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Produktpreise steigen

In Kürze werden wir für 18 Produkte die Preise anheben. Die Erhöhungen sind ein Effekt der Entwicklungen auf dem Textilmarkt. Für den Fall, dass ihr euch fragt: “Na toll, jetzt will sich Spreadshirt also auch noch weiter bereichern!?” haben wir im folgenden ein paar Hintergründe für euch zusammen getragen.

Vorab aber noch die wichtigste Info: Durchschnittlich werden die Produkte zwischen 1 und 2 Euro teurer. Um welche Produkte es sich genau handelt, könnt ihr der Liste im Forum entnehmen.

Nun zu den Hintergründen:

Es ist bereits mehrfach in verschiedenen Medien kursiert – nahezu alle Produzenten haben im Laufe dieses Jahres ihre Textilpreise um bis zu 20% angehoben. Diese drastische Erhöhung liegt daran, dass sowohl der Baumwollpreis, als auch die Produktionskosten gestiegen sind. Der Textilpreis an sich setzt sich in der Regel aus 40% Baumwollpreis sowie 60% Produktions- und Transportkosten zusammen.

Dass der Baumwollpreis angestiegen ist, ist bereits seit längerem kein Geheimnis mehr. Die Baumwollproduktion der aktuellen Saison steht weit über der Baumwollernte. Sprich: das prognostizierte Angebot für die Saison 2009/10 lag stark unter der tatsächlichen Nachfrage. Die wider Erwarten hohe Nachfrage kommt aber nicht nur aus den westlichen Ländern, sondern ist vor allem auch auf das Binnenwachstum der produzierenden Ländern wie Indien, Bangladesch, China und Pakistan selbst zurückzuführen. Baumwolle ist also noch kostbarer als vor einigen Jahren. Durch die Knappheit der vergangenen Monate stieg konsequenter- und richtigerweise der Marktpreis.

Neben dem Baumwollpreis sind auch die Produktions- und Transportkosten für unsere Hersteller stark angestiegen. Die steigende Binnennachfrage und die damit zunehmende Ausrichtung der Produktion auf die inländische Industrie haben wachsende Kapazitätsengpässe zur Folge. Zudem sind die Kosten für Energie (vor allem Gas) und Arbeit in den fernöstlichen Ländern rapide angestiegen. Gleiches gibt es über Frachtkosten zu berichten: Diese haben sich für Sendungen nach Mittel- und Westeuropa im Vergleich zum letzten Jahr vervierfacht. Um das an einem einfachen Beispiel zu veranschaulichen: kostete ein Container Fracht vor einem Jahr bspw. noch 1,000 EUR, sind es zurzeit 4,000 EUR.

All diese Effekte lassen die Erhöhungen unserer Hersteller in einem anderen Licht erscheinen. Den Großteil der Preiserhöhungen werden wir, wie in den vergangenen Jahren, wo es immer mal Schwankungen gab, nach wie vor kompensieren. Demnach reichen wir nur Preise der Produkte weiter, welche wir gern im Sortiment behalten möchten, aber nur unter der Voraussetzung, dass wir die Endkundenpreise an das neue Preisniveau anpassen.

Wie oben angedeutet: Prinzipiell sehen wir die Entwicklungen in Fernost nicht zwingend negativ, zumindest solange sich das Wachstum auch in einem höherem Produktionsbedarf niederschägt, und damit auch höhere Lohnkosten für Baumwollanbieter verbunden sind. Wo und wie Baumwolle angebaut und verarbeitet wird, davon hängt die Textilindustrie natürlich auch in Zukunft maßgeblich ab — auch wenn, wie bereits berichtet, einige Alternativen (=Mischgewebe) immer populärer werden.

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