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Meet a Spreadster – Markus Kellner

Meet a spreadster

Ein Mitarbeiter, der wie kaum ein anderer miterlebt hat, wie Spreadshirt innerhalb der letzten Jahre gewachsen ist, ist Markus Kellner. Seit den Anfängen von Spreadshirt arbeitet er in der Produktion und doch kennt er Spreadshirt noch aus einer Zeit, in der es noch gar keine Produktion gab. Was genau macht Markus, welche Veränderungen hat er über die Jahre bei Spreadshirt beobachtet und wo fängt die Geschichte überhaupt an? Das sollt ihr von ihm selbst erfahren.

Meine Geschichte bei Spreadshirt beginnt vor genau zehneinhalb Jahren. Ich war damals Aushilfe bei Delta Druck, einer kleinen Druckerei gleich hier um die Ecke in der Lukasz (Anm. d. Red.: Lukasz Gadowski ist Gründer von Spreadshirt) ganz zu Beginn noch seine T-Shirts drucken ließ. Als er irgendwann beschloss, eine eigene Produktion aufzubauen, bin ich mit gegangen. Damals war ich also einer der ersten Mitarbeiter überhaupt. Wir waren insgesamt sieben bis acht Leute und auch Lukasz selbst stand mit an der Presse.

Heute arbeiten bei Spreadshirt insgesamt über 500 Mitarbeiter. Das war also ein gewaltiger Sprung von damals! Was hat sich mit wachsender Mitarbeiterzahl verändert? Und wie hast du das empfunden?

Die Mitarbeiterzahl in der Produktion und im HQ ist in kürzester Zeit regelrecht explodiert. Mit jedem neuen Mitarbeiter wurde die Arbeit ein Stück strukturierter und organisierter. Und neue Mitarbeiter kamen am Anfang quasi jeden Tag! Das schöne aber ist, dass die Idee des Anfangs, das Gefühal und Selbstverständnis eines kleinen Startups, dabei immer noch so geblieben ist wie damals.

Wie sieht denn dein persönlicher Werdegang bei Spreadshirt aus? Du hast weit mehr gesehen als nur die Produktion. Dennoch bist du gerade wieder dort, wo du vor zehneinhalb Jahren angefangen hast. Wie kam es dazu?

Ja, das stimmt. Ich hatte irgendwann, das war so vor drei Jahren, das Bedürfnis mich weiter entwickeln zu müssen. Ich habe dann eine Zeit lang regelmäßig im Product Management ausgeholfen und in diversen anderen Abteilungen. Mein längster Ausflug dauerte drei Monate an und führte mich ins Supply Chain Management. Am Ende hat es mich aber irgendwie immer wieder in die Produktion zurück gezogen.

Hat dir die Arbeit im HQ nicht gefallen? Oder anders gefragt: Was ist es, das dich bei deiner Arbeit in der Produktion so fesselt?

Ich denke, wenn man einmal so lange in der Produktion gearbeitet hat wie ich, dann fällt
es einem schwer, seine Arbeitszeit nur noch am Rechner zu verbringen. Ich brauche ein Ergebnis zum anfassen. Das fertige T-Shirt. Diese Art von Erfolgserlebnis hat mir in meiner HQ-Zeit gefehlt. Mir hat außerdem die Freiheit gefehlt, die ich in der Produktion habe. Hier kann ich entscheiden, was ich als erstes mache und meinen Arbeitstag selbst gestalten. Dadurch ist die Arbeit nie monoton. Ich finde es toll, nach zehn Jahren genau zu wissen, an welchen Schräubchen ich drehen muss. Gleichzeitig entdecke ich nach wie vor jeden Tag etwas Neues.

Zu deiner Arbeit musst du uns noch ein bisschen mehr verraten. Was genau sind deine Aufgaben?

Ich arbeite im Testlabor der Produktion als „Quality Inspektor“. Bevor ein neues Produkt in die Produktion aufgenommen wird, überprüfe ich, ob die Qualität hält, was sie verspricht. So unterziehe ich alle Textilien und Druckarten einem speziellen Stresstest. Ein T-Shirt sollte beispielsweise zehn Wäschen unbeschadet überstehen. Einmal habe ich ein T-Shirt sogar hundert Male gewaschen. Das war ein persönliches Experiment und ist heute intern bekannt als „most washed T-Shirt“.

Apropos 100 Mal gewaschen. Hast du ein Lieblings-T-Shirt, das deinen persönlichen Stresstest überstanden hat? Und wenn ja, wie sieht dieses Shirt aus?

Mein Lieblingsstück ist ein T-Shirt mit dem Spruch “Mein Raumanzug ist in der Waschmaschine”. Das war eine eigene Idee von mir und hat schon mehrmals, innerhalb und außerhalb der Firma für Schmunzler gesorgt. Die hundertste Wäsche hat dieses Shirt bestimmt schon lange überschritten!

Was sind für dich die schönsten Momente bei deiner Arbeit?

Die schönsten Momente sind für mich immer Tage wie die T-Shirt-Werkstatt (Anm. d. Red.: Wer die T-Shirt-Werkstatt noch nicht kennt, sollte das hier lesen). Das sind wahre Sternstunden jedes Jahr! Das Schöne an diesen Tagen ist immer der direkte Kontakt zu den Menschen, die strahlenden Augen der Besucher, wenn sie ihr selbst gestaltetes T-Shirt in Händen halten.

Nachdem wir nun über schöne Stunden gesprochen haben, muss ich dich natürlich auch fragen: Gibt es manchmal auch das Gegenteil bei deiner Arbeit? Momente, in denen man am liebsten alles stehen und liegen lassen würde?

Solche Momente muss es in zehneinhalb Jahren natürlich auch geben. Das absolute Worst-Case-Szenario habe ich bei der Einführung des Laser-Transfer-Drucks für Base Caps und Taschen erlebt. In der Testphase lief alles einwandfrei, es sind keinerlei Probleme aufgetreten. Als das dann aber eingeführt wurde, sind auf einmal alle Drucke gerissen. Es lag im Endeffekt an einem Materialfehler am Papier. Bis wir das herausgefunden hatten, waren allerdings drei Tage vergangen.

Jetzt haben wir schon viel über die Arbeit gesprochen. Was machst du als erstes, wenn du nach deiner Schicht nach Hause kommst?

Zuhause bastele ich viel am PC. Ich arbeite nebenbei für eine kleine Filmproduktion, die kurze Clips für Stadtwerke, kleine Musikvideos oder auch einmal eine Website für ein Bauunternehmen macht. Ich beschäftige mich mit verschiedenen Designthemen, gestalte mal ein Hintergrundbild, programmiere Animationen, oder auch einmal eine interaktive Karte.

Das heißt zuhause geht die Arbeit für dich weiter?

Nein, so kann man das nicht sagen. Da ich das nie richtig gelernt habe, steckt da sehr viel Learning-by-Doing dahinter. Das Ganze ist also eher ein Hobby. Es macht mir Spaß, nach neuen Tricks und Kniffen für coole Effekte suchen.

Gibt es denn Parallelen zwischen deinen beiden Tätigkeiten, der Arbeit im Testlabor und der Arbeit am PC zuhause?

Es gab tatsächlich schon die ein oder andere Situation bei Spreadshirt, für die ich einen anderen Blick bekommen habe. Beispielsweise wurde früher die Fehlererfassung immer handschriftlich in einen Ordner eingetragen. Das führte dann aber so weit, dass die gleichen Probleme völlig verschieden benannt wurden und die Auswertung der Fehler so am Ende deutlich erschwert war. Ich dachte, es muss auch eine Möglichkeit geben, das standardisiert und am besten elektronisch zu erfassen. So ist aus dem „Fehlerordner“ der „Fehlerordner 2.0“ geworden. Ein ähnliches Tool habe ich auch für die Erfassung der einzelnen Entgitter-Vorgänge programmiert und eingeführt.

Hast du ein heimliches Talent? Gibt es etwas, was deine Kollegen nicht über dich wissen?

Du meinst, außer nachts mit dem Cape durch die Luft fliegen? Nein, eigentlich nicht. Meine Leidenschaft für Animationen und Effekte ist kein Geheimnis.

Beende den Satz wie du magst: „Bei Spreadshirt… “

… arbeiten alte Freunde und solche, die zu Freunden geworden sind.

Das war ein schöner Schlusssatz. Bleibt mir am Ende eigentlich nur noch eine Frage: Wer ist als nächstes dran?

Darüber habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht. Als erstes kam mir dabei mein bester Kumpel Thomas in den Sinn. Ich habe ihn kurz nach meinem Einstieg bei Spreadshrit auch mit ins Boot geholt. Er ist also schon fast so lange dabei wie ich. Mag sein, dass er euch daher das gleiche erzählt, aber vielleicht hat er das alles auch völlig anders erlebt. Das wäre spannend für mich zu erfahren.

Vielen Dank für das Gespräch, Markus. Wir sind gespannt darauf, was Thomas uns als Nächstes von den Spreadshirt Anfängen berichtet.

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