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Meet A Spreader: Product Owner Mareike Gödemann

Es ist mal wieder Zeit für eine neue Runde Meet A Spreader. Diesmal ist Mareike an der Reihe. Vor 3 ½ Jahren hat sie als eine von damals zwei Product Ownern begonnen. Seit dem hat sich viel getan bei Spreadshirt. Im Interview erklärt sie, worauf es beim Product Management ankommt, wie sich ihre Arbeit bei Spreadshirt verändert hat und was sie täglich motiviert.

Doch fangen wir von vorn an. Kannst Du dich zuerst kurz vorstellen? Wo kommst Du her und wie kamst Du zu Spreadshirt?

Wie weit geht man da zurück? Ursprünglich komme ich aus der Nähe von Potsdam. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Design studieren und bin nach Köln gegangen, um ein Praktikum in einer Werbeagentur zu machen. Dort habe ich zum ersten Mal Websites gebaut und fand das alles ganz toll, was für Möglichkeiten man digital hat. Darum habe ich mich als Plan B dann für den Studiengang Online Medien in Furtwangen beworben. Das war damals so der einzige Studiengang, der sich auf das Medium Internet konzentriert hat. Am Ende wurde aus meinem Plan B mein einziger Plan. Heute bin ich sehr zufrieden mit dieser Fügung.
Während des Studiums war ich ein halbes Jahr in Finnland. Das war eine großartige Erfahrung für mich. Und meine Diplomarbeit habe ich in Hamburg bei IBM geschrieben. Darin ging es um Produktsuche in Online-Shops, auch ein Grund, warum es dann bei Spreadshirt geklappt hat. Zuerst bin ich aber für drei Jahre in Hamburg geblieben. Dort habe ich in einer Agentur für Unternehmenskommunikation gearbeitet und die Online-Abteilung mit aufgebaut. Und vor 3 ½ Jahren habe ich mich als Product Owner bei Spreadshirt beworben. Seitdem bin ich hier.

Du hast es schon gesagt, Du bist Product Owner. Was bedeutet das? Wie erklärst Du zum Beispiel in der Kneipe – bei einem Bier – was Du eigentlich in deinem Job machst?

Die Herausforderung habe ich tatsächlich öfter. Meine Arbeit als Product Owner umfasst mehrere Bereiche: Zunächst muss eine Roadmap mit Zielen fürs kommende Jahr erstellt werden. Dazu spreche ich mit verschiedenen Personen wie z.B. dem Vorstand und Abteilungsleitern über ihre Anforderungen. Außerdem ist das User Experience Team, das regelmäßig Nutzertests und Befragungen durchführt, ein wichtiger Ansprechpartner für mich. Von denen bekomme ich Informationen,  was unsere Nutzer sich für Veränderungen wünschen bzw. was noch nicht optimal funktioniert auf der Plattform. Auf all diesen Ergebnissen basierend werden Business Cases erstellt, die dann als Grundlage für die Entscheidung dienen, welche Projekte aus Sicht des Unternehmens das größte Potential haben. Eine große Frage ist dabei die Relation zwischen Aufwand und Nutzen. Dafür gibt es die sogenannte Discovery Phase. Darin überlegen wir im Team, wie wir von der Idee nun zur Lösung kommen können. In der Überlegung gibt es immer eine minimale Version, die schon zufriedenstellend wäre, und eine optimale Version, die eigentlich keine Wünsche mehr offen lässt. Gemeinsam schätzen wir den Aufwand für die jeweilige Realisierung.

Und nach diesen drei Schritten: Problem beim Nutzer, Ertrag für das Unternehmen und mit Aufwand für das Projekt, wird dann mit Zustimmung des Vorstands priorisiert.

In der Produktentwicklungsphase muss ich dann die noch sehr abstrakte  Lösung auf User-Storys für das Team  herunterbrechen. Kommunikation ist sowieso ein zentraler Teil meiner Arbeit, vor allem im Sinne von Transparenz schaffen während des gesamten Projekts. Der große Vorteil ist, dass alle aus unserem Team hier vor Ort sind und wir viel direkt besprechen können. Aber ich muss auch viel außerhalb meines Teams kommunizieren. Welche Lösungen planen wir gerade, gibt es eventuelle Verzögerungen, sind alle auf demselben Stand – das hat viel mit Erwartungsmanagement und Motivation zu tun.

Nach dem Release kommt dann noch die Erfolgskontrolle. Wir müssen uns für jedes Projekt neue Werte überlegen, die den Erfolg unseres Ziels überprüfen.

Du sprichst die ganze Zeit von Wir und Team, wie sieht Dein Team aus?

Feste Teams gibt es bei uns nicht. Je nach Anforderungen des Projekts bilden wir sogenannte Feature Teams. Die Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich, je nach Projekt: im Designranking-Team waren   es z.B. fast ausschließlich Entwickler, im Header-Team waren wir sehr interdisziplinär aufgestellt. Das kommt immer ganz auf die Anforderungen des Projekts an.

Kannst Du ein bisschen mehr zu Deinen Projekten sagen?

Der Header beispielsweise fällt mit unter das große Jahresthema neues Corporate Design, wo auch die neue Startseite dazu zählte. Parallel dazu haben wir schon länger am Designs Ranking  auf dem Marktplatz gearbeitet und in den vergangenen Monaten wirklich eine Verbesserung erreicht. Konkret heißt das, wenn ich jetzt Ziege als Suchbegriff eingebe, werden mir auch wirklich Ziegen angezeigt und kein Mix aus Ziegen, Schafen und Pferden.

Das letzte, was ihr veröffentlicht habt, war der Header Ende Oktober: Was standen da für Ziele dahinter?

Es gab mehrere Ziele. Was ich schon gesagt habe, war die Anpassung an das neue Corporate Design gewesen. Der alte Header passte einfach nicht mehr zu Spreadshirt. Was für den Nutzer außerdem sehr irritierend war, der Header war in verschiedenen Bereichen der Plattform unterschiedlich gestaltet – mal gab es zwei Ebenen, mal drei, mal ein Drop-Down, mal nicht. Wir wollten mit dem neuen Header also eine konsistente und vereinfachte Lösung erreichen. Außerdem sollte der neue Header touch-freundlich sein. Es gab vorher einige Menüpunkte, die waren für ein Tablet einfach nicht geeignet.

Jetzt ist der Header fertig und der Blick geht auf zukünftige Projekte, was steht auf Deinem Plan für das nächste Jahr?

Im ersten Quartal 2014 werden wir den Marktplatz weiter optimieren für SEO. Ziel ist es mit unseren Marktplatzseiten auf den ersten Plätzen bei Google zu erscheinen, so dass möglichst viele Besucher von der Suchmaschine zu uns gelangen.

Haben sich Deine Arbeit und Deine Aufgaben in den Jahren, die Du nun hier bist, verändert?

Ja, das würde ich schon sagen. Als ich hier angefangen habe, waren wir zwei Product Owner und es gab oft nur sehr kleine Teams. Die Team-Mitglieder  haben außerdem an mehreren Projekten gleichzeitig gearbeitet und wir als Product Owner sind den ganzen Tag durch die Räume gerannt und haben alles mit jedem einzeln absprechen müssen. Aus heutiger Sicht war das sehr ineffizient.

Und das hat sich sehr gewandelt vor ungefähr zwei Jahren. Wir sind mehr Teams und natürlich auch sehr viel mehr Product Owner. Man präsentiert sehr viel und wir kommunizieren zwischen den Teams und auch im gesamten Unternehmen sehr viel mehr. Insgesamt denke ich sind wir professioneller geworden.

Was macht Dir besonders viel Spaß an Deinem Beruf?

Mir macht es eigentlich am meisten Spaß mit verschiedenen Menschen zusammenzuarbeiten. Dann das  Interdisziplinäre und mich nicht nur auf einen Fachbereich beschränken zu müssen. Zwar bin ich nicht in jedem Feld Experte, aber ich habe für alle Felder so viel Verständnis, dass ich mich einbringen kann. Diese Abwechslung ist einfach das fachlich Interessante.

Und nun noch die abschließende Frage. Wenn möchtest Du gern im nächsten Meet A Spreader sehen?

Hätte ich mir ja denken können, dass die Frage noch kommt. Warum habe ich mich darauf nur nicht vorbereitet. Ihr wart doch noch gar nicht dran. Ich bin mal für PR.

Danke Mareike für das wirklich spannende Interview. Ich habe heute wirklich einiges dazu gelernt.

Und wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr noch Fragen an Mareike oder Anmerkungen?

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebes Spreadshirt-Team,

    es ist schön, etwas über Euch zu erfahren.
    Wäre es aber möglich, das in Form von Videos zu machen? Jimdo bietet das z. B. an, und wird sehr gut angenommen, denke ich.
    Es ist leichter konsumierbar als noch mehr Text im Alltag, und Ihr könntet die Folgen auf Youtube veröffentlichen und noch mehr Aufmerksamkeit erzielen!

    Liebe Grüße

    Jörn

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