Mach mit! Ab heute wird nachhaltig gewaschen

Mach mit! Ab heute wird nachhaltig gewaschen

Fast jede*r will mehr für Umweltschutz tun. Und wir alle müssen mal Wäsche waschen! Mit unseren Tipps für nachhaltiges Waschen tust Du einfach Gutes für die Umwelt und sparst dabei sogar noch Geld und Zeit!

Waschen – eine ziemliche Sauerei

Laut bund.de sind 86% der Deutschen zu deutlichen Einschränkungen ihres Lebensstils bereit, um das Klima zu schützen. Mit unserem heutigen Beitrag zur „Earth Positive“ Kampagne setzen wir bei einem Umweltthema an, das Du auch ohne Einschränkung Deines Lebensstils easy angehen kannst: dem Wäschewaschen.

Bei genauem Hinsehen ist Waschen nämlich eine ziemliche Sauerei: Jährlich landen in Deutschland ca. 630.000 Tonnen Waschmittel und 250.000 Tonnen Weichspüler im Abwasser. Was viele nicht wissen: Nicht alle Inhaltsstoffe werden in der Kläranlage abgebaut. Einige landen in Flüssen, Seen und im Meer, wo sie Wasserorganismen schaden können.

Wenn Du die folgenden Regeln beim Waschen Deiner T-Shirts, Pullover und Hosen befolgst, hilfst Du mit, die Gewässer zu schützen und Energie zu sparen.

10 Tipps für nachhaltiges Waschen

  1. Wasche nicht übertrieben oft. Häng Deine Wäsche auch mal an die Luft oder probiere Textilerfrischer aus. Durch das seltenere Waschen sparst Du nicht nur Energie, sondern hast auch mehr Freizeit!
  2. Belade die Waschtrommel immer vollständig. Als Faustregel gilt: Eine hochgestellte Hand sollte oberhalb der Wäsche noch in die Trommel hineinpassen.
  3. Wähle möglichst niedrige Temperaturen. Moderne Waschmittel funktionieren bei 30°C genauso gut. Lediglich Handtücher solltest Du aus hygienischen Gründen bei 60°C waschen.
  4. Verzichte auf die Vorwäsche. Wenn Du gegen Flecken ankämpfst, verwende lieber ein ökologisches Vorwaschspray.
  5. Verwende nachhaltiges Waschpulver. Das kannst Du auch einfach und günstig selbst herstellen. Für 2 Liter brauchst Du 7 EL geriebene Kernseife, 4 EL Waschsoda, 2 Liter Wasser und optional ein paar Tropfen ätherisches Öl für den Duft. Löse alles bei mittlerer Hitze in einem Topf auf, lass die Mischung anschließend ca. 2 Stunden erkalten, bis sie eine geleeartige Konsistenz hat, und fülle sie dann in ein großes Schraubglas. Wäscht einwandfrei und ganz ohne Chemie!
  6. Verzichte auf Weichspüler. Gib stattdessen 1-2 EL Apfelessig ins Weichspülerfach. Essig desinfiziert, enthärtet das Wasser und löst Kalkablagerungen aus den Fasern Deiner Kleidung. Dadurch wird die Wäsche schön weich und die Farben erstrahlen wie neu. Keine Sorge wegen des Geruchs, dieser verfliegt beim Trocknen.
  7. Trockne Deine Wäsche auf der Leine. Wäschetrockner erhöhen den CO₂-Fußabdruck einer typischen 40°C-Wäsche um ca. 75%. Das kannst Du Dir zumindest im Sommer sparen!
  8. Setze auf natürliche Textilien. Synthetische Fasern wie Polyester, Acryl oder Nylon in Sportbekleidung, können Microplastikpartikel in das Waschwasser abgeben. Da diese nicht gänzlich ausgefiltert werden, landen sie später in Flüssen und Meeren. Bio-Produkte findest Du hier.
  9. Stell einen niedrigen Schleudergang ein. Damit sparst Du Energie und Deine Kleidung wird geschont. Ist auch besser für bedruckte Kleidung!
  10. Und was ist mit Bügeln? Geschickt getrocknet ist halb gebügelt. Schüttel Deine feuchte Wäsche aus, zieh sie in Form und spanne sie straff auf die Leine. So ist Bügeln oft schon überflüssig. Falls nötig, bügle Deine Wäsche von links und nur bei mittlerer Temperatur. So bleiben auch Deine selbstbedruckten T-Shirts länger schön!
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