Große Sportevents sorgen immer für eine erhöhte Nachfrage nach Fanartikeln – so auch die FIFA World Cup 2026. Für unabhängige Designer*innen ist das eine gute Gelegenheit: Designs mit Fußballbezug, Fanmotive und Grafiken rund um den Spieltag können in dieser Zeit besonders gefragt sein.
Gleichzeitig gilt: Achtet beim Veröffentlichen unbedingt auf Markenrechte. Wenn Ihr Designs mit Fußballbezug in Eurem Shop oder auf dem Spreadshirt Marktplatz anbieten möchtet, solltet Ihr wissen, wo kreative Inspiration aufhört und geschützte Markenelemente beginnen.
Designs mit Fußballbezug: grundsätzlich möglich – achtet auf Folgendes:
Mit wachsender Vorfreude auf das Turnier arbeiten viele von Euch bereits an sportlichen Motiven, Fan-Sprüchen und Designs rund um das Thema Fußball.
Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Problematisch wird es aber dann, wenn ein Design einen direkten Bezug zum offiziellen Turnier, zu dessen Branding oder zu geschützten Begriffen herstellt. Ohne Zustimmung der Rechteinhaber kann das eine Markenrechtsverletzung darstellen.
Was Ihr nicht verwenden solltet
Ohne entsprechende Erlaubnis solltet Ihr keine offiziell geschützten Elemente verwenden, die mit dem Turnier in Verbindung stehen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- offizielle Event-Logos
- offizielle Embleme, Trophäen, Maskottchen oder andere geschützte Gestaltungselemente
- offizielle Turnierbezeichnungen oder geschützte Wortmarken
- das Branding offizieller Partner oder Sponsoren
- Wort- oder Bildkombinationen, die einen offiziellen Bezug zum Turnier nahelegen
Seid außerdem vorsichtig bei Kombinationen mit Gastgeberländern, Austragungsorten, der Jahreszahl 2026 oder typischen Begriffen aus dem Fußballkontext, wenn dadurch insgesamt ein klarer Bezug zum offiziellen Event entsteht.
Auch angelehnte Designs können problematisch sein
Selbst wenn Ihr nicht das exakte Logo oder die offizielle Bezeichnung verwendet, kann ein Design rechtlich problematisch sein, wenn es geschütztem Branding zu stark ähnelt.
Das gilt vor allem für Designs mit:
- visuellen Elementen, die stark an das offizielle Event-Branding erinnern
- Symbolen oder Layouts, die erkennbar an offizielle Vorlagen angelehnt sind
- Formulierungen, die eine offizielle Partnerschaft, Empfehlung oder Verbindung nahelegen
- sehr ähnlichen Neuinterpretationen geschützter Logos oder Marken
Ein Design muss keine exakte Kopie sein, um rechtliche Risiken mit sich zu bringen.
Was stattdessen möglich ist
Natürlich gibt es weiterhin viel Spielraum für kreative Fußball-Designs.
Eher unkritisch können zum Beispiel sein:
- allgemeine Fußball-Sprüche
- Motive rund um Fankultur und Spieltagsstimmung
- Designs in Landesfarben ohne offizielle Hoheitszeichen
- Fanmotive für Watchpartys oder gemeinsame Spielabende
- Fußball-Typografie, humorvolle Motive und allgemein gehaltene Designs zur Fußballbegeisterung
Wichtig ist, dass Eure Designs allgemein gehalten, eigenständig und klar unabhängig vom offiziellen Branding sind.
Wenn Ihr unsicher seid: erst prüfen, dann veröffentlichen
Bitte beachtet, dass die genannten Beispiele nicht abschließend sind. Wenn Ihr unsicher seid, ob ein Begriff, Symbol oder Gestaltungselement geschützt sein könnte, recherchiert am besten vor der Veröffentlichung.
Hilfreiche Anlaufstellen sind zum Beispiel:
- das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA)
- das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO)
Im Zweifel lieber auf Nummer sicher gehen
Designs mit Fußballbezug können rund um die FIFA World Cup 2026 großes Potenzial haben – solange sie originell bleiben und keine geschützten Markenelemente aufgreifen.
Unsere Empfehlung ist deshalb ganz einfach: Konzentriert Euch auf die Begeisterung für den Fußball – nicht auf die offizielle Marken.



