurz darauf einen Shop mit diesem und anderen Begriffen eröffnet habe.

Erfolgsrezepte & Zukunftswünsche

So wurde der private Hit quasi über Nacht zum Kassenschlager. Solche Geschichten lieben wir! Deinen Erfolg hast Du aber sicher nicht nur dem Zufall überlassen – ganz im Gegenteil: Du weißt mittlerweile wahrscheinlich sehr genau, was Deine Kund*innen wollen. Wie findest Du eigentlich Deine Zielgruppe(n)? Gehst Du intuitiv vor und vertraust Deinem Bauchgefühl? Oder recherchierst Du ausgiebig und nutzt mittlerweile auch Tools zur konkreten Keyword-Recherche

Für die Marktplatzdesigns setze ich auf ausgiebige Recherche – ich will genau wissen, wie die jeweilige Zielgruppe tickt, nur dann kann man Motive erstellen, die auch tatsächlich gefallen und sich von der Masse abheben.

Von Keyword-Tools halte ich ehrlich gesagt nur wenig, ich denke lieber selbst über sinnvolle Keywords nach.

Abgesehen von Deiner Präsenz auf dem Marktplatz – nutzt Du auch andere Kanäle, um Deine Designs zu bewerben? Zum Beispiel Facebook, Instagram oder TikTok? 

Der Shop „Gscheade Leibal“ ist online fast überall vertreten: Facebook, Instagram, Pinterest und viele mehr – TikTok hat uns noch nicht überzeugt, das liegt aber vermutlich daran, dass ich doppelt so alt bin wie die üblichen User 😉.

Was unsere Designer*innen brennend interessiert ist, wie sie ihre Designs bekannter machen können. Ganz allgemein gefragt: Was empfiehlst Du unseren Startern? Oder hast Du konkrete Tipps, was Designer*innen tun können, um ihre Kreationen hervorstechen zu lassen?  

Heb Dich von der Masse ab und unterschätze den Aufwand nicht.

Online gibt es unzählige Gruppen, Tutorials und Coaches, die einem versichern, dass „Print on Demand“ das perfekte passive Einkommen ist. Ja klar, es kommt auch mal passiv was rein, wenn man eine Zeit lang keine Motive hochlädt. Man lädt aber auch lange Zeit Motive hoch, ohne dass man dafür auch nur 1 € sieht.

Hier haben sich die Zeiten stark geändert: mittlerweile ist es relativ einfach, ohne Vorkenntnisse einzusteigen, und dadurch ist es ein hartes Business mit starker Konkurrenz geworden.

Deine Designs haben seit 2006 ein zu Hause bei Spreadshirt. Das heißt, wir sind offiziell gemeinsam in der Teenagerphase angekommen 😊 Wie hat sich Spreadshirt Deiner Meinung nach in den letzten 16 Jahren verändert? Was gefällt Dir? Gibt es Dinge, die früher besser waren und die Du heute vermisst?  

Spreadshirt hat sich vom Start-up mit überschaubarer Mitarbeiteranzahl zu einem Großunternehmen entwickelt. Es ging früher um eine Handvoll Leute mit einer Vision, heute um Profit, Jobsicherheit und Wachstum – das ist der ganz normale Lauf der Dinge.

Über die Jahre wurde vieles standardisiert und aus Sicht von Spreadshirt optimiert – mit allen Vor- und Nachteilen 😉.

Wie bereits erwähnt, feiern wir in diesem Jahr unseren 20. Geburtstag. Wie stellst Du Dir das Spreadshirt der Zukunft vor?

Ich bin mittlerweile auch schon aus der Startup-Phase raus, meine Vorstellungen und Wünsche sind daher recht konservativ:

  • Ein Sortiment, das dem Trend der Zeit entspricht, mit aktuellen Schnitten und Farben
  • Ein robustes System, das angenehm bedienbar ist
  • Der Ausbau des Design-Tools für noch individuellere Druckmöglichkeiten

Danke für den spannenden Einblick in Dein kreatives Schaffen und Deine ehrlichen Antworten. Auf mindestens 16 weitere gemeinsame Jahre!

Was sagt Ihr zu Nektarinchens Erfolgsgeschichte? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen auf dem Marktplatz gemacht oder ist Euer Weg ein ganz anderer gewesen? Erzählt uns mehr – wie immer in den Kommentaren. Mehr zu Nektarinchen und ihren Designs findet ihr auf Facebook, Instagram, auf ihrer Shop-Seite und im Showroom.

Teile diesen Beitrag

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ehrlich gesagt find ich die Designs einfallslos und langweilig. Ist nix Originelles dabei und von der Masse hebt es sich schonmal gar nicht ab.

    • Bei über 5000 Motiven sind nicht alle originell – die meisten Motive sind vor 10-15 Jahren entstanden, da sah die Sache allerdings noch anders aus 😉

  2. Tolle und intelligente Frau! Mega Design Ideen! Kerstin/Nektarinchen hat mich mit Gscheade Leibal wie kein anderer Spreadshirt-Shop-Betreiber von Anfang an inspiriert. Bis heute. Und sie hat viele Akzente in der Community gesetzt. Einfach nur großartig.

    • danke @Berliner_Original! Das Kompliment kann ich nur zurück geben, vielen Dank für deinen jahrelangen und engagierten Einsatz im Forum!

Schreibe einen Kommentar