
Erzähl doch mal kurz wer Du bist und worum es in Deinem Shop so geht?
Hallo, mein Name ist Michaela und ich bin selbständige Grafikdesignerinn. In meinem Spreadshirt-Shop verkaufe ich fast hauptsächlich Motive, die im Zuge meines Zeichen-Blogs – und Twitter-Zeichnungen entstehen.
Wie bist Du auf die Idee gekommen – gab es eine Inspiration oder einen Anlass? Sind Deine Motive von Dir gestaltet oder von anderen Designern auf dem Marktplatz?
Die Initialzündung für den Spreadshirt-Shop ging von einem Twitter-Follower aus, der unbedingt eine Zeichnung, die ich von ihm angefertigt hatte, auf einem Shirt gedruckt haben wollte und so hab ich dann sein Motiv und nach und nach ein paar mehr der verbreitungswürdigen Motive in den Shop gestellt. Die Inspiration für die Zeichnungen entstehen durch die Menschen, die ich bei Twitter verfolge und die mich verfolgen und selbstverständlich ist alles selbst von mir gezeichnet. Lustigerweise ist alles im Original ziemlich krickelig in (fein gepunktete!) Notizbücher gezeichnet, wodurch meine Motive sehr roh aussehen. Ich finde aber, dadrin besteht der Reiz meiner Motive.
Wann hast Du Deinen Shop eröffnet?
Das weiß ich gar nicht mehr. Es fühlt sich an, als wäre ich nie ohne gewesen, aber so lange kann das alles gar nicht her sein. Eventuell ein Jahr.
Beschreib einmal wie es angefangen hat und wo Du jetzt stehst – investierst Du noch genauso viel Zeit wie am Anfang oder sogar noch mehr Zeit in Deinen Shop?
Gleich am Anfang hab ich sehr viele Motive online gestellt und sehr viel Arbeit investiert. Mittlerweile wird nur ab und zu eines auf Wunsch von begeisterten Blog-Lesern und Twitter-Followern online gestellt oder wenn Freunde durch meine Notizbücher blättern und unbedingt ein Motiv für sich wünschen. Der Shop ist eine runde Sache und einmal in Gang gebracht, läuft er in Ruhe vor sich hin. Ich mag das. Und ich mag es, dass die Zeichnungen nun nicht mehr in den Büchern vor sich hin vergammeln, sondern noch Freude verbreiten.
Wie war es, das erste Mal etwas zu verkaufen? Wann war das, was dachtest Du und wie fühlt es sich heute an?
Das war schön. ABER: Das erste Aha-Erlebnis hat man, wenn man mal jemanden auf der Straße sieht und dieser völlig fremde Mensch trägt ein Shirt mit meinem Motiv. Das ist grandios! Man schmunzelt denjenigen die ganze Zeit wie ein Honigkuchenpferd an und dieser wildfremde Mensch denkt wahrscheinlich man wäre komplett irre. Eine skurrile Erfahrung!
Verfolgst Du ein Ziel mit Deinem Shop – geht es um die Weltherrschaft, ein bissl Taschengeld oder eher um die Verwirklichung von Deinen Ideen?
Weltherrschaft natürlich! Ha ha! Nein – mit diesen Frauenfuss-Notizbuchzeichnungen erfreue ich im Grunde fast nur Twitter-Follower und Freunde, denn die meisten unbedarften Menschen werden die Zeichnungen eventuell als zu roh und zu grob empfinden. Ich mag aber das Skizzenhafte und ich finde es schön, dass es Menschen gibt, die meinen Humor teilen.
Was machst Du, um dein Ziel zu erreichen, wie vermarktest Du Deinen Shop? Reinvestierst Du vielleicht Deinen Gewinn in Marketingaktionen?
Ich twittere, googleplusse und facebooke alle neuen Motive.
Was machst Du beruflich oder ist die Arbeit im Shop sogar Deine Hauptbeschäftigung?
Sie ist reines Hobby. Meine normale Arbeit als Grafikdesignerin ist aber sehr ähnlich: ich werde tagtäglich dafür bezahlt, Monster und witzige Dinge zu zeichnen, Spiele und iPhone-Apps zu entwickeln, Comic-Filme zu zeichnen und zu animieren und das ist toll. Mein Hobby ist mein Beruf und das ist das beste, was einem passieren kann im Leben.
Was gönnst Du Dir von Deinen Spreadshirteinnahmen – die Miete, ab und zu einen Kinobesuch oder Urlaub oder gar den nächsten fahrbaren Untersatz?
Im Laufe des Jahres wandert alles in diverse Spendenaktionen.
Gibt es noch etwas, wovon Du vielleicht kurz erzählen magst, was wir vergessen haben zu fragen? Gibt es eine Besonderheit oder hast Du ein ganz spezielles Anliegen?
Ich finde es toll, dass Spreadshirt, Menschen dazu anregt, kreativ zu sein und eventuell schon ganz jungen Menschen das Gefühl dafür vermittelt, etwas eigenes aufzubauen – mal “ihr eigener Boss zu sein”. Ich hätte gute Lust auch mal einen Zeichenkurs für eine Schuklasse zu geben und alle dazu anregen, sich selbst ihre Wunschshirts zu basteln und eventuell ganz nebenbei ein Händchen für Wirtschaft, Marketing, Gestaltung und Kreativität zu entwickeln. Ich bin mir sicher, Spreadshirt inspiriert viele dazu, ihr eigenes Potential zu erkennen!
Hier geht`s zu Michaelas Notizen-Blog.
Und dies ist der Link zu Michaelas Spreadshirt Shop.





