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Sag zum Abschied leise “AMA”

Kurz etwas in eigener Sache: Ich bin noch knapp 1 Woche hier – und verlasse Spreadshirt Anfang Februar. Vielen Dank für die tolle Zeit und die Zusammenarbeit in den letzten 7 Jahren – ich habe sehr viel gelernt, und hoffe, ich konnte auch etwas weitergeben. Wer mich nicht kennt, hier eine kurze Zusammenfasung: ich habe bei Spreadshirt die Markenkommunikation geleitet. Gemeinsam mit meinem Team habe ich z.B. die Spreadshirt Kataloge gestaltet, TV-Werbungen gemacht, dieses Blog und andere Social Media Kanäle bedient, viele Aktionen, Events und Promotions veranstaltet, die ihr vielleicht bestimmt in den letzten Jahren bei Spreadshirt gesehen habt.

Natürlich habe ich überlegt, ob und wie ich mich nun gebührend von euch verabschiede – bis mir ein Kollege geraten hat: “mach das doch so wie immer – offen und ehrlich.” Den Ansatz fand ich gut, und daher möchte ich euch ein kleines Abschiedsgeschenk machen: ich veranstalte hier in diesem Blog ein AMA (ask me anything – vlt bekannt von reddit). Sprich: Ihr fragt, ich antworte.

Stellt mir bis Montag (28.1.) eure Fragen hier unten in den Kommentaren (oder via twitter @ami), und ich werde sie im Laufe der nächsten – meiner letzten Spreadshirt – Woche beantworten. Knifflige Fragen werde ich ggf. mit Hilfe eines “Telefonjokers” (= andere Gesprächspartner) versuchen aufzulösen.

Helft mir, dass das ein gelungener Abgang wird und stellt mir viele, gute Fragen 😉 zum Beispiel zu den Themen Produkteinführungen, Plattform-Strategie, TV Werbung, generelle Fragen zum Thema Mensch, Marketing & Medien — mit oder ohne Bezug zu Spreadshirt … ich bin gespannt und freue mich!
http://www.youtube.com/watch?v=KVPab5rULYM

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27 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: #ama - Was wird das nächste große Ding? | Das deutsche Spreadshirt-Blog

  2. @ Tim

    Q. welche drei Dinge werden in der Branche und vielleicht auch für Spreadshirt aus Deiner Sicht in der kommenden Zeit wichtig werden?

    A. Ich habe lange überlegt, was ich zu dieser Frage schreibe. Um ehrlich zu sein, sehe ich Spreadshirt auf einem guten Weg — ich denke, die Vision ist klarer, das Markenversprechen und -erlebnis werden stärker thematisiert als je zuvor, und ich glaube auch, dass die (internationalen) Teams in Zukunft noch stärker zusammen arbeiten werden. Diese Faktoren halte ich für enorm wichtig. All das mit dem Fundament, dass wir ein sehr gutes Produkt anbieten und viele Kunden – soweit ich das beurteilen kann – begeistert sind.

    Bevor alle Wolken rosa werden: Auf der anderen Seite ist bezeichnend, dass in unserer Branche — trotz steilen Wachstums und Anbietern mit dreistelligem Mio. Jahres-Umsatz — noch immer kein Player den “großen Homerun” geleistet hat. Leider nicht mal wir selbst. Das zeigt, dass unsere Industrie noch immer nicht “erwachsen” ist. Es zeigt, dass Spreadshirt sein Produkt, seinen Service nach wie vor erklären und erlebbar machen muss, bis es “jeder begreift”.

    Daher sehe ich vor allem 2 Punkte auf der Liste.

    1. Courage
    Ich denke, Risiko zahlt sich aus. Ganz gleich ob es um TV Werbung geht oder Guerilla-Irgendwas. Ich wünsche euch in Zukunft den Mut und die “Eier”, um es mal auf äh .. deutsch zu schreiben, manche Dinge durchzuziehen, die dem “großen Ziel” dienen — selbst wenn sich kurzfristig Sackgassen oder Probleme abzeichnen. Der Weg zum Erfolg — das habe ich vor allem von Phil (unserem CEO) gelernt — ist keine Autobahn, sondern ein Zickzackkurs. Ich denke, in der Branche — und auch bei uns — gibt es insgesamt noch zu viel “me too” und zu wenig Wagnis (s.o.).

    2. Kunden/Partner-Kommunikation.
    Vor ein paar Jahren hielt ich das Motto von Jeff Bezos für sehr zutreffend: “Offer a good service and people find out.” -> Vieles lief über “Serendipity”, (es gibt dafür leider keine gute deutsche Bezeichnung) also über einen “glücklichen Zufall”. Dieser gibt den Leuten – meistens Experimentierfreudigen – das Gefühl, dass sie gerade etwas Besonderes entdeckt haben und Bestandteil davon sind. Diese Begeisterung und die Botschaft erzählen sie gerne weiter. Ein Traum für Marketing-Menschen 😉
    Die Realität sieht mittlerweile ein wenig anders aus: Das Internet ist zum Massenmedium geworden. Es gibt ein “Überangebot” auf der einen Seite, und solide, vertrauenswürdige Services auf der anderen Seite. Eine Google-Suche oder das minutenlange Starren auf den Facebook Newsstream ist häufig zur maximalen “Aktionsbereitschaft” des modernen Internetnutzers geworden. Das bedeutet wiederum: als (verhältnismäßig) “kleiner Player” benötigt man solide Wachstumsmodelle (ich meine nicht nur “Growth Hack”, sondern eher neutraler viele Bereiche), um den nächsten großen Schritt zu machen.
    Umso mehr bin ich fasziniert davon, wenn es Unternehmen gelingt, mit wenig Aufwand – vor allem aber mit wenig Budget – die (Bestands-)Kunden mitzunehmen.
    Ich denke, dass für Spreadshirt eine große Chance darin steckt, wenn man den Kunden und Partnern hilft, “ihre Geschichte” besser zu erzählen, und das gleichzeitig noch stärker für die eigene Kommunikation nutzt.

    Sorry, das waren jetzt nur 2, dafür ausführliche Punkte. Beides sind Dinge, die, soweit ich das beurteilen kann, durchaus bekannt sind. Daher bin ich zuversichtlich, dass sich Spreadshirt in Zukunft so weiter entwickelt wie bisher .. vielleicht sogar noch besser.

  3. @ Henry:

    Q. Welches sind Deiner Meinung nach die Stellschrauben für Partner, sich gegenüber dem mächtigen Wettbewerb (Spreadshirt, andere Partner, Markt gesamt) überhaupt und vor allem erfolgreich behaupten zu können?

    A. Abgesehen von den “Basics”, also SEO, Arbeit an den Designs und am Webauftritt — ich denke, du bist da schon ganz gut unterwegs — muss v.a. das Konzept und der Output stimmen. D.h. man muss leider immer am Ball bleiben, und sich genau überlegen: “Mach ich mit meiner wertvollen Zeit nun dieses oder jenes?”

    Dabei musst du noch mehr darauf achten, dass die gesamte “Erfahrung” auf dein Thema, deine Marke und dein Angebot abgestimmt ist. Je geringer und einfacher die (Denk-)Brücke “Thema = Anbieter” ist, desto besser!

    Und, da du leider nicht 50 Leute und ein Millionen-Budget hast, musst du dir genau überlegen was du mit deiner Zeit anfängst bzw. genau analysieren wo es klemmt: kommen genügend Leute auf meine Webseite, aber konvertieren nicht? Schau dir deinen Shop an! Kommen zu wenig Leute in Deinen Shop? Mach mehr auf dich aufmerksam! Kommen die “falschen” Leute? Ändere Keywords oder pass Deine Motive an! Kommen die Leute von einer bestimmten Aktion oder Quelle? Schau, ob du das nicht adaptieren kannst! Recherchiere z.B. bei einschlägigen Communities, Vereinen, Initiativen, ob die an einer Kooperation interessiert sind.

    Man sollte mit allen Aktivitäten, die man unternimmt, auf das Konzept/Versprechen einzahlen, und sich so stark wie möglich darauf fokussieren – auch in anderen, (sozialen) Kanälen.

    Dabei ist durchaus Kreativität gefragt — z.B. anstatt auf (bloße) Fanzahlen zu achten, sollte man lieber überlegen “warum haben die Leute meine Seite geliked, und was kann ich ihnen als Mehrwert/Inhalt anbieten was sie nur bei mir kriegen/von mir erwarten?” (das könnten in eurem Fall, ganz doof ausgedrückt, z.B. auch Futtertipps, Empfehlungen vom Tierarzt, oder interessantes aus dem Möhrenanbau sein – oder eben nicht, dafür etwas anderes).

    Ein Beispiel, was ich z.B. sehr beeindruckend finde, ist unser Partner Down with Detroit oder etwa der Wordboner .. sie schaffen es, auf jedem Kanal ihre “Message” und ihr Thema so zu platzieren, dass man es gerne abonniert und aufgrund des hohen Output auch immer mal was findet, was man gerne weiter leitet. Das zieht sich durch alle Kanäle und Angebote hinweg. Aber wie oben gesagt: Ich sehe euch ebenfalls auf einem guten Weg.

    Was die Konkurrenz angeht:

    Ich denke, viele Partner sehen in der Konkurrenz zu Spreadshirt ein “Gespenst”, was (so) nicht vorhanden ist. Es gibt sehr sehr wenige Leute, die in einem Partnershop UND dann bei Sprd direkt bestellen. Sprich: Die Teilmenge zwischen dem “normalen” Spreadshirt Kunden und dem normalen Partner-Kunden ist sehr gering. Wer davor Angst hat, hat in Wirklichkeit vermutlich ein anderes Problem — z.B. dass sein Konzept nicht stark genug ist oder – wenn es viele Anbieter mit demselben Thema/Motiven gibt – zu “breit”, dass er sich nicht genug fokussiert.

    D.h. bleib flexibel und probier ruhig andere Dienste aus, um zu sehen was dir am meisten bringt — vlt sind es Hasenketten oder Möhren-Ohrringe? Vor allem aber: Schau genau hin, was die Leute wollen – und frag sie regelmäßig nach Feedback und einer ehrlichen Meinung. Untersuche genau, woran es liegen könnte, wenn etwas *bei dir* nicht stimmt und last but not least: bleib am Ball, mit Disziplin & Durchhaltevermögen!

  4. @skin-contact – wegen spreadinator:

    verlockend .. aber sowohl mein gedächtnis als auch meine gute kinderstube verbieten mir, dass ich details zu dem thema nochmal vorkrame 🙂

  5. @INX:
    Q. Wieso gibt es keinen All-Over-Print?
    Q. Wieso gibt es keinen Inside-Print?

    A. Wir sind ja eine Mischung aus Online-Plattform und “Manufaktur”. D.h. unser Angebot stellt immer einen Kompromiss dar, aus Kosten/Nutzen Sicht, sowie aus technischer Umsetzung und dem was sich (online) darstellen/bedienen lässt. Wenn du z.B. hier bei uns vor Ort in der T-Shirt Werkstatt ein T-Shirt gestalten möchtest, machen wir dir (fast) alles. Wenn man aber die Leute dabei beobachtet, wie sie unsere Webseite bedienen und teilweise Schwierigkeiten mit einer Fülle von Optionen haben, muss man sich leider fokussieren und manche Dinge, die wir hier intern enorm super finden, trotzdem weglassen weil die Mehrheit der Leute es (noch) nicht versteht 🙁

    Beim Allover Print ist es z.B. eine Frage des Aufwands, größere Druckplatten (Plot) oder “Schlitten” (Digi direkt) einzusetzen – weil das sonst konträr mit der Idee geht, alle Produkte schnell und einfach geliefert zu bekommen. Wir haben den Druckbereich allerdings schonmal angepasst und vergrößert – von daher würde ich von einem Status Quo nicht auf die Zukunft schließen.

    Ähnlich ist es beim Inside Print, wo es (vor allem) eine Darstellungssache ist – wie kann man es so abbilden, dass die Leute verstehen welche Fläche da genau bedruckt wird? Dazu kommt ebenfalls der größere Aufwand in der Produktion. Last but not least halten manche Folien auf der (teilweise etwas raueren) Textil-Innenseite nicht, was uns in Hinsicht auf Aufwand/Nutzen skeptisch macht. Aber auch hier: ich gebs mal weiter, und vlt ist es auch umsetzbar.

    Q. Wieso gibt es keine Stickereien?
    A. Wir hatten Stick mehrere Jahre lang im Angebot, das fand aber keine Abnehmer. Daher haben wir es wieder eingestellt. Wir testen allerdings laufend und sind immer daran interessiert, weitere Artikel und Druckverfahren zu ergänzen. Nachdem wir ja im letzten Jahr Arbeitskleidung eingeführt haben, wird Stick auch wieder interessant und mit Sicherheit früher oder später wieder aufgenommen.

    Q. Dürfen Mitarbeiter gleichzeitig bei Spreadshirt arbeiten und privat eigene Motive verkaufen?
    A. Ja. Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiter mit unserem Produkt und der Plattform beschäftigen und auch aus Nutzersicht kennen (“eat your own dog food“). Es gibt aber auch ein paar Regeln und wir sind uns durchaus der Verantwortung bewusst. D.h. wir achten sehr darauf, dass Mitarbeiter zum einen wie jeder andere Partner behandelt werden, und andererseits keine Interna zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt auch eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit – wo wir aber wenig vorschreiben wollen, was die Leute nach Feierabend tun (und es wie oben beschrieben durchaus gut finden, wenn die Mitarbeiter unsere Plattform nutzen und sich auskennen).

  6. @Marie und Michael

    Q. Was machst Du nach Spreadshirt?

    Zunächst mindestens 3-4 Monate Elternzeit. Danach mal schauen. Ich habe ein paar Ideen und nehme mir die Zeit, rauszufinden was ich machen will 😉
    Ein Engagement habe ich allerdings bereits angenommen – ich soll die Kindergartenfussballmannschaft zum Turniersieg bei Blau-Weiß Leipzig führen!

  7. Hallo, wie lange nimmst du deine hier beworbene Elternzeit? 12 Monate oder zwei? Und sorry, zwei Fragen: steigst du danach voll wieder in den Job ein?

  8. Spreadshirt und Ami – zwei Worte und doch eine Einheit. Deine Entscheidung Elternzeit zu nehmen, finde ich ausgesprochen gut und zeitgemäß. Deine AMA-Aktion ist eine schöne Idee, dich von uns zu verabschieden.
    Meine Frage, die vielleicht besonders in deine jetzige Funktion als Kommunikations- und Brandmanager geht:

    Welches sind Deiner Meinung nach die Stellschrauben für Partner, sich gegenüber dem mächtigen Wettbewerb (Spreadshirt, andere Partner, Markt gesamt) überhaupt und vor allem erfolgreich behaupten zu können?

    Viel Spaß beim Deinem neuen Kommunikationspartner! 😉

  9. Hi,
    Wieso gibt es keinen All-Over-Print?
    Wieso gibt es keinen Inside-Print?
    Wieso gibt es keine Stickereien?
    Dürfen Mitarbeiter gleichzeitig bei Spreadshirt arbeiten und privat eigene Motive verkaufen ?

  10. Meine Frage:
    Wie war die Story mit diesem ominösen Designer (Stichwort Spreadinator) wirklich? Letzte Chance mit dieser nerv-Story aufzuräumen.

  11. @grrring – vielen dank für das lob, freut mich und gebe ich gerne ans team weiter 🙂

    was deine frage angeht: ich bin da recht zuversichtlich. wenn man sich anschaut, wie wir uns in den letzten 10 jahren entwickelt haben, und man weiter davon ausgeht, dass die menschen in 25 jahren auch kleidung tragen werden, wird es spreadshirt in 25 jahren noch geben. (wahrscheinlich nicht “konserviert” in genau derselben form, vlt “druckt” man dann die t-shirts gleich komplett aus ;))

  12. Ich finde Spreadshirt recht authentisch. Kompliment. Marketing ist ja als unehrlicher Begriff im Kopf abgespeichert, aber ich find ihr/du kriegt das ganz gut hin! Keine Fragen.
    Oder doch: Gibt es Spreadshirt noch, wenn ich in Rente gehe? Also so in ca 25 Jahren? Also Spread statt Riestern find ich gut!
    Viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg!
    MfG Mondmaschine

  13. @ Kai

    Q. Wie wichtig ist euch Nachhaltigkeit wirklich – geht es euch nur um “Greenwashing”?

    A. Gute Frage, danke dafür! Kurz zur Begrifflichkeit: Greenwashing bedeutet IMO ja, dass man sich besonders verantwortungsbewusst gibt, um sein Image aufzupolieren — ohne dass man letztlich aus Überzeugung nachhaltig handelt. Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass wir uns als “grünes Unternehmen” darstellen (wenn, dann war das zumindest abgesehen vom Logo nicht beabsichtigt).
    Wir sagen eigtl. eher: wir versuchen, alle Facetten abzudecken und zwar so, dass wir abends mit gutem Gewissen ins Bett gehen können. Dazu zählen Dinge wie der Ethikrat oder unsere Codices, dass wir ökologisch zertifizierte Produkte genauso listen wie “normale”, um den Kunden eine möglichst breite Auswahl zu bieten. Wir sehen uns als Anbieter von T-Shirts allerdings sicher nicht an der Spitze besonders umweltfreundlicher Unternehmen, schon alleine deshalb, weil im Textilbereich schon beim Anbau und in der Herstellung insgesamt recht viel Energie benötigt wird.

    D.h. wir selbst beziehen Strom von Lichtblick, tun das v.a. allerdings deshalb, weil es nicht immens teurer ist als “herkömmlicher” Strom und wir gerne unseren Teil dazu beitragen. Wir lassen unsere eigene Kollektion in Europa produzieren, mit organischer Baumwolle (was wir nicht mal “offiziell” kommunizieren), weil wir das für richtig halten und es Vorteile bietet in Hinsicht auf Qualität, Verfügbarkeit etc.. Wir tragen, wie unsere Branche insgesamt, durch weniger Ausschuß und eine geringere Retourenquote aufgrund von “Print on Demand” mit Sicherheit mehr zur Erhaltung der Umwelt bei als manch ein “nachhaltiges” Modeunternehmen — was ggf. zwar einzelne Artikel umweltneutraler produziert, aber eben immer noch mit 40% Überschuß am Kunden vorbei.

    Letztlich sind wir nach wie vor ein gewinnorientiertes Unternehmen — d.h. wir orientieren uns immer an der Nachfrage und an dem was uns die Hersteller anbieten. Leider ist es in diesen beiden Punkten (noch) nicht so, dass die Kunden immer zum (nach wie vor häufig teureren) nachhaltigen Produkt greifen, und leider gibt es nach Hoch-Phasen organisch zertifizierter Baumwolle auch immer wieder Phasen, in denen Hersteller ihre umweltfreundlichen Produkte einfach einstellen (müssen) — da können wir dann gar nicht anders als “mitziehen”, ob wir wollen oder nicht. Glücklicherweise sind manche organische Produkte aber recht beliebt (z.B. im Kinderbereich) und wir sehen insgesamt auch eine positive Entwicklung.

    Fazit: wir sind als Unternehmen so nachhaltig, wie wir es selbst als Kunden sind (manche mehr, manche weniger). Wenn wir alle (als Kunden) nachhaltiger werden, werden wir es auch als Unternehmen — ganz normal und ohne dass wir uns da als besonders innovatives Unternehmen hervortun wollen. Oder um es sinngemäß mit den Worten von Roger Willemsen (in einem DUMMY Artikel in der Ausgabe “Werbung”) zu sagen: “Die größte Leistung der Agrarindustrie war es, uns konventionelle Landwirtschaft als “ökologisch” zu verkaufen.” -> Wenn man nachhaltiges Wirtschaften als “normal” betrachtet, gibt es auch kein “Greenwashing” 😉 und da machen wir gerne mit!

  14. @ jojo
    Q. Wie funktioniert das Ranking im Spreadshirt Marktplatz genau?

    A. Grundlegend entscheidend für den Erfolg im Marktplatz ist, dass Produkte und Motive eine “kreative Qualität” haben, richtig beschrieben und sinnvoll verschlagwortet werden. Damit steigen die Auffindbarkeit, die Views, die Konversion und letztlich auch die Verkäufe. Diese Faktoren sind alle ausschlaggebend für das Ranking.
    Ich weiß, du würdest gerne wissen, wie viel Faktor X ganz genau ausmacht. Leider kann ich das nicht im Detail preisgeben. Weil wir möchten, dass die Kunden die besten Motive und Produkte finden, und nicht unbedingt die Motive und Produkte, die am besten “Marktplatz-optimiert” wurden 😉 Des weiteren passen wir das Ranking stetig an, um die Qualität des Marktplatzes zu erhöhen, sodass sich einzelne Faktoren ändern können, oder andere dazu kommen.

  15. @ajo

    Q. In sieben Jahren Spreadshirt, welche Änderung/Verbesserung hat dich am allermeisten begeistert oder überrascht?

    A. Oha, da gibt es sehr viele. Wenn ich mich festlegen muss: Vor allem die Professionalität in Produktion und Service finde ich beeindruckend. Beide Bereiche sind – meiner Meinung nach – schon immer herausragend, haben sich aber in den letzten Jahren mit all den Unwägbarkeiten, die das Wetter, die Wirtschaftslage und Saisonalitäten etc. mit sich bringen, dennoch kontinuierlich weiter entwickelt. Es macht das Leben im Marketing bedeutend einfacher, wenn man ein gutes Produkt verkauft — und hat mich vlt nicht unbedingt überrascht, aber immer begeistert 🙂

  16. @Oli
    Q. Warum werden in Good old Germany nicht die gleichen oder ähnlich günstigen Produkte wie in den USA angeboten?

    A. Unsere Preise orientieren sich an vielfältigen Faktoren, wie z.B. dem Einkaufspreis, den Prozess-Kosten, den Preis/Leistungs-Erwartungen der Kunden und dem allgemeinen Preisniveau (Wettbewerber). Diese Voraussetzungen sind in den USA komplett anders als in Deutschland (und der EU allgemein). In den USA wird, das ist glaube ich weithin bekannt, etwas “schnell-lebiger” konsumiert – sprich, man ist etwas sensibler was den Preis angeht, hat dagegen auch nicht ganz so hohe Qualitätsansprüche. Das schlägt sich letztlich auch auf den Preis und Angebotspalette nieder.

  17. hi Ami,
    warum werden in Good old germany nicht die gleichen oder ähnlich günstigen Produkte wie in den USA angeboten.
    Leider ist der Einstiegspreis hier oft recht hoch!

    Vielen Dank und viel Erfolg auf deinen neuen wegen

    Vg
    Oli

  18. Hi ami,

    eine Sache würde mich schon interessieren: Welchen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit bei euch im Haus eigtl. wirklich?! Liegen Spreadshirt Bio-Produkte am Herzen oder geht’s mehr um ein bisschen Greenwashing? Der Blick auf die Produktpalette lässt mich Böses ahnen… 😉

    Alles Gute und Gruß
    Kai

  19. ami,

    hier meine Fragen:

    – Was wird Deiner Meinung nach “the next big thing” im Internet und warum?
    – Was machst Du nach Spreadshirt und Deiner Elternzeit?

    Schöne Grüße und alles Gute in der Zukunft,
    Michael

  20. Hey ami,

    das war eine tolle Zeit und viel Erfolg in der Zukunft..

    Meine Frage an Dich: welche drei Dinge werden in der Branche und vielleicht auch für Spreadshirt aus Deiner Sicht in der kommenden Zeit wichtig werden?

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