
Heute haben wir Simon vor unser (imaginäres) Mikrofon gestellt. Er vertreibt u.a. LSD, THC, Kokain und MDMA — auf T-Shirts. Im Interview erzählt er uns, warum chemical Shirts für ihn eine logische Konsequenz waren, ob es in den USA oder in Deutschland besser für ihn läuft, und wie er mit seinem Spreadshirt Shop von “Null auf Miete” kam.
Erzähl doch mal kurz wer Du bist und worum es in Deinem Shop so geht?
Ich heisse Simon und bin Chemiker. Bei chemicalshirts geht es um Stoff auf Stoff. Das heisst, wir führen Moleküle interessanter Substanzen (von A wie Aspirin über LSD, Testosteron bis Z wie Zitronensäure) und sonst Chemie-Verwandtes. T-Shirts für alle Freunde der Chemie, Pharmazie und sonstiger Drogen.
Wie bist Du auf die Idee gekommen?
Vor gut etwa eineinhalb Jahren, nach einem Chemiestudium (FH) und ein bisschen Reisen, habe ich mir Gedanken über die Zukunft gemacht. Der logischste Lebensweg wäre gewesen, Dr. Simon Lang zu werden, also noch ein paar Jahre weiter zu studieren und dann noch ein paar Jährchen Doktorarbeit anzuhängen. Der andere Lebensweg wäre etwas völlig anderes zu machen.
Ich wollte an der Uni keine Zeit verplempern mit etwas, das mir nicht 100% zusagt.
Also habe ich beschlossen mir ein Jahr Zeit zu geben, um einfach alles auszuprobieren, was ich schon immer einmal machen wollte.
So sind einige Projekte entstanden und Arbeitsphilosophien ausprobiert worden (mein Arbeitsziel ist die „4-hour-workweek“, diese Idee entstammt aus dem gleichnamigen Buch, welches ist sehr empfehlen kann).
Irgendwann kam mir die Idee, dass ich schon immer gerne einmal T-Shirts gestalten wollte. Also hab ich damit angefangen, T-Shirts zu designen, dabei bin ich dann auf die stylischen T-Shirts mit den Molekülen gekommen. Tataaa chemicalshirts war geboren.
Beschreib einmal wie es angefangen hat und wo Du jetzt stehst – investierst Du noch genauso viel Zeit wie am Anfang oder sogar noch mehr Zeit in Deinen Shop?
Ich habe am Anfang sehr viel Zeit investieren müssen und auch wollen. Das ganze Vektorzeug, HTML und CSS für den Shop und so. Aber das alles hat sehr viel Spass gemacht. Momentan investiere ich grade Zeit für diesen Text, halte meine Facebook-Seiten-Fans bei Laune mit Wettbewerben und ab und zu gibt es auch ein neues Motiv!
Vor ein paar Monaten haben wir noch eine englische Version des Shops erstellt und auch einen amerikanischen Shop eröffnet. Leider laufen die überhaupt noch nicht so toll wie der deutsche Shop. Dort hat es eigentlich von Anfang an sehr zufriedenstellend geklappt und es werden irgendwie immer mehr Bestellungen.
Die gleiche Strategie funktioniert aber beim englischen Teil scheinbar nicht. Wahrscheinlich sind Deutschsprachige einfach besser für meine übercoolen chemicalshirts geeignet.
Wie war es, das erste Mal etwas zu verkaufen? Wann war das, was dachtest Du und wie fühlt es sich heute an?
Ich kann mich leider nicht mehr ans „erste Mal“ erinnern. War bestimmt schön. Ich bin aber auch heute noch täglich überrascht wenn ich Bestellungs-Emails sehe. Was mich am meisten überrascht, ist, wie verschieden die Bestellungen sind. Einige kaufen Hämoglobin, Frauen meistens Östrogen, die Drogenabhängigen MDMA, LSD, THC und Koffein und die absoluten Freaks das „Bunsen you are the Burner“ T-Shirt.
Verfolgst Du ein Ziel mit Deinem Shop – geht es um die Weltherrschaft, ein bissl Taschengeld oder eher um die Verwirklichung von Deinen Ideen?
Das Ziel ist 10 T-Shirts oder mehr pro Tag zu verkaufen. Dann könnte ich mit meinen anderen Projekten zusammen tatsächlich nur noch 4 Stunden oder weniger die Woche arbeiten und hätte trotzdem genug Geld.
Zusätzlich sind hoffentlich einige Leute da draussen glücklich, weil sie ein chemicalshirts haben! Ich will ja jetzt nicht sentimental werden, aber ich muss fast heulen, wenn ich an all die coolen Leute denke, die meine T-Shirts tragen.
Ihr seid echt die Besten (ich komme mir vor wie Justin Bieber). Danke, dass ihr chemicalshirts gross machen werdet. RIESENGROSS.
Ach ja. das absolute Obermegaziel ist natürlich, dass es einmal einige chemicalshirts-megastores geben würde (ich hoffe, dass ich sie besitzen werde und nicht irgend ein findiger Geschäftsmann). Das ist ein schickes Glasgebäude, circa 3-stöckig. Und darin gibt es abertausende T-Shirts mit chemischen Strukturen drauf. Es gibt verschieden Sektoren für z.B. Weintrinker (mit Aromas und Gesundem im Wein), Verliebte (Hormone und das Zeug), Farben, Gifte, Sprengstoff, natürlich die Drogen und Medikamente und so weiter.
Was machst Du, um dein Ziel zu erreichen, wie vermarktest Du Deinen Shop? Reinvestierst Du vielleicht Deinen Gewinn in Marketingaktionen?
Gott im Himmel, hört endlich mit den Fragen auf, ich bin schon ganz erschlagen von meinen eigenen Visionen. Ich reinvestiere einen T-Shirt-Gewinn pro Tag in Facebook, Adwords und bald auch Printmedien. Youtube sind wir auch am Erkunden.
Was machst Du beruflich oder ist die Arbeit im Shop sogar Deine Hauptbeschäftigung?
Das bleibt ein Geheimnis. Ich brauche aber hoffentlich schon bald viele Hobbys, um mich nicht zu langweilen…
Was gönnst Du Dir von Deinen Spreadshirteinnahmen – die Miete, ab und zu einen Kinobesuch oder Urlaub oder gar den nächsten fahrbaren Untersatz?
Momentan nur die Miete (die schnellen Autos und die schicken Miezen gibt es nächstes Jahr).
Gibt es noch etwas, wovon Du vielleicht kurz erzählen magst, was wir vergessen haben zu fragen? Gibt es eine Besonderheit oder hast Du ein ganz spezielles Anliegen?
Haha, ihr seid echt lustig.
Danke vielmals für das Interview und, dass es Spreadshirt gibt. Ohne euch wäre mein Leben nur halb so lustig. MERCI.
Das Ziel ist 10 T-Shirts oder mehr pro Tag zu verkaufen. Dann könnte ich mit meinen anderen Projekten zusammen tatsächlich nur noch 4 Stunden oder weniger die Woche arbeiten und hätte trotzdem genug Geld.


sehr coole idee! 🙂 wie, um himmels willen, hast du sooo viele facebook fans bekommen? du überholst ja fast unser “eltern”, dank denen wir überhaupt shirts verkaufen können?!? 😉 weiterhin viel erfolg und spass mit deinem projekt simon!
Chemische Grüße von der Konkurrenz (u.a. https://chemshirt.spreadshirt.de)! Ich bin ebenfalls Chemiker (mit schwarzem Gürtel), verdiene mein Geld in der Krebsforschung und betreibe das Design von Shirtmotiven bislang nur hobbymäßig. Ich habe das besagte Buch von Timothy Ferriss auch gelesen und drück Dir die Daumen, dass es mit der Vier-Stunden-Woche klappt…
Hut ab! So einfach die Idee eigentlich, so genial ist sie doch! Ich hatte Chemie als Grundkurs und bin knapp an der 5 vorbei gerutscht. So, wie hier gefällt mir Chemie deutlich besser.
Coole Idee, gefällt mir sehr gut !
@Shirt-Marie. Klar haben wir Schokolade: http://chemikershirts.com/shop/theobromin-t-shirt.html
tolle Idee – aber, wo ist die absolute Glücksformel Schokolade)
interessante idee, aber trotzdem: DROGEN NEIN DANKE.