Von Zeit zu Zeit stellen wir Euch an dieser Stelle erfolgreiche, originelle oder beachtenswerte Shops und ihre Betreiber vor. Diesmal haben wir mit Jan Grimmelt von „Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt“ gesprochen. Im Interview verrät er, warum es ihm diese Berufsgruppe besonders angetan hat und weshalb auch Erzieherinnen und Reiterinnen viel mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Dein Shop beschäftigt sich mit „Dingen, die eine Krankenschwester nicht sagt“. Wie kommt man auf so eine Idee und warum?
Die Idee entstand eigentlich für Facebook. Es gab damals im deutschsprachigen Facebook einen Trend, Seiten nach diesem Muster zu eröffnen. Ziel war immer die ironische Auseinandersetzung mit den Inhalten und Problemen bestimmter Zielgruppen. Solche Seiten entstanden nicht nur für Berufsgruppen, sondern auch für viele Städte und deren Einwohner. Ich war schon vorher als Betreiber von Facebook-Seiten aktiv und bin auf den Zug aufgesprungen. Auf Krankenschwestern fiel die Wahl, da es eine gut zu umgrenzende Zielgruppe ist und noch keine Seite zu dem Thema existierte.
Aus welchem Grund hast du gerade bei Spreadshirt einen Shop eröffnet?
Ehrlich gesagt habe ich nicht aus Spaß damit angefangen, sondern vielmehr die recht guten Provisionen vor Augen gehabt, und dass Spreadshirt so umfassende Aufgaben für mich übernimmt. Spreadshirt erschien mir als der seriöseste und bekannteste Anbieter für den On-Demand-Druck von Kleidung.
Woher nimmst Du Deine Ideen? Sprichst Du aus eigener Erfahrung?
Ich studiere und habe mit der Gesundheitsbranche höchstens als Patient zu tun. Die Sprüche werden mir auf der der Facebook-Seite als Ideen zugeschickt. Mit der Zeit habe ich aber auch ein Gefühl dafür entwickelt, was den Nerv der Leute trifft und was man posten kann. Mittlerweile denke ich mir die Inhalte daher selbst aus.
Mehr als 100.000 Leuten gefällt Deine Facebook-Seite bereits. Wie hast Du das geschafft?
Die Konzentration auf eine sehr begrenzte Zielgruppe ist ein wichtiger Faktor. Natürlich kann man Inhalte posten, die eine breitere Masse erreichen, kurzfristig mag das die Fan-Zahlen erhöhen. Diese Fans sind allerdings auch weniger treu, interagieren weniger mit der Seite und taugen nicht als Zielgruppe für Shirt-Verkäufe. Darüber hinaus muss die Seite einfach mit guten Inhalten gefüllt sein und kontinuierlich betrieben werden. Die Fans kommen dann in der Regel von ganz alleine.
Wer sind Deine Fans?
Größtenteils angehörige der Berufsgruppe. Zu neunzig Prozent Frauen und fast alle zwischen 18 und Mitte Dreißig. Eigentlich die ideale Zielgruppe für Werbung jeglicher Art.
Wie machst Du auf Deinen Shop aufmerksam?
Lediglich über meine Facebook-Seite und den Spreadshirt-Newsletter, der automatisch verschickt wird.
Was ist Dein nächstes großes Ziel?
Bereits im letzten Jahr habe ich einen weiteren Shop über Erzieherinnen eröffnet. Das Konzept dahinter ist eine exakt gleich aufgebaute Facebook-Seite. Zum kommenden Weihnachtsgeschäft werden zwei weitere Shops an den Start gehen. Einmal „Dinge, die eine Reiterin nicht sagt“, wieder mit selbigem Konzept. Außerdem eröffne ich erstmals einen Shop mit etwas anderem Konzept, der mehr Jugendliche anspricht. Die entsprechende Facebook-Seite mit ihrer Reichweite habe ich dafür angemietet. Generell ist eine große Facebook-Seite die beste Basis. Langfristig bin ich deshalb immer auf der Suche nach guten Seiten, die man erwerben kann oder nach Investitionspartnern, mit denen man gemeinsam einen Shop eröffnen könnte.
Und zu guter Letzt, was ist Dein persönlicher Lieblingsspruch aus der Kategorie „Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt“?
Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht so beantworten. Gut gefallen mir gereimte Sprüche, beispielsweise „Wer anderen einen Katheter legt, hat ein Katheterleggerät“. Ohne entsprechendes Fachwissen muss man aber glaube ich nicht so schmunzeln.
Habt Ihr auch einen Lieblings-Krankenschwesternspruch? Oder kennt Ihr noch ganz andere Beispiele, die ihr besonders witzig findet? Lasst es uns wissen – in einem Kommentar unter diesem Artikel.




Wenn das Hochzeitskleid wirklich nichts taugte, konnte ich immer noch in den sauren Apfel beißen und die teure Alternative kaufen.