Von wegen alternativlos. Das am Dienstag gekürte Unwort des Jahres 2010 scheint mir nicht so ganz passend. Zumindest hat die Fachjury keinen Blick in Spreadshirts Baumwollstatistik geworfen. Sonst hätten sie festgestellt, dass zumindest die Spreadshirt-Kunden im letzten Jahr so gar nicht alternativlos waren.
In langer und liebevoller Kleinarbeit, haben wir uns für den aktuellen Trend Report alle Wörter angeschaut, die in Deutschland, Großbritannien und den USA 2010 auf Produkte gedruckt wurden, weil wir uns mit der Auswahl der Gesellschaft für deutsche Sprache nicht mehr zufrieden geben wollten. Unter den rund 1.3 Millionen Wörtern fanden wir so einige, die zum Schmunzeln und Staunen anregten, aber ganz bestimmt keine Wutbürger. Über die Bedeutung einiger Wörter zerbrechen wir uns jedoch heute noch den Kopf . . .
Eine kleine Auswahl aus der Kreativwerkstatt:
Fellschuhpupsgesicht, Retepeteti, Zergebubbelt, Teilzeitwaschbär, Zwergenaufstandsverhinderin
Da sind sich alle einig:
- Männernamen wurden dreimal häufiger auf Shirts gedruckt als Frauennamen.
- Der Papa ist die neue Mama. „Dad“, „Vati“ und „Paps“ wurden fast doppelt so oft gedruckt wie ihre weiblichen Pendants.
- Das am häufigsten gedruckte Wort ist „Ich“/ „I“. „Du“/ „You“ wurde rund 5000 Mal weniger gebraucht.
Deutschland: Max Mustermann ist verliebt
Der durchschnittliche deutsche T-Shirt-Träger 2010 heißt Alex und verfolgt mit seiner Freundin, die er liebevoll Engel nennt, jedes WM Spiel. Natürlich darf bei keinem Spiel eines seiner zahlreichen Fan-Shirts mit dem Aufdruck Fußballgott oder Fußballverrückter fehlen. Engel heißt mit richtigem Namen Julia und trägt beim gemeinsamen Grillen mit Freunden nach dem gewonnenen Fußballspiel eine Schürze mit dem Aufdruck Grillschnecke, die sie natürlich von ihrem Grillflüsterer geschenkt bekam.
USA: Joe Doe und seine große Leidenschaft – der Sport
Das amerikanische Gegenstück zu Alex heißt Ben. Gemeinsam mit seinem College Freund John zieht er Abend für Abend um die Häuser. Ziel dieser Ausflüge ist ihre Lieblingsbar, wo sie beim Basketball oder Baseball mitfiebern. Katie und Ashley müssen bis zum Abpfiff warten, um von Ben und John Aufmerksamkeit zu bekommen, denn in einem Punkt scheinen sich alle Amerikaner einig zu sein. Der Sport steht an erster Stelle. Bei der Frage nach dem Team sieht es da aber schon wieder anders aus.
Großbritannien: John Bloggs erkundet die Welt
Der britische Alex liebt das Feiern und Reisen. Er nutz jede Gelegenheit die Insel zu verlassen und mit seinen Freunden Dave und Emma durch Europa zu touren. Nächstes Reiseziel ist Teneriffa. Seinen 21sten birthday feierten sie in den angesagtesten Clubs von Paris. Egal ob zu House oder Rock, wenn die drei zusammen unterwegs sind, dancen sie immer bis in die frühen Morgenstunden, denn außer dem gemeinsamen Reisen verbindet sie die Liebe zur Music.
Noch mehr Details rund um die Wörter 2010 und andere interessante Fakten aus der Baumwollstatistik, könnt ihr in unserem Presseblog nachlesen.




Nur schade, dass DJ ALEX seinem ENGEL keinen KISS aufdrücken kann, ohne dass eine Armee von Anwälten über ihn herfällt…
:o)
Ist WUTBÜRGER eigentlich schon als Marke eingetragen?
Kollosaler Beitrag 🙂
toller text 🙂