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Designer des Monats: baibaibai, die Meister der Doppeldeutigkeit

Designer des Monats: baibaibai, die Meister der Doppeldeutigkeit

baibaibai – das ist das Doppel Eugen und Felix aus Gießen. In ihrem Showroom tummeln sich ein nikotinsüchtiges Reh, eine pinke Katze und jede Menge schwarzer Humor.

Felix und Eugen sind noch kein Jahr bei Spreadshirt, haben aber bereits ihre Nische gefunden. Anfangs gestalteten sie vor allem Spruchdesigns, doch mittlerweile haben sie mit baibaibai eine eigene Marke mit ganz besonderen Comic-Charakteren geschaffen. Im Interview reden wir mit ihnen über ihre doppeldeutigen Designs und ihren Humor. Sag ‚Hi‘ zu baibaibai!

Name: Felix und Eugen

Alter: 32 und 29

Leben in: Gießen

Beruf: Webentwickler

Software: Adobe Photoshop CC, Adobe Illustrator CC

Hardware: PC, MacBook, Wacom Intuos 4

Bei Spreadshirt seit: November 2018

Hey Eugen und Felix, nett, dass Ihr Euch Zeit für ein paar Fragen zu Eurem Showroom nehmt! baibaibai… hat Euer Name etwas mit ‚Bye‘ zu tun?

Eugen: Das stimmt, der Name hat im entfernten Sinne etwas mit dem Wort ‚Bye‘ zu tun. Wir haben einen ziemlich trockenen, oftmals etwas abweisenden und trashigen Humor. Viele unserer Comic-Charaktere wollen eigentlich vom Betrachter in Ruhe gelassen werden. Da kam uns ‚Bye‘ als Überbegriff in den Sinn.

Felix: Genau! baibaibai hat für uns außerdem eine weitere, etwas deepere Bedeutung. Wenn wir an unseren Designs arbeiten, verabschieden wir uns vom Berufsstress und den Problemen des Alltags. Ein ‚Bye‘ macht zunächst vielleicht einen ausladenden Eindruck. Zwischen den Zeilen wollen wir mit unseren Motiven allerdings alle einladen, mal dasselbe zu tun – einfach schmunzeln und für einen Moment ‚Adé‘ zu jeglicher Negativität sagen.

Eugen: Die abgewandelte Schreibweise war dann nur noch eine Frage der Ästhetik. Im Grunde muss man das aber auch nicht verstehen. Auch wenn unsere Gedankengänge in Bezug auf den Namen nicht ankommen, stimmt immerhin das Visuelle.

Stimmt. Deswegen seid Ihr zwei ja auch unsere Designer des Monats geworden! Was Euch in besonderer Weise auszeichnet, ist Euer Humor; Eure Designs sind echt ziemlich witzig – auf eine schräge Art. Was ist zuerst da: der Witz oder das Design?

Eugen: Danke! Eigentlich ist es eine Mischung aus Beidem. Einmal ist es eher der Witz und die damit verbundene Aussage, die zuerst aufkommt. Das andere Mal haben wir einfach Lust, ein bestimmtes Motiv auf das Blatt zu bringen, und denken uns dann einen zu diesem Motiv thematisch passenden Spruch aus.

Ihr liebt offenbar Katzen. Warum sind die bei Euch eigentlich pink?

Eugen: Ja, ich mag Katzen. Oft tue ich jedoch so, als ob ich sie nicht sonderlich leiden kann, da ich mir davon verspreche, dass sie mir im Umkehrschluss mehr Aufmerksamkeit schenken. Irgendwie denke ich, dass ich dadurch interessanter auf sie wirke. Das funktioniert komischerweise ganz gut, aber klingt wahrscheinlich völlig verrückt.

Felix: Klingt komisch, ist aber so! Tatsächlich werden wir des Öfteren auf unsere doch etwas pinklastige Farbauswahl angesprochen. Mal abgesehen davon, dass die Farbe mega angesagt ist, stellt sie einen guten Kontrast zu unserem doch oftmals derben Humor dar. Wir mögen Gegensätze und die daraus resultierende Spannung. Wenn eine knuffig aussehende Katze anfängt zu fluchen und dazu noch pink ist, ist das ein witziger Gegensatz.

Wir haben selbst beide keine Katze. Ihre unberechenbare und oft abweisende Art inspiriert uns aber zu vielen Designs, weswegen sie regelmäßig in unseren Skizzenbüchern landen. Und mal ehrlich, wer mag keinen Cat Content?

Neben dem pinken Cat Content findet man auch immer wieder ein rauchendes Reh durch den baibaibai-Showroom hüpfen. Einmal begräbt es zum Beispiel negative Gedanken. Woher kommt dieser Charakter?

Eugen: Das Reh ist neben der Katze ein weiteres Maskottchen von baibaibai. Es wirkt etwas vom Leben mitgenommen, mit seinem kaputten Geweih und der Zigarette in der Hand. Dennoch ist es immer stilbewusst und schaut optimistisch in die Ferne. Wir spielen auch hier mit einer gewissen Doppeldeutigkeit. Das Motiv wirkt zunächst negativ, hat aber eine positive Message.

Wenn wir solche Motive veröffentlichen, werde ich oft darauf angesprochen, ob es mir gut geht, oder ob ich eine depressive Phase durchmache. Ich kann die Frage durchaus nachvollziehen. Die eigentliche Aussage hinter dem Motiv soll allerdings sowohl auf mich als auch auf den Betrachter motivierend wirken.

Wir haben diesbezüglich schon Rückmeldungen bekommen. Ein Follower schrieb uns, dass er sich eines unserer Motive als Hintergrund auf seinem Smartphone eingerichtet hat und dadurch immer wieder angeregt wird, positiv zu denken. Es ist cool sowas zu hören! Da kann man auch mal in Kauf nehmen, dass der Bekanntenkreis denkt, man sei depressiv.

Vielleicht hat Eure schräge Sichtweise auch etwas damit zu tun, dass Eure Mütter Euch gesagt haben, dass Ihr was Besonderes seid?

Eugen: Haha, Du beziehst Dich auf das ‚‚Mom said I’m special‘‘ Motiv. Meine Mutter sagt es mir immer noch regelmäßig – jedes Mal, wenn ich meine Eltern in der Heimat besuche.

Felix: Du bist auch echt etwas ‚‚Besonderes‘‘ um nicht zu sagen – ‚‚anders‘‘ also etwas ‚‚speziell‘‘ …

Eugen: Ich habe es verstanden!

Wir wissen jetzt glaube ich ganz gut, was sich in Euren Köpfen abspielt – ziemlich viel Verrücktheit. Aber wie entstehen Eure doppeldeutigen Designs? Auf Papier? Am Computer?

Felix: Die Designs entstehen überwiegend auf dem Papier. Auf diese Weise ist es leichter und schneller, eine grobe Skizze zu entwickeln. Anschließend scannen wir die Skizze ein und digitalisieren sie am Computer. Wir benutzen dafür ein Grafiktablett, mit dem das richtig leicht von der Hand geht.

Was treibt Ihr eigentlich, wenn Ihr nicht mit der Ausstattung von baibaibai beschäftigt seid?

Felix: Zurzeit sind wir beide als Webentwickler tätig. Überwiegend setzen wir Websites um.

Eugen: Neben dem Showroom betreiben wir auch einen Spreadshop, in dem wir gebrandete Motive veröffentlichen. Dort gibt es dann Designs mit dem baibaibai-Logo. Auf dem Spreadshirt Marktplatz würde dieses Branding natürlich weniger Sinn machen.

Ihr seid seit einem knappen Jahr bei Spreadshirt. Habt Ihr in der kurzen Zeit schon Tricks gelernt? Gibt es bestimmte Dinge, die Ihr gern von Anfang an gewusst hättet?

Felix: Ich fand es erschreckend, dass sich ziemlich simple Motive manchmal besser verkauft haben als Motive, für die wir bei der Erstellung mehr Zeit und Kreativität aufgewendet haben.

Eugen: Man kann nur schwer einschätzen, was andere als schön oder trendy empfinden. Für uns heißt das aber nur, dass wir unserer Vision treu bleiben und weiterhin Designs erstellen, die uns gefallen. Klar: Um viele Sales zu generieren, sollte man sich Nischen suchen und diese bedienen. Wir haben es zunächst mit witzigen Sprüche-Shirts versucht. Uns hat dabei jedoch etwas die Identität gefehlt. Seitdem versuchen wir unsere eigene Nische für uns zu beanspruchen.

Und das macht Ihr richtig gut! Was ist denn Euer Lieblingsdesign in Eurem Showroom?

Eugen: Was ist die Mischung aus einer Katze und dem Saturn? Richtig, Caturn!

Felix: Ich finde das “Reality” Design am besten. Das beschreibt, wie sich die eigene Realität anfühlt, wenn man wieder mal ein paar extra Stunden am PC verbracht hat. 🙂

Habt Ihr schon Zukunftspläne für baibaibai?

Eugen: Unser fortlaufendes Ziel ist natürlich, unsere Designs zu verbessern und kontinuierlich neue Motive hochzuladen. Wir hoffen, dass wir mit unserem Stil einen Wiedererkennungswert schaffen und dass Kunden auf der Suche nach neuen Motiven irgendwann immer mal bei uns vorbeischauen. Das sind große Ziele, aber immerhin haben wir bereits eine Palette an selbst erstellten Motiven, die uns auf unserer Mission motivieren werden.

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Ihr seid auf jeden Fall auf dem richtigen Weg – Eurem eigenen! Danke Eugen und Felix für Eure Zeit.

Zum Showroom von baibaibai geht’s hier entlang. Und auf Instagram findest Du noch mehr Cat Content.

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich meinte allerdings nicht die Anführungszeichen im Blogtext, sondern die falschen Apostrophe auf den baibaibai-Designs. 😀

    • Ja diese Anführungszeichen sind mein persönlicher Endgegner. 😉 Danke dir und wurde abgeändert.

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