Menü
Designer des Monats: Le.Duc Zum Design Regenbogenbär

Designer des Monats: Le.Duc

"Am meisten motiviert mich die Herausforderung: Die Herausforderung, ein Design zu gestalten, das mir persönlich gefällt."

Die große Ehre des „Designer des Monats“-Interviews wird im März Olivier alias Le.Duc zuteil. Seine französische Herkunft spiegelt sich in seinen  Designs ebenso wieder wie die Beschäftigung mit ganz aktuellen Themen. Lies selbst!

Olivier, bevor wir so richtig in die Vollen gehen, erzähle uns doch bitte kurz, woher Du kommst und wo Du lebst.

Hallo zusammen! Ich lebe in Poitiers in Frankreich, wo ich auch den größten Teil meines Lebens verbracht habe. Geboren bin ich aber in Paris.

Wie würdest Du Dich am ehesten beschreiben: als  Künstler, Illustrator, Designer oder Grafiker? Und was antwortest Du auf die Frage, was Du beruflich machst?

Das ist eine gute Frage. Ganz so einfach lässt sich das nämlich tatsächlich nicht definieren. Tendenziell bezeichne ich mich der Einfachheit halber als Designer oder Illustrator, aber niemals als Künstler. Die Kunst ist für mich ein sehr hohes Gut, deshalb würde ich dieses Wort nur sehr vorsichtig verwenden. Auf die Frage „Was machst Du beruflich?“ antworte ich entsprechend am ehesten mit „Grafiker“. Und wenn es jemand ganz genau wissen will, erkläre ich, dass ich mich mit meinen Illustrationen auf Kleidung und Accessoires ausdrücke.

Designer des Monats: LeDuc

Wie bist Du eigentlich Designer geworden?

Am Anfang war das wie ein Spiel. Ich wollte ein möglichst gefälliges Design entwerfen. Das war vor allem eine persönliche Herausforderung. Ein bisschen, wie wenn man ein Videospiel spielt. Nur dass ich nicht das nächste Level schaffen wollte, sondern einfach ein Design, das auch anderen gefällt. Mit der Zeit hat mir das immer mehr Spaß gemacht und mein Zeichenstil hat sich merklich verbessert.

Und wie bist Du dann auf Spreadshirt gestoßen?

Spreadshirt hat einfach einen guten Ruf und eine große Reichweite. Vor allem am Anfang war es mir außerdem wichtig, schnell und einfach ein gewisses Produktsortiment anbieten zu können. Ich wollte einfach nicht stundenlang damit zubringen, meine Illustrationen hochzuladen um dann nicht zu wissen, was damit passiert. Spreadshirt macht es einem da sehr einfach.

Was motiviert Dich am meisten, neue Designs zu entwerfen? Das fertige Produkt? Oder die Befriedigung, die Ideen aus Deinem Kopf umgesetzt zu haben?

Am meisten motiviert mich die Herausforderung: Die Herausforderung, ein Design zu gestalten, das mir persönlich gefällt. Die Herausforderung, eine neue Idee zu finden, die noch nicht umgesetzt wurde. Und die Herausforderung, beides zu kombinieren.

Designer des Monats: LeDuc

Steckt hinter jedem Deiner Designs eine Geschichte? Was hat Dich zum Beispiel zu diesem düster dreinblickenden Herren inspiriert?

Das war vor allem dieser latente Wahnsinn, der mich gleichzeitig zum Lachen brachte. Ich habe zunächst überlegt, ob diese Idee auch anderen gefallen könnte und dann einfach an der Umsetzung gearbeitet. Das Design ist außerdem eine augenzwinkernde Hommage an den Grafikkünstler Shepard Fairey, dessen großer Fan ich bin. Ich habe mit einem seiner Motive gespielt, einem menschenfressenden Riesen. Um die Idee hinter dem Design zu verstehen, kann es außerdem nicht schaden, sich ein wenig mit Manga-Kultur auszukennen.

Die Geschichte hinter Deinem Design Y’en a marre (dt.: „Jetzt reicht’s“) würde uns ebenfalls sehr interessieren. Und welche Technik hast Du dafür verwendet?

Ursprünglich war das eine Bleistiftzeichnung, die ich dann vektorisiert und an meinem PC koloriert habe (Übrigens benutzen nicht alle Designer einen Mac…). Die Geschichte hinter dem Design ist eine einfache Assoziationskette: Der Hulk ärgert sich über die französische Wendung „Wenn Du wütend bist, nimm einen Malabar“ (eine französische Kaugummimarke, Anmerkung der Redaktion). Das fand ich sehr witzig.

Designer des Monats: LeDuc

Welches Deiner Designs verkauft sich am besten bei Spreadshirt und warum? Hast Du dahingehend Tipps für andere Verkäufer und unsere Leser?

Ich glaube, das ist dieser nette kleine Teddy. Es ist immer schwierig, den Erfolg eines Designs zu erklären, aber bei T-Shirt-Illustrationen ist es oft so, dass die zugrunde liegende Idee meist eine simple Skizze ist, die nicht länger als eine Minute gedauert hat. Erst dann kommt die tiefere Botschaft dahinter. Die grafische Umsetzung und ästhetische Fragen stehen an letzter Stelle. Das ist ein bisschen frustrierend für einen Grafikdesigner, denn eigentlich ist das ja der kreativste Teil der Arbeit. Andererseits motiviert das hoffentlich diejenigen, die nicht gut zeichnen können, aber trotzdem gestalterisch tätig sein wollen. Wenn die Idee gut ist, wird sie sich durchsetzen.

Geniale Wortspiele wie „Prokaffeenation“ für das prokrastinierende Faultier zeigen Deinen feinen Sinn für Humor. Helfen Dir Deine Designs dabei, Deiner Umwelt stets mit einem Lächeln zu begegnen?

Leider stammt die Idee zu diesem Design nicht von mir, sondern von dem sehr talentierten Designer Zilone. Ich habe ihm eine Kollaboration vorgeschlagen, um dieses Design umzusetzen. Mit seiner Zustimmung habe ich den Text sowie einige grafische Anpassungen hinzugefügt und es in meinem Shop veröffentlicht. Wenn Du meine Freunde fragst, werden sie Dir sagen, dass ich ein ziemlich lustiger Typ bin. Zumindest gebe ich mir viel Mühe, einer zu sein.

Designer des Monats: LeDuc

Würdest Du uns zum Schluss ein schnelles Design entwerfen, das Dich und Deine Einstellung zum Leben besonders gut repräsentiert?

Glandeur

Sehr gern. Das Motto dazu könnte lauten: Auch wenn ich hart arbeite, gehe ich es letztlich doch sehr entspannt an.

Vielen Dank Olivier, dass Du Dir Zeit für unsere Fragen genommen hast. Wir freuen uns auf viele weitere Designs von Dir!
Neuigkeiten von Le.Duc gibt es übrigens auch auf seiner Facebook-Seite.

Noch mehr von diesem Designer

Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar