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(Nicht nur) T-Shirts für Follower


Michaela ist die Gestalterin hinter dem Twitter Projekt “Ich male meine Follower” (#immf). Seit kurzem bietet sie eine Reihe von Designs auch in einem Spreadshirt Shop an. Da haben wir nicht lange gezögert, und ihr sofort ein paar Fragen zugeschickt.
Erzähl ein bisschen über dich selbst: wer bist du, was machst du beruflich?

Meine Name ist Michaela von Aichberger. Ich bin selbständige Grafikdesignerin. In Erlangen und Köln lebe und arbeite ich. Mein Herz pocht besonders für Notizbuchkritzeleien, Städteskizzen und schrullige Typographie.

Was alles davon verarbeitest du zu den tollen Motiven in deinem Shop?

Größtenteils verarbeite ich Motive, die durch meine Twitter-Aktionen ins Leben gerufen wurden. “Ich male meine Follower” und “Ich bebildere eure Tweets”. Mir werden durch die tollen Twitterer, die ich da verfolge, genialste Textvorgaben und Inspirationen geliefert, die ich in wunderbarste Zeichnungen umsetzen kann.

Hat sich dein Stil im letzten Jahr bzw. seit “ich male meine Follower” verändert, wenn ja: wie?

Ja – mein Hobby, das Notizbuchzeichnen tritt immer mehr in den Vordergrund und füllt mittlerweile die Hälfte meiner Tagesplanung aus. Mein Stil hat sich während der 16 Monate, in denen ich das Projekt nun schon durchführe, immer mehr verfeinert. Viele sagen, meine Handzeichnungen seien mittlerweile viel schöner und ausdruckstärker geworden. Ich liebe es, wie mich meine Follower beeinflusst haben, immer besser zu werden und ich finde es auch toll, wenn ich umgekehrt eine schöne Inspiration liefere für meine Verfolger. Viele fingen an selber zu zeichnen, seit dem sie mich kennen.

Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, deine Follower zu malen?

Anfangs wollte ich nur ein wenig herumalbern. Bis meine Follower das plötzlich sehr ernst nahmen und mir kleine Briefings mit auf dem Weg gaben, um ihr Portrait zu perfektionieren.

Wie waren die Reaktionen, nachdem du damit angefangen hast? Gab es Follower, die nicht gemalt werden wollten?

Die, die nicht gemalt werden wollen, die folgen mir einfach nicht, oder sagen mir das kurz. Ich frage häufig nach, ob es ihnen denn auch wirklich recht ist, aber alle reagieren mit einem “Ich fühle mich riesig geehrt!”. Das freut mich natürlich. Die Reaktionen auf die Zeichnung sind bisher alle sehr positiv. Jede einzelne Zeichnung wird begeistert aufgenommen. Die Abgebildeten sagen in den meisten Fällen, dass ich ihr Wesen erstaunlich gut erfasst hätte!

Wie bist du auf Spreadshirt gekommen? Wie viel Zeit steckst du in deinen Spreadshirt Shop, wie viel in die Vermarktung?

Ein paar Verfolger von mir hatten mich immer mal wieder drauf hingewiesen, dass sie das ein oder andere Motiv gerne mal als Karte oder T-Shirt erwerben würden. Ich habe den Spreadshirt-Shop dann letzte Woche endlich mal eingerichtet. Suchtpotential galore: ich könnte mich da stundenlang drin verfriemeln. Bis jetzt habe ich garantiert 3 komplette Tage dran gesessen und Motive hoch geladen und wieder gelöscht, neue angelegt, rumprobiert, sortiert und und und. Es macht riesigen Spaß. Ich verweise in meinem Blog „Michas Notizen“, bei Twitter und bei Facebook auf meinen Shop. Das schöne ist, dass ich sehr schnell auf Sonder-Wünsche eingehen kann. So habe ich manche Motive auf Wunsch in Übergröße oder als Kindershirt angelegt.

Gibt es irgendwelche Tipps und Tricks, die du anderen Shopbetreibern empfehlen kannst?

Oha – nein. Umgekehrt bräuchte ich noch so manche Tipps! Aber es ist einfach schön, wenn man Zeichnungen hat, die man entwickelt hat, einfach mal so anzubieten. Bevor sie in einem Notizbüchlein vor sich hin schlummern, ist es doch fein, dass man anderen und sich selbst eine Freude damit machen kann.

Hast du ein Lieblingsmotiv, oder eines auf das du besonders stolz bist?

Mein Lieblingsmotiv ist „Love will tear us apart“ – weil es sehr gut mit Calligrafie und symbolhaftem Bild umgeht. Ein perfektes T-Shirt für Liebeskummertage. Ich habe mir von den ersten Käuferinnen nun auch sagen lassen, dass einem sämtliche Männer auf die Brüste starren, um die Schrift lesen zu können, die dort verkehrt herum abgebildet ist. Ein perfektes Dating-Shirt also! He he!

Was denkst du, wer deine T-Shirts so kauft?

Freunde, Twitterer und Design-Begeisterte. Vielleicht auch Fans von Joy Division? Hm! Man weiß ja nie!

Wenn Du ein T-Shirt wärst, wie würdest Du aussehen?

Ich wäre ein Sammelsurium an Skurrilitäten! (s. Bild oben)

Vielen Dank, Michaela!
Falls du auch einen Spreadshirt Shop betreibst, und ihn uns gerne vorstellen würdest: Reich deine Shirt-Geschichte ein.

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