Heute startet unsere Reihe mit Gastbeiträgen von Partnern. Den Anfang macht Romibello mit einer Anleitung, wie man ein T-Shirt Design gestaltet.
spreadshirt hat angefragt, ob ich mal einen kleinen leitfaden zum thema »vektormotive mit style« erstellen könnte. und da ich auch der meinung bin, man sollte der schwemme an herzen, kronen und smilies auf dem marktplatz entgegenwirken werde ich das mit freude tun.
wichtig an einem neuen design ist immer die idee dahinter.
shirts ohne aussage rocken nicht so. da spreadshirt nun aber in erstern linie motive anbietet, mit denen man sich sein eigenes shirt mit aussage selbst erstellen soll, sollte man daran denken beide seiten zu bedienen. den endverbraucher, der einfach nur ein tolles motiv sucht und den ‘ich-mach-mir-mein-eigenes-shirt-kunden’, darauf gehe ich später nochmal ein.
zurück zu idee, woher nehmen und nicht stehlen? augen auf und inspirieren lassen!
ihr habt ‘nen tollen film gesehen und was lustiges entdeckt? einen ohrwurm im kopf und wollt den bildlich umsetzten oder habt einfach nur ’nen tollen spruch gehört und wollt diesen stylish in szene setzen? egal, alles perfekt und am besten ist ein clash von allem: schafft etwas neues was es so vorher noch nicht gab – nicht leicht, aber auch nicht unmöglich.
um es mit den worten von jean pütz zu sagen: »ich hab da mal was vorbereitet«
ich hatte die letzten tage einen heftigen ohrwurm, das lied kennt ihr sicher und ich trau mich gar nicht den titel zu erwähnen, weil ich weiss das ich ihn dann wieder ein paar tage mit mir herumtrage, aber ich komm nicht drumherum und anderen gehts da ähnlich:
surfin’ bird und schon gehts wieder los
Pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-pa-ooma-mow-mow
Papa-ooma-mow-mow
und weil ich eh auf surfmusik stehe, kommt der titel jetzt aufs shirt.
was bietet sich da mehr an als ein surfender vogel und der textzeile »bird is the word«.* umsetzten werde ich das ganze als vektordesign, einfach weil ich die vorteile dieses formats zu schätzen weiss: verlustfreie skalierbarkeit und der kunde kann die farben später selbst wählen.
illustrator angeworfen, ich meld mich wieder wenn das design fertig ist:
geschafft, der bird on board ist fertig. in welchem stil ihr das ganze umsetzt, bleibt natürlich euch überlassen. ich nutze die möglichkeit drei farben zu verwenden gern aus, auch die shirtfarbe mit einzuplanen kann hilfreich sein, so kann man sogar vierfarbige motive erzielen. außerdem macht es sinn, vorher schonmal zu überlegen, wie groß das motiv später auf das shirt gedruckt werden soll und am besten 1:1 in dieser größe mit zeichnen zu beginnen. wichtig dabei ist immer an das spreadshirt-manifest zu denken:
vorallem die »1,5 mm regel« ist wichtig, damit das motiv später skalierbarer ist und somit auf so viele produkte wie möglich passt. augenmerk liegt hier auf zulaufende ecken, konturen und schriften. habt ihr diese punkte alle geprüft, wird es in der regel auch schnell von der prüfung freigegeben.
jetzt kommen wir zu dem punkt mit dem personalisieren, den ich anfangs schon angesprochen habe. die meisten kunden wollen keine fertigen motive, jedenfalls zeigt das meine langjährige erfahrung.
sie gehen zu spreadshirt weil sie einen eigenen spruch haben und diesen auf ein shirt drucken wollen — und dann soll zusätzlich einfach noch was lustiges buntes in die ecke oder halt den spruch unterstreichen. darum ist das “i love” motiv auch so beliebt, man kann damit alles mögliche personalisieren: “i love birds on boards”. ha!
damit wir diese zielgruppe also auch noch bedienen, ändere ich das design etwas ab, evtuell reduziere ich sogar die farben, weil ein spruch und ein motiv mit drei farben gehen für ein ‘fun shirt’ schnell ins geld. die chancen dass sowas in den warenkorb kommt, ist geringer als einfarbige motive.
in diesem fall werfe ich (achtung, kalauer) das board über bord und passe vogel und sprechblase noch etwas an. die sprechblase muss in diesem fall kein bestandteil des motives bleiben, ich finde jedoch sie passt ganz gut zum birdy.
somit kann jeder seinen eigenen text in die sprechblase setzen und hat zusätzlich ’nen netten eyecatcher, der diese noch unterstreicht. optimal eignet sich das motiv natürlich für ornithologen, (das hat nichts mit ornanieren zu tun, sondern mit vögeln) was ich demzufolge auch bei den suchwörtern eingebe. unter ornithologie gibts auch gerade mal 5 motive auf dem marktplatz — gute chancen für einen verkauf.
darauf sollte man generell auch etwas achten: lückenfüller bzw. neue motive schaffen, die durch ihre besonderheit auffallen. also keine herzen, sterne, smilies als einzelmotive, sondern ein clash aus beliebten und neuen motiven. die kunden werden es euch danken.
übrigens, ein beipspiel, dass dieses zusammenfügen von altbekanntem zu neuem funktionieren kann und ggf. ein neuer bestseller wird ist ebenfalls der song »surfin’ bird«. jeder kennt nur die version von the trashmen, welcher für die jüngere generation vorallem durch kubricks film full metal jacket bekanntgeworden ist, ggf. noch die gecoverte version von den ramones.
dabei ist das original eigentlich zwei originale, nämlich ein mash-up von zwei songs
der rivingtones: »Papa-Oom-Mow-Mow« sowie »The Bird’s The Word« und the trashmen haben diese beiden songs entdeckt und daraus ihre eigene version gemacht, die auf platz 4 der amerikanischen billboard charts kam. die originale waren weit in den hinteren plätzen angesiedelt.
danke für die aufmerksamkeit.
* zugegeben die idee ist nicht die neueste, manchmal lässt sich das aber nicht verhindern und man sieht ähnliche ergebnisse erst beim googlen. das finde ich persönlich nicht schlimm – ideen sind frei, solange sie auf eigene
art und weise interpretiert werden.
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Romibello ist Grafikdesigner und versteht eigentlich nichts von Mode –- einige behaupten sogar, er verstehe nichts von Grafikdesign.
Früher bemalte er gerne Züge und Wände mit bunter Farbe, bis er vom Staat rehabilitiert wurde und diesen Zwang heute auf T-Shirts auslebt.




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@oncotton,
Tja, aus redaktioneller Sicht geht das natürlich gar nicht, den Text so rauszulassen.
Einfach klasse 🙂
@toney,oncotton: stimmt.
Moin,
schöner Artikel. Aber ich finde da hätte zumindest Spreadshirt nochmal Gramatikpolizeit spielen können. Satzzeichen und Großbuchstaben am Anfang von bestimmten Wörtern dienen ja nicht nur der Beruhigung des Spießbürgertums, sondern auch dem Lesefluss.
Gruß
oncotton
schöner artikel, locker, flockig und unterhaltsam geschrieben. was kann romibello eigentlich nicht? Fußball;-) vielleicht?
@torge, hehehe! — der kommt gut, wa? 😀
@all, thx für das lob.
dem stimm ich zu.
schönes ding!
“das hat nichts mit ornanieren zu tun, sondern mit vögeln” 🙂
Insgesamt cooler Beitrag!
schöner artikel und das birdy motiv ist auch ganz hübsch geworden! 🙂 hab mich auf witzige und teils jedem bekannte sprüche “spezialisiert” und versuche sie auch stets irgendwie in szene zu setzen nur leider fehlt mir die erfahrung mit dem grafikprogramm und ich stoße schnell an meine grenzen. das was in meinem kopf ist umzusetzen gelingt mir leider nicht immer. aber ich arbeite weiter dran! 😉 die motive von romibello finde ich echt hammer! vom staat rehabilitiert und jetzt dank euch ein erfolgreicher shirtdesigner. find ich echt super!