Für Mitarbeiter eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen ist kein neuer Trend. Neu ist aber eine Feel Good Managerin, die sich täglich um das körperliche und seelische Wohl der Mitarbeiter kümmert. Spreadshirt hat mit Stefanie Nobis vor wenigen Wochen Leipzigs erste Feel Good Managerin eingestellt. Sie soll das Leben unserer langjährigen und neuen Spreadshirtmitarbeiter versüßen. Wie sie sich in ihrer Position als Miss Feel Good fühlt, und warum schon nach wenigen Wochen der erste Mitarbeiter in ihrer Küche saß, erfahrt ihr im Gespräch:
Hallo Stefanie. Würdest du dich bitte einmal kurz selbst vorstellen, damit unsere Leser dich kennen lernen. Wo kommst du her? Was machst du in deiner Freizeit?
Ich komme ursprünglich aus Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt, ganz in der Nähe von Leipzig. Von mir selbst würde ich sagen, dass ich ein sehr kommunikativer und offener Mensch bin. Ich unternehme und erlebe viel mit meinen Freunden. Meine Leidenschaft ist das Reisen.
Welche Ausbildung muss man denn haben, um Feel Good Managerin zu werden? Was hast du vor diesem Job gemacht?
Ich habe angefangen zu studieren hier in Leipzig. Das habe ich aber abgebrochen, weil ich lieber etwas Praktisches machen wollte. Deswegen habe ich eine Ausbildung zur Hotel und Event Managerin abgeschlossen und war für ein halbes Jahr in Spanien, um dort zu arbeiten. Ein Praktikum bei Leipzig Tourismus und Marketing hat mich dann wieder zurück nach Leipzig geführt und ich habe mich noch ein bisschen mehr in die Stadt verliebt. Das letzte Jahr bevor ich zu Spreadshirt kam habe ich bei European Energy Exchange AG gearbeitet.
In der Ausschreibung für deinen Job wurden Eigenschaften gefordert wie Leipziger Bars und Kneipen zu kennen, ein Gespür für Menschen haben, Kreativ und Selbstständig sein sowieso. Was war der ausschlaggebende Punkt, dich auf solch eine außergewöhnliche Ausschreibung zu bewerben?
Ich wollte unbedingt wieder was Kreatives machen und was Neues erleben. Auf Spreadshirt kam ich, weil auch schon eine Freundin hier arbeitet. Da habe ich schon häufiger mal nach neuen Jobanzeigen auf der Seite geguckt. Die Ausschreibung als Feel Good Managerin kam da wie gerufen. Ich liebe Leipzig und freue mich auch, die Erfahrungen aus meinem Praktikum beim Leipzig Tourismus Marketing hier einfließen lassen zu können. Außerdem denke ich, dass ich wirklich kommunikativ bin. Dieser Job ist genau das, was ich jetzt gebraucht habe.
Wie ist denn die Reaktion deiner Freunde und Familie gewesen, als du erzählt hast, du bist jetzt Feel Good Managerin? Konntest du zumindest ein kleines Schmunzeln auf ihren Lippen erkennen?
Das passiert auch mir ab und zu noch, aber wenn ich dann erzähle, was hinter dieser tollen Jobbezeichnung steckt, bekomme ich nur positives Feedback. Alle sind dann sehr interessier und stellen viele Fragen.
Du sprichst 5 Sprachen, habe ich auf deinem facebook Profil entdeckt. Damit bist du in so einem Multikulti Unternehmen wohl bestens ausgerüstet für diesen Job. Gibt es irgendwas, was für dich zur persönlichen Herausforderung werden könnte?
(lacht) Den Unterschied zwischen Sprachen sprechen und Grundkenntnissen kann man bisher auf facebook noch nicht angeben. Ich interessiere mich für Sprachen und liebe es sie zu sprechen. Ich mag eine cosmopolitische Atmosphäre, wie ich sie damals in Granada/ Spanien erlebt habe. Deutsch, Englisch und Spanisch kann ich wirklich. Mein Französisch ist ganz schön eingeschlafen mit der Zeit, was ich sehr schade finde. Und Schwedisch habe ich mal angefangen, weil ich überlegt habe dort für eine Weile hin zu gehen. Mehr als die üblichen Floskeln kann ich aber nicht mehr.
Zur Herausforderung für mich könnte es werden, damit umzugehen, dass ich es nicht jedem recht machen kann. Ich versuche alle Ideen aufzunehmen und umzusetzen, alles ist aber manchmal nicht möglich. Ich probiere natürlich für jedes Anliegen eine Lösung zu finden, auch wenn die vielleicht nicht der ursprünglichen Erwartung desjenigen entspricht. Da hoffe ich dann auch auf die Offenheit der Mitarbeiter und beim nächsten Mal klappts dafür dann bestimmt…
Du kennst dich gut aus in Leipzig, so will es dein Beruf. Was ist dein absoluter, ultimativer Lieblingsort in Leipzig, den du jedem empfehlen würdest?
Oh, Leipzig ist zu schön, um mich da festzulegen. Der Richard-Wagner-Hain und jeder andere Ort, der nah am Wasser ist, die Parks. Der gesamte Leipziger Westen ist auch toll, hier passiert noch so viel. Ich mag meine schöne große Küche. Ansonsten kann man auch gut im Piloten essen gehen. Und ich mag den Bioeisladen auf der Kö oder das Barcelona, ein Hauch von Spanien.
Deine Küche magst du sogar so sehr, dass du gleich einen neuen Mitarbeiter zum Kochen eingeladen hast. Was machst du sonst, damit Neuankömmlinge sich in Leipzig ein bisschen heimischer fühlen?
Ja, das war eine spontane Idee. Morten ist neu aus Oslo nach Leipzig gekommen und ich hab ihn einfach mal gefragt, ob er Lust hat mitzukommen. Er kennt ja hier noch kaum jemanden. Und dann wurde ihm auch noch sein Fahrrad geklaut und wenn man nicht aus der Stadt kommt, weiß man nicht, wo man schnell und günstig ein Neues bekommt. Bei sowas versuche ich dann zu helfen…Neu in Leipzig und dann ohne Fahrrad, wie soll man da auf Entdeckungstour gehen?! Aber ja, ich bin gespannt, wie sich mein Job entwickelt und hätte demnächst schon Lust den neuen Spreadern bei der Wohnungssuche zu helfen oder sie bei anderen organisatorischen Dingen zu unterstützen.
Wie beginnt man so eine neue Arbeit? Du kamst bei Spreadshirt an und hattest einen Tisch. Aber konntest von niemandem die Aufgaben übernehmen oder in ein bereits eingearbeitetes Team einsteigen. Was macht man da als Erstes?
Jetzt gerade probier ich einfach erst mal ganz viel aus. Schon für mein Bewerbungsgespräch und dann auch während der Hausaufgabe, die ich bekam, habe ich mir viele Gedanken über meine eventuellen Aufgaben gemacht. Schon da habe ich gemerkt, welchen Spaß ich bei dem Job haben werde.
Zuerst hab ich versucht, die Leute mit Essen zu locken. Essen muss jeder, auch wenn nicht jedem alles schmeckt. Also biete ich verschiedene Sachen an und was vielen gefällt, werde ich dann häufiger organisieren. Genau so mache ich es auch mit Sport und kulturellen Angeboten. Ich schlage einfach ganz verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten vor und schaue worauf ich das meiste Feedback bekomme. Während der Aktionen lerne ich die Leute besser kennen und komme mit ihnen ins Gespräch. Ich bin offen für fast alle Vorschläge. Das hilft unwahrscheinlich, um sich immer wieder neue Dinge einfallen zu lassen.
Hast du in den ersten Wochen schon Veränderungen bei den Mitarbeitern festgestellt. Gehen sie offen auf dich zu oder spürst du momentan noch Zurückhaltung?
In den ersten Wochen sind alle sehr offen und kommen mit Ideen auf mich zu, die sie schon länger hatten. Sie sehen jetzt eine Chance, da ist jetzt jemand, sie kann das organisieren. Das reicht von ganz kleinen Sachen, bis hin zu größeren Projekten, die einiges an Planung bedürfen.
Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.
Eine letzte Frage, bevor ich dich wieder an deinen Arbeitsplatz lasse. Wenn du 70 bist, wo möchtest du dann sein und was möchtest du dann rückblickend über dein Leben sagen können?
Ich möchte einen Job gehabt haben, von dem ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge trenne und der mich ausgefüllt hat. Außerdem will viel gesehen haben von der Welt und immer noch durch die Welt reisen und neue Kulturen und Menschen kennenlernen.
Danke schön, es war sehr spannend mit dir zu sprechen und zu hören, was eine Feel Good Managerin alles für Aufgaben hat!



Foto nächstes mal besser nen Fotografen machen lassen. Geht gar nicht.
Ich will auch einen Feel Good Manager! 😉
Schöne Sache, ist da auch etwas geplannt für eure Shop-Partner? Mhhhh…. Feel Good Managerin… Entschuldigt bitte, aber die Vorlage war einfach zu gut 😉
Grüße
Markus
-> https://jobs.spreadshirt.de 🙂
Gibts noch Jobs bei Euch – ich glaube ich brauch mal dringend einen Ortswechsel !
Diesen Beruf sollte es in jedem Umternehmen geben, sehr fortschrittlich! Da könnte man sich glatt überlegen nach Leipzig zu ziehen 😉
Toller Beruf, gefällt mir 🙂