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Designer des Monats: Jane Bond

Designer des Monats: Jane Bond

Ihr Name ist Bond, Jane Bond. Unsere Designerin des Monats hat für jeden Anlass das richtige Design. Erfahre mehr über sie und ihre Erfahrungen als Designerin bei Spreadshirt.

Name: Yasemin Stahl

Alter: 45

Lebt in: Hamburg

Beruf: Makeup Artist/Fotodesign

Software: Photoshop

Hardware: Canon EOS 5D Mark IV/Wacom Tablet

Bei Spreadshirt seit: 2011

Deine Designs sind unheimlich abwechslungsreich. Du hast Letterings, lustige Sprüche, aber auch sehr grafische Designs sowie Fotocollagen im Sortiment. Wie kommt es zu dieser Vielfalt?

Das hat mit meinem beruflichen Werdegang zu tun. Ich habe als Makeup Artist für Film, Fernsehen und Fotoshootings angefangen. Im Laufe der Zeit hat sich mein Schwerpunkt in Richtung Fotografie verschoben. Advertising, Beauty und Porträt waren und sind dabei meine Lieblinge. Durch diese Arbeit durfte ich mit vielen verschiedenen Menschen und Abteilungen am Set zusammenarbeiten. Ich habe mir vieles angesehen, gelernt und mich inspirieren lassen. Zum Beispiel haben Menschen, die die Ausstattung am Set machen, ein besonders gutes Auge für Strukturen, Muster und Haptik, Beleuchter am Filmset sind häufig tolle Lichtkünstler usw. Ich habe von jedem Set ein kleines Stück für mich mitgenommen, etwas, was mich begeistert hat.

Nach einer gewissen Zeit habe ich angefangen, mich für Kamera und Lichttechnik zu interessieren. Ich wollte verstehen, warum das Makeup, welches ich gemacht habe, trotz gleichbleibender Qualität bei dem einen Fotografen nachher besser aussieht als bei dem anderen. Dadurch kam ich auf Fragen wie: Wie funktionieren eigentlich die Kamera und das Licht? Was passiert in der Bildbearbeitung? Ich habe schließlich angefangen mit Photoshop zu arbeiten. Mit dem dazugewonnenen Wissen konnte ich den Fotografen besser zuarbeiten.

Irgendwann hatte ich so viel Wissen und Erfahrungen gesammelt, dass ich das Bedürfnis bekam, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen. Über Fotoassistenzen habe ich mir nochmal viel Input geholt und dann ging es auch schon los. Design kam erst später hinzu.

Ich denke, die Summe all dieser Dinge macht die Abwechslung bei mir aus.

Wie bist Du auf Spreadshirt aufmerksam geworden?

Von Spreadshirt erfuhr ich durch einen befreundeten Künstler. Er nutzte damals einen Spreadshop für seine Webseite, um kleinere Werke auf T-Shirts anzubieten. Ich wollte das auch ausprobieren und jetzt bin ich schon seit vielen Jahren dabei.

Du hast viele Designs, in denen sich verschiedene Bilder überlagern. Wie entstehen diese Arbeiten?

Ich liebe Doppelbelichtungseffekte schon immer. Dem Endergebnis geht eine Zeichnung oder ein Foto, also irgendein Basic voraus. Bisher habe ich noch nicht so viel produziert, Doppelbelichtungseffekte sind für mich daher noch Neuland. Ich lerne. Das ist das Schöne: Das Lernen hört nie auf.

Poster sind relativ neu bei Spreadshirt. Du bist gleich auf den Zug aufgesprungen. Deine positiven Messages eignen sich auch besonders gut für Poster. Hast Du selbst viele Motivationsposter bei Dir zu Hause?

Wir haben zu Hause eine Mischung aus Motivationspostern, Illustrationen und Fotografien an den Wänden. Ich finde Poster mit Zitaten oder Sprüchen im Alltag sehr schön. Sie können als eine Art Mantra funktionieren, eine bestimmte Stimmung verbreiten….

Ich habe an meinem Schreibtisch rechts neben dem Monitor ein Bild mit dem Zitat: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“ Wenn ich nicht weiterkomme, schweift mein Blick immer nach rechts ab. Dort hängt jetzt dieser Spruch und schubst mich in eine andere Blick- und Denkrichtung. Auf einem sehr minimalistischen typografischen Design in meinem Sortiment steht: „DO NOTHING FOR 15 SECONDS.“ Ich habe es aufgehängt und getestet, bevor ich es hochgeladen habe. Es funktioniert! Jeder bleibt stehen und hält einen Augenblick inne. Ich finde, das ist eine gute Art zu entschleunigen, zum Beispiel, wenn man nach einem langen Tag nach Hause kommt.

Und dann gibt es Tage, an denen stehe ich auf und fühl mich so: „HURRA!“ Da will ich der Welt etwas davon abgeben und lasse dann ganz gern mal einen Spruch in Posterform vom Stapel.

Wie viele Designs machst Du ungefähr in der Woche? Und wie viele Deiner Entwürfe landen bei Spreadshirt zum Verkauf?

Das ist sehr unterschiedlich und hängt davon ab, wie viel ich gerade mit meiner Fotografie zu tun habe. Wenn ich es schaffe, ein paar Designs die Woche hochzuladen, ist das schon gut. Ich würde aber gerne mehr schaffen.

Manchmal brauche ich nur ein bis zwei Stunden für ein Design und manchmal arbeite ich ewig an einer Idee. Die Tinte, die ich unter Wasser fotografiert habe, war zum Beispiel sehr aufwendig: Aquarium befüllen, einleuchten, Farben anmischen und permanent das Wasser auswechseln. Das Fotografieren war da der kleinste Part. Aus drei Wochen intensiver Arbeit sind lediglich drei Designs rausgesprungen. Aber das Endergebnis hat mich wirklich glücklich gemacht und ist schön für mein Portfolio!

Du hast einen amerikanischen, einen EU-weiten sowie einen deutschen Showroom bei Spreadshirt. Verrätst Du uns, wo welche Designs am besten ankommen?

Allgemein verkaufen sich meine Designs mehr in Europa bzw. in Deutschland. Mir fehlt einfach das Gespür für den amerikanischen Markt. Die Amerikaner ticken ganz anders als Europäer.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, die deutsche Sprache bei der Gestaltung nicht aus den Augen zu verlieren. Eine alte Freundin von mir lebt in Houston, Texas und hat mich im Sommer in Hamburg besucht. Als wir gemeinsam nach Souvenirs in deutscher Sprache gesucht haben, war das gar nicht so einfach etwas zu finden. Vieles ist mittlerweile auf Englisch – auf Kaffeebechern, T-Shirts… Sie meinte, das war vor 6 Jahren, als sie das letzte Mal in Deutschland war, nicht so geballt. Ich selbst hatte das im Alltag gar nicht so sehr registriert. Man gewöhnt sich an solche langsamen Veränderungen. Die Geschichte mit meiner Freundin habe ich mir für meine Designs gemerkt.

Wie stark nutzt Du Instagram oder andere Social-Media-Kanäle, um Deinen Showroom bekannter zu machen, und was sind Deine Erfahrungen?

Um ehrlich zu sein, nutze ich Social Media weniger als ich vermutlich sollte. In Zukunft möchte ich das besser machen. An meinem PC ist ein Post-it, da steht: „GEH AUF INSTA!“ Instagram und Pinterest mag ich, es sind aber auch üble Zeitfresser. Schwuppdiwupp sind zwei Stunden rum, deswegen schleiche ich häufig eher drum herum.

Woran orientierst Du dich bei der Preisgestaltung Deiner Designs?

Ich mache es mir da sehr einfach und halte mich meistens an die von Spreadshirt empfohlenen Preise.

Welche drei Tipps würdest Du frischen Designern auf Spreadshirt geben?

Erstens: Probier dich aus und gib nicht zu schnell auf! Ein Marathon ist schöner als ein Sprint. Zweitens: Trau dich, deine geistigen Ergüsse in die Welt hinauszuposaunen. Hab Mut! Und als letztes: Nur weil etwas sich nicht verkauft, heißt das noch lange nicht, dass es nicht gut ist.

Nun noch eine Frage zu Deinem Namen. Jane Bond ist bestimmt an James Bond 007 angelehnt – Wie kamst Du auf diesen Namen und welche Bedeutung hat er für Dich?

Am Abend, bevor ich mit dem Verkauf meiner Designs auf dem Spreadshirt Marktplatz anfing, hatte ich den letzten James Bond gesehen. Der war noch total gegenwärtig und so fiel mir der Name Jane Bond ein. Jane Bond steht für Spaß und Freude und soll Farbe in den Tag von Alltagsheldinnen und -helden bringen.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ein sehr gutes Intervew von Jane BOND, fürmich eine Designerin, deren Können auf sehr viel Berufserfahrung, vorallem hoch interessante Berufstätigkeit , tolle Querverbindungen,Artist Bereich Fotografie,Licht Gestaltung,ec.daß
    Toll. In ihrem Gesamtdesign wiederspiegelt, diese Designerin weiß wovon sie spricht, sie ist einfach ohne SCHNICK SCHNACK so überzeugend, EINFACH KLASSE,,,,,!!!!!!!

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