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Wie gut ist Spreadshirts Digital Direktdruck?

Diese Frage wird mir vor allem immer wieder von Freunden und Bekannten gestellt, die in Sachen Textilveredelung normalerweise auf klassischen Siebdruck setzen, weil ihre Designs per Flex oder Flock nicht oder nur bedingt umzusetzen sind.

Wie gut also ist unser digitaler Direktdruck? Ich habe den Test gemacht und eine Illustration eines befreundeten Diplomdesigners per DD auf Shirt bringen lassen.

Die Vorlage (s. links) war eine RGB JPG-Datei mit einer Auflösung von 120dpi. Sie entsprach also Spreadshirts Anforderungen für den Druck von Pixelgrafiken.

Als Shirt habe ich ein weißes Standard-T-Shirt von American Apparel in der Größe L verwendet.

Der Preis für das selbstgestaltete Shirt lag samt Druck bei 24,40.- EUR (exklusive Versandkosten).

Gedauert hat de Produktion wie üblich 48 Stunden – drei Tage nach Bestellung hatte ich das Shirt auf dem Schreibtisch.

Wie sah das Ergebnis aus?

Gut bis sehr gut. Ich war als überzeugter Siebdruck- und Plott-Fan sehr positiv  von der Qualität des Direktdrucks, der vor allem für Illustrationen geeignet zu sein scheint, überrascht:

Die Größe des Druckbereichs ist mit bis zu 38,5 cm x 48,5 cm enorm.

Die Haptik des Drucks ist ähnlich der von Siebdruckmotiven, die mit wasserbasierten Farben aufgebracht werden, sehr angenehm. Der Druck wird – im Gegensatz zum digitalen Transfer-Druck – mit dem Stoff eins.

Das führt allerdings auch dazu, dass das Motiv – bedingt durch die Grammatur des Shirts – eine dezente aber nicht störend auffallende Unschärfe aufweist.

Mit der Farbwiedergabe war ich auch zufrieden – auch wenn manche Töne nicht ganz so brilliant rüberkommen wie in der Vorlage und minimale Abweichungen bzgl. einiger Farbtöne (das Gelb hat einen leichten Grünstich) auftraten.

Dafür sind die Farbverläufe – die zum Beispiel beim Siebdruck nicht immer leicht umzusetzen sind – super geworden.

Gewaschen habe ich das Shirt bis dato noch nicht – rechne aber mit einem klaren Kontrastverlust bei den ersten Wäschen.

Nichtsdestotrotz ist der Digital Direktdruck super für den T-Shirt Druck geeignet, wenn man schnell und einfach Pixelgrafiken auf T-Shirts bringen möchte. Ich denke, dass ich in Zukunft den Digital Direktdruck vor allem regelmäßig nutzen werde, um Samples von Shirts zu erstellen, die ich bei ggfs. anschließend siebdrucken lasse.

Wie setzt Ihr Digital Direktdruck ein bzw. was sind Eure bisherigen Erfahrungen?

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15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Habe erst vor knapp einer Woche meinen kleinen Shop eröffnet und natürlich sofort zwei meiner eigenen Tops gekauft. Das Erste, ein schwarzes Skelett auf weißen Hintergrund, war super. Jedoch das Zweite, ein semi realistischer schwarz-grauer Wolf auf schwarzen Hintergrund, ließ sehr zu wünschen übrig. Es fehlen Details und Farben. Insgesamt ist es viel zu dunkel und sieht verwaschen aus! Habe es natürlich reklamiert. Mit dem Ergebnis, dass die Nachsendung ebenfalls so aussieht. Jetzt frag ich mich ob ich das Motiv herausnehmen soll? Ich fänd‘s echt schade, aber Käufern will ich das auch nicht zumuten.

    Ich bin sehr enttäuscht und frage mich, was nun bei meinen anderen Motiven ist.

  2. Hallo Leute,

    jetzt muss ich mich mal einmischen.
    Ich habe eine Textildruckfirma.
    Mir wird ja immer wieder schlecht, wenn ich so im Internet lese, was Leute über den Digitaldruck berichten. Hier ist das ähnlich.
    Immer wieder höre ich, dass man mit dem Digitaldruck nicht auf schwarze oder dunkle Shirts drucken sollte oder zumindest die Qualität zu wünschen übrig lässt. Das ist totaler Quatsch. Wir haben unsere Maschine Seit fast 2 Jahren und drucken auf hellen und dunklen Textilien, sogar auch auf Pullover Jacken u.ä. (ja das geht). Bis jetzt hatten wir noch nie Probleme, dass irgendwas nach dem Waschen ab geht oder der Druck schlecht ist. Wenn der Druck nicht gut ist liegt es meistens an der Zuarbeit der Kunden, die die Bilder entweder zu klein oder in einer schlechten Auflösung schicken. Ich habe immer das Gefühl, dass die Leute sich eine Maschine kaufen und sich vom ersten Tag an super Ergebnisse erhoffen. Um so eine Maschine zu bedienen gehört viel Geduld. Das war bei uns nicht anders. Aller Anfang ist schwer.
    Wenn man damit nicht zufrieden ist, liegt es meistens an der Datei oder an den Leuten, die diese Maschinene bedienen.

  3. Also Ich habe bis jetzt schon mehrere T-shirts, in schwarz mit einem Logo bedrucken lassen, die Farben kommen zwar etwas blasser rüber wie im Orginal, das kann man aber dadurch umgehen, dass man einfach die helligkeit hochstellt. Farbübergänge echt super kontrast is gut erhaltengeblieben, des T-shirt war schwarz, das logo mit den Farben blau, weiß mit allen nur erdenglichen Übergängen. Selbst nachdem ich das T-shirt schon über ein halbes Jahr im Einsatzt habe, so im Monat 5-8 mal im Einsatz (Tragen und Waschen) sind alle Farben noch gut erkennbar, und nicht wirklich stark “ausgebleicht” also ich bin mehr als zufrieden mit dem Druckverfahren. Würde mir nur wünschen, das es bald auch Pullover mit dem Verfahren zu bedrucken gibt, im Winter nur mit T-shirt rumlaufen ist irgendwie kalt 😉 macht weiter so und behaltet die Qualität bei.

    (Habe bis jetzt ca. 10 gleiche T-shirts erhalten alle genau identisch, keine Tintenspritzer und keine schiefen Sachen drauf)

    Also für Logos mit Farbübergängen und mehreren Farben ist Digital Direktdruck wirklich super!

  4. Habe jetzt 3 Versuche via Spreadshirt gestartet (American Apparel-Shirt in black als Basis). Ergebnis: Das erste war OK (weiß auf schwarz), und hat bisher 4x waschen ganz gut überstanden. Die beiden 2. Versuche waren allerdings großer Mist: Bild (wieder weiß) war schief, schon von vornerein unscharf, und über all waren Tintenspritzer verteilt; da ich selbst aus der Grafik- bzw. Kunstecke komme, hatte ich diese Version als “unfreiwillige Druckerkunst” bei mir einsortiert. Der 2. Druck, diesmal rot auf schwarz, hat genau 1x waschen gehalten – danach war alles zu 60% verschwunden.
    Immerhin, American Apparel als Basis war wenigstens ein Vorteil in Sachen Stoffmaterial…

    Fazit also:
    Digitaler Direktdruck ist OK als schnelle Lösung für Einweg-Shirts (Firmenfeste, Geburtstage, o.ä.), aber nix, was 2-3x waschen übersteigt. Wer’s richtig machen will, nimmt eben das gute alte Siebdruckverfahren…

  5. um es ganz ganz kurz zu machen: ja. 🙂
    lange version: natürlich gibt es einen “know how transfer”, und wir profitieren davon, dass die USA früher damit angefangen haben. aber manhe sachen sind nicht einfach so 1:1 übertragbar, und ein wesentlicher bestandteil ist auch die skalierung – wir wollen ja nicht nur die qualität gewährleisten, sondern auch die geschwindigkeit. daher können wir das hier in europa nur stückweise “hochfahren”.

  6. Nachdem es den Druck bei den Amis schon länger gibt, könnt ihr von dort nicht einfach die Technik und das KnowHow übernehmen? Sollte ja kein Problem sein sich da zusammenzuquatschen, ist ja immerhin die selbe Firma. Oder stell ich mir das jetzt zu einfach vor?

  7. Also DD als Druckart gibt es in Amerika tatsächlich schon länger als hier. Auch für alle Shop Betreiber und auch auf dunklen Textilien, ja. Man kann sich – wie ich gerade erfahren habe – als deutscher Partner aber schonmal auf ne Warteliste für DD setzen lassen. Einfach ne Mail mit der Partner- und Shop-ID an partner[at]spreadshirt.net (Shop ID) senden.

  8. Gibts den Druck bei den Amis nicht schon seit längerem (für JEDEN Shoppartner)? Auf auch dunklen Shirts?

  9. Hi Moritz. Hab das Shirt für Promo-Zwecke erstmal nach Berlin geschickt… Sobald ich es wieder in meinen Händen halte, werde ich es natürlich aber auch mal waschen und Euch über das Ergebnis informieren. Bzgl. der Ausweitung der Kapazitäten kann ich aktuell keine verlässlichen Infos geben. Aber hier im Blog werdet Ihr es als erstes erfahren, sobald wir wieder Partner aufnehmen.

  10. Hallo Tobias,
    wäre super, wenn du berichten könntest, wie sich das Shirt nach ein paar Wäschen aussieht. Plant ihr eigentlich eure DD Kapazitäten bei Spreadshirt in näherer Zukunft zu erweitern?
    Gruß Moritz.

  11. Hi Marcel.
    Sorry, aber aktuell nehmen wir keine zusätzlichen Shop Partner für DD auf. Sobald wir wieder Kapazitäten haben, sag ich Dir aber umgehend Bescheid.

  12. Ich bin selbst im Textildruck tätig und habe mich in letzter Zeit viel damit beschäftigt. Fazit bislang: auf hellen Textilien super, gerade die Schärfe der Drucke. Auf dunklen ein einziger Kampf. Die Spreadshirt-Maschine lässt ja anscheinend nur Drucke auf hellen Shirts zu, ich arbeite mit einem Modell, das auch auf schwarzen Textilien drucken soll, also erst eine weiße Grundierung aufdruckt (wie im Siebdruck) und dann die Farben aufträgt. Die Ergebnisse sind mau und weisen immer wieder Fehler auf (Streifen, verschwommene Stellen, Farbabweichungen)…

  13. Ich wollte letztens den Kram auch mal testen, (eben weil diese Begrenzung auf drei Farben bei vielen Dingen eher hinderlich ist)allerdings habe ich keine möglichkeit gefunden, wie ich an den Kram drankomme.

    Was genau muss ich machen, damit ich DD nutzen kann? Im Forum heißt es, dass ich eine Mail an sonstwo schicken muss, mit demunddem Betreff und mein Shop dann dafür freigeschaltet wird und tralala.

    Hülfe! :/

    (Ne Suchfunktion wäre sooo gut. 😉