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Linien, Textur und Farbe: 4 Tricks für Dein nächstes Design

Linien, Textur und Farbe: 4 Tricks für Dein nächstes Design

Viele Wege führen nach Rom – und noch viel mehr zum fertigen Design. Warum also nicht mal einen anderen Abzweig nehmen? Genauso wie im ersten Teil unserer Reihe mit Tricks aus unserer Community erklären Dir auch in der Fortsetzung wieder vier Spreadshirt-Designer, mit welchen Effekten und Tools sie ihre Designs veredeln.

Das Rhizom – Polka Schaf

„Ich zeichne meistens direkt am Computer. Damit die Linien dennoch gezeichnet aussehen, wende ich den Illustrator Effekt „Aufrauen“ an. Er macht, je nach Einstellung, kleine oder große unregelmäßige Wellen in die geraden Linien. Man muss ein bisschen damit herumspielen, um herauszufinden, was am besten funktioniert, aber dieser Effekt ist eine sehr gute Hilfe. Zusätzlich stelle ich bei den Linien noch mehrere unterschiedliche Unterbrechungen (gestrichelt) ein. Das wirkt dann so, als hätte man den Stift abgesetzt, es wirkt weniger statisch.

Dann kopiere ich die ganze Zeichnung als Smart Objekt in ein 4000x4000px großes Photoshop Dokument und koloriere dort weiter. Hier zeichne ich nie auf eine leere Ebene sondern in die Ebenenmasken von Farbflächen. Der Vorteil davon ist, dass man die Farbe ganz leicht ändern kann, ohne irgendwelche Qualitätsverluste. Es gibt also für jede Farbe eine neue Ebene. Damit das ganze einen handgemachten Look bekommt, lege ich eine grungige Maske darüber.

Außerdem habe ich von Anfang an eine Farbfläche als Unterlage, die einer T-Shirt-Farbe entspricht. So kann ich die Farben des Motivs darauf abstimmen.“

FrauAnika – Fuchshochzeit

„Inspiriert durch verschiedene Märchenbücher-/Bilder entstanden auf Wunsch meiner besten Freundin für das Kinderzimmer ihrer kleinen Mädchen eine Reihe von Illustrationen. Diese habe ich (manchmal auf Basis von Skizzen) komplett mit der Maus in Illustrator vektorisiert. Anschließend habe ich meine Illustrationen mit feinen, hochauflösenden Texturen in Photoshop überarbeitet.

Dafür suche ich mir feine Textur-Fotos (ganz feines Papier, etwas Rauschen), lade sie zusammen mit meiner fertigen Illustration in Photoshop und passe den Look mittels Effekt (z.B. Multiplizieren/ineinander kopieren, Deckkraft usw.) an. Die Textur liegt manchmal über oder unter der Illustration. Teilweise arbeite ich auch mit Masken und lege diverse Ebenen übereinander.

Manchmal füge ich auf einer extra Ebene auch einen Grauton ein und versehe ihn mit einem Bildrauschen als Ersatz für die Texturen oder Muster.“

nexus6 – Happy Pixel

“Damit ein Design im Retro-Computerspiel-Stil authentisch ist, kommen nur wenige Farben in Frage. Dies führt zu Problemen, wenn wir z.B. einen Himmel mit einem Farbverlauf benötigen. Stehen uns beispielsweise nur drei Blautöne zur Verfügung, hätten wir einen Himmel aus drei großen Blöcken. Hier nutzen wir einen Prozess, der sich „Dithering“ nennt: Dabei wird die Blockbildung mithilfe von Mustern umgangen (s.u.). So entstehen für das Auge zusätzliche Farbtöne, die gar nicht vorhanden sind. Besonders auf den Röhrenbildschirmen fiel dieser Trick kaum auf. Bei dem „Happy-Pixel“-Motiv werden auf diese Weise z.B. die Farben Orange, Grün und Violett im Regenbogen gebildet.“

c0y0te7 – July 1969

„Ich entwickle meine T-Shirt-Designs mit getrennten, deckenden Farben und Halbton-Ebenen für die Abstufung. So erhalten meine Kunden schönere Digitaldruck-Ergebnisse, und der Transparenz-Effekt kommt besser auf dem Stoff zur Geltung. Außerdem sind die .png-Dateien dann nicht so groß und der Download geht schneller, selbst bei hoher Auflösung.“

Genug Theorie. Jetzt geht’s ans Ausprobieren! Ein großes Dankeschön an unsere auskunftsfreudigen Spreadshirt-Partner für ihr Know-how.

Kommt Dir der ein oder andere Arbeitsschritt bekannt vor, oder packst Du es ganz anders an? Hast Du einen Design-Kniff, den Du im nächsten Blogpost mit anderen Partnern teilen möchtest? Sags uns in den Kommentaren oder per E-Mail an fte@spreadshirt.net.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo 🙂
    Manche der Tipps sind allgemein bekannt und dürften bei Profis schon angewandt sein. Aber für weniger Fortgeschrittene sind Eure Informationen sehr interessant und hilfreich. Danke schön 🙂

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