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T-Shirts für den gehobenen Pöbel: Hannes Richert im Interview


Hannes Richert malt Comics für Zitty Berlin und Eulenspiegel. Lasst Euch beeindrucken von der Vielzahl an Inspirationsquellen, die er für die Gestaltung seiner Shirts nutzt! Vielleicht ist ja für den einen oder anderen auch was dabei?

Was hat dich inspiriert oder motiviert einen T-Shirt Shop zu eröffnen und seit wann betreibst du ihn?

Geld Geld Geld… ich brauche Geld! Schickt mir GELD! Ne, Quatsch. Doch. Oder? Ja. Ich zeichne seit gut einem Jahr Cartoons für Zitty Berlin und Eulenspiegel, mein Archiv ist riesig- ich will neue Märkte erschliessen!
T-Shirts sind relativ bekannt bei Menschen- (ca. 39% der Deutschen kennen T-Shirts), da dacht ich mir, auf den Zug spring ich auf und verkauf jetzt auch welche. Wenn demnächst Millionen schöner Menschen in der Bananenrepublik Deutschland meine Motive auf der Brust tragen, das wird ein schönes Gefühl sein! Außerdem freue ich mich natürlich, endlich Umsatz- und Gewerbesteuer zahlen zu dürfen.

Welches ist Dein Lieblingsmotiv und wie ist es entstanden?

Das wechselt täglich, aber selbstverständlich werde ich meine Meinung da immer den Verkaufszahlen von Spreadshirt anpassen. Auch die Marktwirtschaft hat einen Geschmack, und der ist nicht Schweinsbraten, sondern eher “Deutschlands frechster Arbeitsloser”. Dafür nochmal danke an die Bild-Zeitung, ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.

Woher kommen dir die Ideen für die Motive? Was inspiriert dich?

Schlimme Frage, aber ich versuchs mal. Zug fahren, Politik, Lukas Podolski, meine Nachbarn, Bier, Bildzeitung, der Hermannplatz, Gewerbesteuer, RTL 2, Freunde, Feinde, U-Bahn, Krankenhäuser, google, Karl-Theodor zu Guttenberg, das Job-Center-Neukölln, kleine Papierschnipsel, große Papierschnipsel, die Super Nanny, Polizisten die bei Demos gern mal bei uns in den Hof pinkeln, morgens früh aufstehen, Schnaps, spät ins Bett gehen, gar nicht ins Bett gehen, Kaffeetassen, Kinder, Erwachsene, Erwachsene die sich wie Kinder benehmen, Kinder die denken sie wären Tiere aber Geräusche machen als wären sie Fahrzeuge, Langeweile, Kneipen, auf dem Balkon sitzen, vom Balkon fallen, Kioske, mein Paketzusteller und natürlich meine Katze.. ne quatsch, die macht gar nix, sitzt nur rum und hilft nicht im Haushalt.

Wie viel Zeit investierst du in den Shop?

Wie man meinem Shop ansehen kann, eher wenig. Wird mehr werden, sobald ich endlich Gewerbesteuer zahlen darf.

Wie und wo vermarktest du den Shop und machst ihn bekannter?

Zur Zeit leider nur auf meiner Facebook Seite und über Mundpropaganda (mit Megafon auf dem Hermannplatz). Ach ja, und letztens hatte ich eine Interviewanfrage- das Ergebnis lest ihr gerade!


Was war dein größter Erfolg bislang (mit oder ohne Spreadshirt)?

Im großem und ganzem bin ich froh, dass ich meine Cartoons an den Mann bringen kann und Menschen zum Lachen bringe. Und natürlich das ich bald endlich Gewerbesteuer zahlen darf (Liest das Finanzamt eigentlich den Blog hier?). Hallo hört ihr mich..ich wünsche mir eine Steuerprüfung, ich kann das nicht alleine, sorry..

Hast du schon jemanden mit deinen T-Shirts rumlaufen sehen – den du nicht kanntest?

Leider nein, aber den Ersten den ich sehe werd ich unauffälig beneiden.

Was machst du hauptberuflich, oder sagen wir: wenn du nicht an deinem Shirtshop schraubst?

Ich bin Diplom-Designer, Schwerpunkt Medien, beschäftige mich aber im Moment eher mit Cartoons und dem Anfertigen meiner Steuererklärung.

Wenn du ein T-shirt wärst – wie würdest du aussehen?

Ich wäre wahrscheinlich ein ganz normales weisses T-Shirt, was ich aber leider irgendwo vergessen oder mit Bier bekleckert hätte.

Was wolltest Du schon immer mal gefragt werden und was ist die Antwort?

Was ich gefragt werden will: Sehr geehrter Herr Richert, würden Sie gerne Till Mette mit seiner wöchentlich Cartoon Seite im Stern ablösen?

Was ich antworten würde:
Wer zum Teufel ist Till Mette? Aber ok, ich machs.

Hier geht`s direkt zum Hannes Richert T-Shirt Shop.

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