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derholle: Von seltenen Tieren, Burgern & Cocktails

derholle: Von seltenen Tieren, Burgern & Cocktails

Unser Designer des Monats ist Matthias von derholle. In seinem Showroom wimmelt es von seltenen Tieren und Illustrationen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Name: Matthias Holländer

Alter: 35

Lebt in: Bonn

Beruf: Freiberuflicher Illustrator

Software: Adobe Photoshop CC

Hardware: Wacom Companion 2

Bei Spreadshirt seit: 2017

Hallo Matthias und Kompliment für Deine Illustrationen! Du arbeitest als Freiberuflicher Illustrator. In welchen Bereichen bist Du denn tätig?

Schön, dass Euch mein Stil gefällt! Ich illustriere unter anderem für verschiedene Buch- und Spielverlage: vom gesamten Design eines Brettspiels inklusive des Layouts der Spielregeln über Illustrationen für Jugendbücher bis hin zum Unterrichten als Dozent. Ich bin recht breit aufgestellt, was meine freiberufliche Tätigkeit angeht.

Neben Auftragsarbeiten nehme ich mir auch Zeit für freie Projekte und füttere mein Skizzenbuch regelmäßig mit Zeichnungen. Im Moment arbeite ich zum Beispiel an meinen Bildern für die nächste Zoom Bonn Ausstellung mit dem Thema „Beethoven“. Kommt gerne im Mai in Bonn vorbei!

Wer weiß, vielleicht können wir einen Besuch bei Euch einrichten. Ein Blick in Deinen Showroom verrät, dass Du Cocktails und Burger magst. Woher rührt diese Leidenschaft?

Neben dem Zeichnen ist das Kochen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Es macht Spaß, zwei Leidenschaften zu kombinieren. Das Schöne daran ist außerdem, dass ich zumindest eins der beiden Ergebnisse nicht versalzen kann. 😉 So entstand jedenfalls die Idee mit den illustrierten Rezepten und den außergewöhnlichen Burgern. Die Idee für die Cocktailrezepte kam von meinen Freunden. 

Was ist eigentlich Dein persönlicher Lieblingsburger?

Ein vegetarischer Black Bean Burger mit Vollkorn-Bun, Rucola, Malzbierzwiebeln, Cocktailtomaten und Sauerrahmsauce mit Minze und Cheddar.

Du hast einen sehr exquisiten Geschmack – und wir sind erleichtert. Wir hatten schon Angst, Du würdest gerne Burger mit echten Einhörnern drin essen… Apropos (Fantasie-)Tiere: Du hast bei derholle eine Reihe von Illustrationen bereits ausgestorbener oder vom Aussterben bedrohter Tiere veröffentlicht. Wie kamst Du auf dieses Thema und warum ist es Dir wichtig?

Douglas Adams hat in seinem Buch Last Chance to See einen herzergreifenden Text über den flugunfähigen und ausgestorbenen Dodo geschrieben, der sicherlich nicht nur mich sehr berührt hat.

Mit meinen Illustrationen will ich darauf aufmerksam machen, welche Tiere es einmal gab und welche vielleicht bald nicht mehr existieren werden. Des Weiteren würde ich mich selbst als Entdecker bezeichnen, der mit Stift und Papier in der Natur immer auf der Suche nach neuen Tiermotiven ist.

Warst Du eins dieser Kids, die alle Wände vollgemalt haben und nie den Stift aus der Hand legen konnten, oder kam das mit dem Zeichnen erst später?

Nicht Wände, sondern Schränke wurden in meiner Kindheit zum Papierersatz für kuriose Bleistiftzeichnungen. Während der Schulzeit waren es die Schulhefte meiner Mitschüler, die ich mit Karikaturen meiner Lehrer vollgekritzelt habe. Doch erst im Studium lernte ich, was eine Illustration ausmacht, und in dieser Zeit habe ich meinen eigenen Stil entwickelt.

Wie kamst Du darauf, Deine Illustrationen als derholle auf Kleidung und Accessoires zu verkaufen? Und wie bist Du bei Spreadshirt gelandet?

Mir gefiel schon immer die Vorstellung, eines Tages einen Fremden mit meinem T-Shirt-Motiv umherlaufen zu sehen. Ich habe von Freunden von Spreadshirt gehört, es ausprobiert und schnell gemerkt, wie einfach es ist, ein Motiv auf Eurer Plattform zu veröffentlichen.

Schön, dass Du zufrieden bist. Hast Du sonst irgendein Feedback zu Spreadshirt und den Funktionen der Plattform? Was gefällt Dir besonders gut?

Ich liebe den „Vorlage laden“-Button! Das erspart mir eine Menge Zeit und Arbeit. Mit dem benutzerfreundlichen und übersichtlichen User Interface bin ich ebenfalls mehr als zufrieden.

Für den Showroom wünsche ich mir noch etwas mehr gestalterische Freiheit und die Möglichkeit, meine Motive selbst anzuordnen, auch nach Reihenfolge. 

Danke für Dein Feedback. Worauf sollten Illustratoren eigentlich achten, wenn sie ihre Designs bei Spreadshirt zum Verkauf anbieten möchten?

Das Motiv sollte sauber freigestellt sein. Mein Tipp: das Motiv auf einen anders farbigen Hintergrund setzen und auf mögliche Blitzer kontrollieren. Für alle weiteren technischen Voraussetzungen bietet der Leitfaden auf Euren Hilfeseiten eine hervorragende Grundlage.

Die Designs in Deinem Showroom sehen jedenfalls super aus! Außerdem hast Du auch noch einen unglaublich tollen Humor. Hast Du schon mal vor einem weißen Blatt Papier gesessen und wusstest nicht weiter? Was hast Du dann gemacht?

Krikelkrakel! Einfach unbeschwert und ohne Ziel drauflos zeichnen. Wenn das nicht hilft, wechsle ich die Umgebung und gehe raus an die frische Luft oder in ein Café, um auf neue Gedanken zu kommen. Danach klappt es wieder.

Und wie organisierst Du Dich bei so vielen Projekten?

Für viele Projekte plane ich einen festen Tag in der Woche ein, sodass ich mich voll und ganz darauf konzentrieren kann. Außerdem komme ich mit To-Do-Listen sehr gut zurecht und erstelle Tages-, Wochen,- und Monatsziele.  

Welches Deiner Designs aus dem Showroom ist besonders beliebt? Was glaubst Du, warum?

Die Burger „Bitter Sweet Unicorn“, „The Island Burger“ und „Summertime“ kamen bisher sehr gut an. Ich glaube, es hat etwas mit Geschmack zu tun. 😉 Sicherlich hat auch der Burger-Trend dazu beigetragen.

Die neuen Shirts mit Tiermotiven wie dem Kiwi oder Dodo scheinen auch ganz gut anzukommen. Das freut mich sehr und motiviert mich, weiter in dieser Richtung zu arbeiten. 

Wir lieben Deine Rezept-Poster! Wann kommt denn das Nächste?

Danke. Ich habe in der Tat schon mit ein paar Skizzen begonnen und werde mit Sicherheit bald wieder ein neues Rezept veröffentlichen. Auch der bereits genannte „Black Bean Burger“ gehört dazu…  

Wie genau kennst Du Deine Zielgruppe? Hast Du eine Person vor Augen, für die Du gestaltest?

Ich stelle mir zwei Zielgruppen vor: Die Rezepte und Burger gefallen wohl eher jungen Leuten bzw. jungen Familien, die Spaß am Kochen haben und gerne Neues ausprobieren.

Die Tiermotive kommen sehr gut bei Leuten an, die eine Verbindung zu diesen Tieren haben.

Bei einer Ausstellung vor zwei Jahren hat sich eine Geologin sehr über mein Ausstellungsbild gefreut. Als eine der wenigen erkannte sie darauf den afrikanischen Vogel Abu Markub. Sie war so begeistert von dem seltenen Vogel, dass sie einen Kunstdruck des Motivs gekauft hat. Mit einer ähnlichen Begeisterung für die Artenvielfalt stelle ich mir die Zielgruppe vor, der meine Motive mit den einzigartigen Tieren gefallen.

Eine Nische kann jedenfalls nicht schaden – das empfehlen wir allen unseren Marktplatz-Designern. Hast Du zum Schluss noch drei Tipps für Designer, die bei Spreadshirt mit einem eigenen Showroom loslegen möchten?

  • Auf manchen T-Shirt-Farben werden eure Motive nicht harmonisch wirken. Deaktiviert diese Farben!
  • Testet am Anfang, wie eure Motive im richtigen Format ausgedruckt und auf Stoff wirken. Bestellt testweise ein Shirt mit eurem Motiv.
  • Es kann dauern, bis ihr eure ersten Motive verkauft. Nutzt Social-Media-Kanäle, um Werbung zu machen. So, dass ihr dahinterstehen könnt.

Danke für die Zeit, Tipps und Ideen, lieber Matthias! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem Showroom! Matthias‘ kreative Illustrationen könnt Ihr auf dem Marktplatz und natürlich auch bei Instagram bestaunen.

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