Wie vor Ostern in unserem Blog angekündigt, fand am Donnerstag die Etsy und CUT Party in Berlin statt.
Etsy hat es sich in einem Hinterhof in Berlin Kreuzberg so richtig schön gemacht. In diesen Hinterhof haben die beiden Veranstalter bereits um 20 Uhr zur Festlichkeit eingeladen.
Es war zwar bereits dunkel, als ich um 23 Uhr ankam, aber die drei Räume im Erdgeschoss, die für die Feier geöffnet waren, versprachen viel. Der größte Raum fungierte als Bar und Tanzbereich, in dem gute Musik lief und man Becks Gold für umsonst konsumieren konnte.
Und da die Party unter dem Motto „Do-It-Yourself“ stand, wunderte es mich nicht, dass es zu dem gratis Bier auch gratis Pappschnurrbärte gab, die man auf die Flaschenhälse packen konnte. Und wenn man trank sah es so aus, als ob man eben einen Bart tragen würden. Das nur als kleine atmosphärische Einstimmung des Gesamtabends.
Weil der Bar- und Tanzbereich zu dem Zeitpunkt noch ziemlich leer war, ging ich wieder in den Hinterhof und sah dafür aber in den anderen Räumen reges Treiben. Anstelle von Saufgelagen und tanzwütigen Menschen, saßen die Leute um einen langen Tischen. Auf diesem Tisch standen Unmengen von Utensilien – Perlen, Schnurrollen, Draht – und die Menschen bastelten. Ich fand das dahingehend interessant, dass überhaupt gar kein Gefühl von Unruhe oder Langeweile aufkam. Ganz im Gegenteil: Die Hipster aus Berlin saßen wie versunken an diesem Tisch, widmeten sich ihren künstlerischen Werken und bastelten. Sie bastelten Ketten, Broschen, Ringe und alles, was sonst noch möglich war, und da war so einiges möglich.
Auch nach Mitternacht war der Bar- und Tanzbereich immer noch nicht wirklich voller. Da ich nun nicht der riesen Bastelfreund bin, war ich daher tatsächlich verblüfft, dass keine übliche Partystimmung aufkam, das Motto der Feier “Do-It-Yourself” aber dafür Programm machte. Und für diesen stehen Etsy und Cut ja mit ihrem Namen und das ist eigentlich schon ne Menge Wert.
Und zudem ist es auch mal schön zu sehen, was Gründonnerstag kurz vor Mitternacht in Berlin noch so gehen kann, außer den klischeehaften Elektropartys.
Das schöne Bild haben wir von “Beck’s Gold Urban Experiences” via flickr.



