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Designer des Monats: Namo Zum Design Die vier Elemente

Designer des Monats: Namo

Ich wechsle immer zwischen verschieden Stilen, so wie ich auch den vielen Kunstrichtungen keinen Vorzug geben kann.

Mit einer einzigen Stilform und Farbpalette will sich Namo nicht begnügen. Wie seine Designideen von seinem Arm auf den Marktplatz kommen, hat er im Spreadshirt-Gespräch durchscheinen lassen.


Erzähle uns kurz etwas über Dich. Aus welcher Ecke der Welt stammst Du?

Im Moment lebe ich in einer recht langweiligen Gegend in Bayern, dort steht sozusagen mein “Elfenbeinturm“ mitten im Nirgendwo. Hier entstehen aus meinen Skizzen am Computer meine Motive. Meine Ideen entstehen meistens unterwegs.

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Welche Orte inspirieren Dich?

Obwohl ich auf dem Land lebe, zieht es mich immer wieder in die Stadt – besonders Großstädte haben es mir angetan. Da ich Freunde in New York, Istanbul und Montreal habe, bin ich natürlich dort auch gerne zu Besuch. Seit einigen Jahren besuche ich auch das Burning Man Festival in Nevada, für mich eine unglaublich große Inspirationsquelle. Dort inspiriert man sich gegenseitig und jeder versucht etwas zu erschaffen, seien es Objekte in der Wüste oder sich selbst. Das besonders Schöne daran ist das Teilen. Nicht nur von materiellen Dingen, sondern auch von Ideen. Ich komme immer mit einem ganzen Koffer voller neuer Ideen zurück.

Du bietest schon seit Langem Designs über Spreadshirt an. Wie hat sich die Plattform in Deinen Augen verändert?

Spreadshirt ist in erster Linie eine Verkaufsplattform und jeder freut sich über Verkäufe, das ist klar. Aber die Plattform hat sich für mich insoweit verändert, dass sich hier immer mehr großartige Kreative tummeln. Ich denke, dass viele, die Motive entwerfen, es auch tun um etwas zu teilen: Ideen, Statements und natürlich die eigene Kreativität. Ich schaue mir sehr gerne die Motive auf dem Marktplatz an und bin immer wieder fasziniert von diesem Ideen-Pool. Was ich schade finde ist eigentlich nur, dass man einen Favoriten nicht folgen kann. Und dass es keine Kommentarfunktion gibt. Ich denke, wenn man ein Feedback von der Community bekommt, kann das für viele auch eine Ermutigung sein, weiter zu machen.

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Wie kamst Du zum Entwerfen von Illustrationen? Machst Du das schon Dein Leben lang oder hast Du diese Begabung eher später entdeckt?

Ich wollte unbedingt Kunst studieren. Nach der Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie wurde ich tatsächlich angenommen, habe mich dann aber letztlich doch für etwas Anderes entschieden. Deswegen habe ich aber nicht aufgehört, kreativ zu sein. Meine Interessen waren schon immer vielfältig. Neben Zeichnung und Malerei habe ich mich auch mit Bildhauerei (Holz und Stein) sowie plastischem Gestalten mit Keramik etc. beschäftigt.

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Einige Deiner Designs sind zweifarbig gehalten, andere hingegen sehr farbenfroh. Neben klaren Linien sind auch sehr detailreiche, organische Zeichnungen zu finden. Wie erklärt sich diese Vielfalt? Hat sich Dein Stil mit der Zeit verändert oder wechselst Du zwischen den Stilrichtungen?

Ja, genau. Ich wechsle immer zwischen verschieden Stilen, so wie ich auch den vielen Kunstrichtungen keinen Vorzug geben kann. Es gibt natürlich Kunst, die ich liebe, zum Beispiel den abstrakten Expressionismus.
Ein Künstler, den ich bewundere, ist Ellsworth Kelly, der wirklich sein ganzes Leben einem Stil treu geblieben ist. Ich allerdings bewege mich immer zwischen Chaos und Ordnung. Manchmal bevorzuge ich die klare Linie und die einfache Struktur, ein anderes Mal das komplizierte, undurchsichtige Durcheinander.

Wie kommen Dir die Ideen für neue Designs?

Die besten Ideen habe ich meistens, wenn ich unterwegs bin. Ich schaue mir gerne Graffitis an, auch wenn sie noch so banal sind. Man entdeckt immer etwas tolles, woraus dann eine Idee entsteht.

Beginnst Du mit einer Skizze per Hand oder beginnt der Prozess direkt in Deinem Grafikprogramm?

Von meiner Idee fertige ich zuerst eine Skizze an. Leider ist das Skizzenbuch, das ich zuhause habe, so groß, dass ich es nirgendwohin mitnehmen kann. Wenn ich unterwegs bin, mache ich also meine Skizzen auf alles was mir in die Hände fällt: auf Servietten, Bierdeckel, Quittungen, manchmal sogar auf meinem Arm. Einen Stift habe ich allerdings immer dabei.

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Meerjungfrau, Einhörner, Stierköpfe und die vier Elemente: Einige Deiner Designs wirken besonders mystisch. Was glaubst Du, fasziniert die Käufer besonders an diesen Motiven?

Rätselhaftes und Geheimnisvolles haben ja schon immer eine gewisse Art von Faszination bei der Menschheit ausgelöst. Besonders im Surrealen und im Verborgenen macht es Spaß, sich zu verlieren und wiederzufinden. Obwohl diese Motive keine großen Verkaufserfolge sind, macht es mir trotzdem unglaublich viel Spaß, sie zu gestalten.

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Namo, vielen Dank, für die interessanten Einblicke in Deine Arbeit. Wir sind gespannt auf Deine nächsten Designs und wünschen Dir weiterhin viele inspirierende Orte und die Experimentierfreude, verschiedenen Stilrichtungen nachzugehen!

Deine Design-Skills sind spitze, aber Dir fehlt das Publikum? Die Ideen hinter Deinen Designs sind einzigartig und Du willst sie mit unserer Community teilen? Dann erzähl uns Deine Geschichte und zeig uns, was hinter Deinen Motiven steckt und wie sie entstehen. In unserer Reihe “Im Gespräch mit…” stellen wir Dich und Deine Designs ins Rampenlicht.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr schöne Designs, auf dem einen Blick vertraut und bekannt, auf dem anderen Blick völlig erstaunlich, klar und faszinierend.
    Und es stimmt vollkommen, dass man Kommentare unter Marktplatzdesigns dem Künstler setzen können sollte (diese wiederum bei Bedarf vom Künstler selbst auch entfernt werden können)…
    Wünsche weiterhin viele kreative schöne Zeit 🙂

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