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Getting things done: 5 Jahre als Front-End-Entwickler

Getting things done: 5 Jahre als Front-End-Entwickler

Zum Abschied gibt Marcus einen Einblick in Spreadshirts IT-Welt

Marcus hat das digitale Gesicht von Spreadshirt entscheidend geprägt. Den heutigen T-Shirt-Designer hat der Informatiker in den vergangenen Jahren mitentwickelt. Spreadshirt sucht nun nach einem neuen Front-End-Entwickler, der das Team künftig in seiner Position verstärkt. Was denjenigen erwartet, hat Sara aus dem HR-Team im Abschiedsinterview herausgefunden.

Sara: Hi Marcus! Stell dich doch bitte einfach mal kurz vor! Wer bist Du, woher kommst Du, und was machst Du bei Spreadshirt?
Marcus: Ich bin Marcus, 29 Jahre alt, Senior Front-End-Entwickler bei Spreadshirt und zuständig für den Create-Your-Own- und Checkout-Bereich.

Sara: Kannst Du diese beiden Bereiche mal kurz beschreiben?
Marcus: Bei Create-Your-Own geht es hauptsächlich um unseren T-Shirt-Designer. Mein Kollege Tony und ich haben damals die erste HTML-Version dafür gebaut und diese seitdem weiter gepflegt und erweitert. Beim Checkout, für den wir auch das Front End entwickelt haben, geht es um den Bezahlprozess.

 Sara:  Der „neue“ T-Shirt-Designer ist aus einem privaten Projekt von Dir und Tony entstanden. Was ist die Story dahinter?
Marcus:  Eigentlich  fing  alles  damit  an,  dass  wir  unser  eigenes  MVC  Front  End JavaScript  Framework  entwickelt  und  nach  Anwendungsgebieten  dafür  gesucht haben, um eine coole Anwendung zu bauen. Spreadshirts T-Shirt-Designer war dafür prädestiniert, da es bis dato nur eine Flash-Version gab und diese nicht auf dem iPad oder  auf  iOS-Geräten  funktionierte.  Zu  diesem  Zeitpunkt  bekam  Spreadshirt  auch immer mehr Traffic von mobilen Endgeräten, die natürlich kein Flash mehr unterstützt haben. Nachdem wir mit unserem eigenen Framework rumgespielt und mit einem sehr simplen Designer begonnen haben, hat sich das Ganze dann Stück für Stück weiter entwickelt.  Heraus  kam  eine  Portierung  des  Flashdesigners  auf  HTML. Spreadshirt  hat  das  Potential  gesehen,  ein  Projekt  daraus  gemacht,  und  so  ist  es eigentlich dazu gekommen, dass wir vor drei Jahren diesen „neuen“ T-Shirt-Designer für Spreadshirt entwickelt haben – Hobby und Job perfekt vereint sozusagen.

Sara:  Wie  kann  man  sich  dieses  JavaScript  MVC  Framework  vorstellen?  Wie heißt es eigentlich und wie funktioniert es?
Marcus:  Das  Framework  heißt  rAppid.js.  Darin  stecken  zwei  Wörter:  einmal „rappid“,  weil  man  damit  schnell  entwickeln  kann.  Das  wird  mit  mit  Doppel-P geschrieben, weil sich noch „app“ für die schnelle App-Entwicklung darin verbirgt. Ich hatte damals einige Nebenprojekte laufen und schon damit begonnen, verschiedene Frameworks auszuprobieren. Keines davon hat mir richtig zugesagt, weshalb ich dann nebenbei  selber  etwas  entwickelt  habe.  Als  Tony  einen  Online-Shop  bauen  wollte, habe ich ihm einfach mal gezeigt, was ich bis dahin entwickelt hatte und er fand die Idee cool. So haben wir uns 2012 zusammengetan und rAppid.js entwickelt. Kern des Frameworks ist die komponentenbasierte Funktionsweise. Man hat verschiedene Bausteine, die man selber erstellen und wieder verwenden kann. Aus einem Pool von Bausteinen steckt man einfach seine Anwendung zusammen, sodass man nicht immer wieder dasselbe programmieren muss.

 Sara: In welcher Programmiersprache fühlst Du dich persönlich heimisch und warum?
Marcus: Das ist relativ einfach: JavaScript. Es ist auf der einen Seite sehr flexibel. Man kann damit schnell etwas ausprobieren, weil es im Browser läuft und man es nicht erst in maschinenlesbaren Code umwandeln muss. Auf der anderen Seite kann man aber auch sauber und strukturiert damit programmieren.

Sara: Erzähl mal was über dein Team – was ist besonders, anders, lustig? Wie würdest Du eure Zusammenarbeit beschreiben?
Marcus:  Unser  Motto  lautet:  „Get  things  done“.  Wir  fokussieren  uns  auf  das,  was wirklich zu erledigen ist und darauf, Probleme so effizient wie möglich zu lösen. Das hat man auch in der Vergangenheit an Projekten gesehen, die wir gemeinsam gestemmt haben – der T-Shirt-Designer, der Checkout oder auch diverse interne Tools. Wir gehen relativ pragmatisch an unsere Aufgaben ran. Es gibt einmal in der Woche ein Team-Meeting, in dem besprochen wird, was wir letzte Woche geschafft haben und was für die nächste Woche ansteht. Es laufen immer mehrere Sprints parallel, die mit Aufgaben befüllt und auf den Status überprüft werden. Die übergreifende Planung passiert  in  dem wöchentlichen  Meeting.  Ansonsten  setzen  wir  auf  direkte Kommunikation zur Lösung von Problemen und versuchen, die Anzahl an Meetings so gering wie möglich zu halten, damit sich wirklich jeder auf seine Aufgaben konzentrieren kann.

Sara: “Get things done”    ist ein schönes Team-Motto. Aus wie vielen Leuten besteht euer Team?
Marcus: Unser Team besteht aus zwei Front-End-Entwicklern (Tony und mir), einem API-Entwickler  (Nils),  zwei  QAlerinnen  (Adriana  und  Olga),  unserem  BA-Studenten (Jonas) und dann natürlich einem Product Owner (Ruzanna). Sie kümmert sich um die Tickets, sorgt dafür, dass wir alle etwas zu tun haben und federt ab, was von anderen Abteilungen kommt, damit wir in Ruhe unsere Arbeit machen können.

Sara:  Frei  raus:  Welchen  treffenden  Nickname  würdest  Du  jedem  deiner Teamkollegen geben?
Marcus: Ruzanna ist die „Gangsta-Mutti“ des Teams, die auch gerne mal flucht. Tony ist die „allwissende Coding-Maschine“. Nils kann man treffend als den „netten API-Entwickler von nebenan“ beschreiben. Adriana nennen wir „The Operator“ und Olga ist unsere „Bug-Spionin“. Jonas ist unser „junger Padawan“.

Sara: Du warst fast 5 Jahre bei Spreadshirt. Leider verlässt du uns jetzt. Warum? Wie geht es bei Dir weiter und was wünschst Du deinem Nachfolger oder deiner Nachfolgerin?
Marcus: Der Kaffee war schlecht. *lacht*  Nein, im Ernst: Ich will noch mal etwas anderes ausprobieren und gehe zu vizzlo, einem Start-up, das gerade dabei ist eine Plattform für Business und Infografiken zu bauen. Wenn Du z.B. eine Timeline in deine Präsentation einbauen willst, dann kannst Du Dir diese bei vizzlo in fünf Minuten ganz einfach erstellen.  Was ich meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin wünsche? Er oder sie kann sich auf jeden Fall auf ein cooles Team freuen. Bei Spreadshirt kann man generell viel lernen und Erfahrungen sammeln. Die Arbeitsatmosphäre ist super, und ich wünsche demjenigen, dass er sich so entfalten kann, wie er sich das vorstellt. Die Möglichkeiten sind bei Spreadshirt auf jeden Fall gegeben.

Sara: Gib uns doch bitte einen exklusiven Einblick: Worauf kann sich der neue Front-End-Entwickler freuen?
Marcus: Das Team hat viel vor in der nächsten Zeit. Der Fokus geht mehr und mehr auf  Create-Your-Own,  also  den  T-Shirt-Designer.  Der  muss  meiner  Meinung  nach dringend überarbeitet werden. Die Version, die wir momentan online haben, wurde damals für das Tablet entworfen und dann einfach für alle Plattformen übernommen –   also  auch  für  Desktop  und  Mobile.  Geplant  ist  die  Überarbeitung  des  T-Shirt-Designers,  um  ihn  für  Desktop  und  Mobile  zu  optimieren.  Neue  Features  sollen eingebaut werden, zum Beispiel Spielereien mit Text, mehr Fonts oder Image-Filter. Da gibt es auf jeden Fall viel spannende Entwicklungsarbeit. Ich bin sicher, dass es eine schöne Aufgabe ist für jemanden, der neu dazu kommt.

Sara: Welcher Spruch soll denn auf deinem Goodbye-T-Shirt stehen?
Marcus: I love spreadshirt

Sara: Deine Abschiedsworte an die Spreadster?
Marcus: Ich wünsche euch allen das Beste und wie ich schon in meiner Goodbye-Mail geschrieben habe: Keep up this special atmosphere and I love you but leave you!

Sara: Vielen Dank für das Interview, Marcus, und Dir einen tollen Neustart!

Dein Interesse wurde geweckt? Infos zum Jobangebot findest Du hier.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Super Einblicke und sehr interessant . Ihr habt grossartiges geleistet und für alle ein komfortables arbeiten ermöglicht.

    Danke

    Alles Gute und weiterhin viel Erfolg Euch beiden.

    … aber in welchem Leben ist Javascript eine Programmiersprache? Sicher Schreibfehler, oder?

    Viele Grüße
    Maik