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Im Gespräch mit c0y0te7 Zum Design Brick Ception

Im Gespräch mit c0y0te7

"Ich mag es, wenn die Designs eine Geschichte erzählen, die der Betrachter sich mit seiner Vorstellungskraft erarbeiten muss."

Comics, Zeichentrickserien und James Bond – eine spannende Mischung, die Patrick Zédouard alias c0y0te7 zu seinen vielfältigen Designs inspiriert. Als Designer des Monats November hat er uns im Interview erzählt, wie er die popkulturellen Einflüsse aus seiner Kindheit und Jugend erfolgreich in spannende Bildwelten umsetzt.

c0y0te7, Du bist unser Designer des Monats November. Glückwunsch! Erzähle uns doch kurz, wer Du bist und woher Du kommst.

Hallo, ich heiße Patrick Zédouard und arbeite als visueller Künstler unter dem Namen c0y0te7. Ich lebe im französischen Taverny, einer kleinen Stadt in der Nähe von Paris. Meine digitalen Zeichnungen entwerfe ich hauptsächlich als Druckvorlagen für verschiedenste Materialien. Daneben zeichne ich auch ganz klassisch und entwickle Animationen. Ich habe von klein auf immer leidenschaftlich gern gezeichnet und probiere ständig neue künstlerische Möglichkeiten und Techniken aus.

Designer des Monats: c0y0te7
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Hat Dein Künstlername c0y0te7 eine tiefere Bedeutung? Inspirieren Dich Kojoten besonders?

Mein Nickname war ursprünglich vom Kojoten aus der Zeichentrickserie „Road Runner“ inspiriert. Ich benutzte ihn in Chats, Foren und für Online-Spiele. Da „Kojote“ aber immer ein sehr häufig benutzter Name war, habe ich ihn leicht abgeändert, indem ich James Bonds 007 ins Spiel brachte. So entstand c0y0te7. Seither benutzte ich diesen Namen als Signatur für meine Zeichnungen und Designs.

Als Kind fand ich den Kojoten aus „Road Runner“ faszinierend. Ich mag diesen simplen Humor und die plötzlichen Wendungen in der Handlung. Der Kojote entwickelte ständig neue ausgeklügelte Gerätschaften und das färbte auf mich ab: Ich bastle mir neue Spielzeuge aus meinen vorhandenen Sachen oder einfach aus Kartons und Plastik. Wie beim Kojoten war das Ergebnis nicht immer befriedigend, aber das hat mich nicht daran gehindert weiterzumachen. Diesen Ansatz, mit schon vorhandenen Mitteln nach neuen Lösungen zu suchen, verfolge ich bis heute. Daraus sind schon einige mehr oder weniger verrückte Ideen entstanden.

Letztlich verbindet c0y0te7 zwei Figuren, in deren Abenteuern überraschende Erfindungen und Gadgets eine große Rolle spielen. Der Kojote steht dabei eher für meine humorvolle Seite, während 007 die seriösere Seite repräsentiert. Das ist wie ein Codename.


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Trotzdem zeigt keines Deiner Designs einen Kojoten, abgesehen von Deinem Logo. Wie kommt’s?

Mein Ziel ist gar nicht so sehr, mit dem Namen oder Logo auf meinen Produkten eine Marke zu etablieren. Ich sehe das eher aus der künstlerischen Perspektive: Meine Zeichnungen sollen die Aufmerksamkeit des Publikums mit Humor und Poesie gewinnen. Vielleicht wird der Kojote in einem meiner nächsten Designs auftauchen. Aber konkrete Pläne habe ich diesbezüglich gerade nicht.


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Ist die 7 zu Deiner Glückzahl geworden?

Sagen wir eher, ich habe sie lieb gewonnen. Ich nehme sieben Stücke Zucker in meinen Kaffee, begrüße Freunde mit sieben Wangenküssen, klopfe sieben Mal an die Tür, mache von jedem meiner Designs sieben verschiedene Versionen und so weiter. Nein, kleiner Scherz. Ich trinke gar keinen Kaffee.

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Für Deine Designs scheint die Popkultur eine große Inspiration zu sein. Es gibt Anspielungen auf Fernsehserien, Videospiele, Mangas, fiktive Figuren… Hast Du spezielle Auswahlkriterien, wer oder was abgebildet wird?

Meist sind das kulturelle Referenzen, die mir spontan in den Sinn kommen. Mangas haben mich stark beeinflusst und sind der Ursprung meiner Leidenschaft fürs Zeichnen. Science-Fiction, Fantasy, Poesie, Humor, Videospiele – ich zeichne zu den Themen, die mir gefallen. Gleichzeitig sollen sie natürlich auch ein Publikum ansprechen. Dafür schlage ich auch gern mal nostalgische Töne an. Oder ich beziehe mich auf aktuellere Themen der Popkultur. Auf eine ganz bestimmte popkulturelle Referenz bin ich aber nicht festgelegt, sondern beschäftige mich gern mit den unterschiedlichsten Themen.

Zu neuen Designs motiviert mich vor allem die Lust, eine interessante Idee umzusetzen oder einen neuen grafischen Stil auszuprobieren. Ich mag es, wenn die Designs eine Geschichte erzählen, die der Betrachter sich mit seiner Vorstellungskraft erarbeiten muss. Das hat eine ganz besondere Magie.

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Die meisten Deiner Designs tragen englische Titel. Erhöht das die Verkaufschancen?

Ich versuche natürlich meine Designs für ein internationales Publikum zu entwerfen. Da passen englische Titel am besten. Manchmal kommt es aber auch vor, dass der Design-Name mit dem Konzept des Motivs verbunden ist. Dann übersetze ich ihn ins Französische.

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Skizzierst Du Deine Designs mit Bleistift, bevor Du sie digitalisierst? Mit welcher Software arbeitest Du? Und wie zeichnest Du generell lieber: auf Papier oder auf dem Bildschirm?

Ich entwickle meine Designs zunächst auf Papier, um die Grundidee und verschiedene visuelle Elemente festzuhalten und herum zu experimentieren, wie sie am besten zusammen passen. Die Skizzen sind eher klein, vielleicht um die drei Zentimeter. Das ist eine sehr visuelle Phase. Oft schreibe ich auch einfach nur den Titel eines möglichen Designs auf und stelle mir vor, wie es aussehen wird. Sobald ich mit dem Konzept zufrieden bin, zeichne ich es direkt auf dem PC. Ich benutze dazu meistens Adobe Photoshop CS6 und ein Wacom Bamboo Fun Grafiktablett.

Für den T-Shirt-Druck entwickle ich alle meine Designs mit getrennten, lichtundurchlässigen Farben und Halbton-Hintergrundfarben für die Abstufung. Das erleichtert den Druck und sieht einfach toll aus auf dem Stoff. Außerdem sind die .png-Dateien dann nicht so groß. Dadurch geht das Hochladen schneller und die Auflösung ist auch besser.

Wie bist Du eigentlich auf Spreadshirt aufmerksam geworden?

Ich nehme regelmäßig an verschiedenen Design-Contests für T-Shirts teil. Über andere Designer habe ich so Spreadshirt entdeckt. Ich habe es einfach ausprobiert und bin dabei geblieben. Die Druckqualität und der Service sind wirklich gut.

Kannst Du vom Verkauf Deiner Designs leben? Oder gehst Du noch einer anderen beruflichen Tätigkeit nach?

Ich bin ein unabhängiger Vollzeitkünstler. Es gibt im Moment einfach unheimlich viele Möglichkeiten sich kreativ auszuleben. Und das ist auch Seiten wie Spreadshirt zu verdanken.

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Zum Schluss: Welches Deiner Designs charakterisiert Dich selbst am treffendsten?

Das ist schwierig. Eigentlich ist es nicht nur ein einziges Design. Je nach Stimmung passt ein witziges, ein ernsteres, ein träumerisches oder ein verrücktes. Hier je ein Beispiel:

Racine Carrée (Quadratwurzel) : Ein geschicktes Wortspiel
July 1969 : Traum und Humor kombiniert
Draw or Die : Meine ernste Seite
Lost Anchor : Ein grafisches Experiment

Vielen Dank Patrick! Wir freuen uns auf viele weitere Designs von Dir.

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