„Eine Feel Good Managerin ist wie die Mutter einer Großfamilie“ – Nelly Flieger im Interview

Nelly Flieger erweitert den Feel-Good-Bereich der Spread Group und bringt Bewegung ins Home-Office. Warum die leidenschaftliche Yogalehrerin bereits im Keller T-Shirts bedruckt hat und wie sie die Themen Achtsamkeit und Gesundheit im (Arbeits-)Alltag angeht, gibt es im Interview zu lesen.

„Eine Feel Good Managerin ist wie die Mutter einer Großfamilie“ – Nelly Flieger im Interview

Hi Nelly, klassische Einstiegsfrage: Wer bist Du und wo kommst Du her?

Hallo, ich bin Nelly Flieger, 34 Jahre, und die neue Feel Good Managerin hier bei der Spread Group. Ich bin eine waschechte Leipzigerin und hab den Großteil meines Lebens im Leipziger Süden, in Markkleeberg, verbracht. Für mein Studium bin ich nach Stuttgart gegangen. Als meine zweite Heimat bezeichne ich allerdings immer Hamburg, da ich dort eine gute Weile gelebt und gearbeitet habe.

Jetzt machst Du uns neugierig. Was hast Du studiert?

Ich habe Verpackungstechnik in Verbindung mit Drucktechnik studiert und auch einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet, sowohl in einer Agentur als auch im Konzern. Fun Fact passend zur Spread Group: Bereits während meines Studiums habe ich selber im Hochschulkeller T-Shirts bedruckt und einfache Designs ausprobiert.

Und nun bist Du Teil der Spread Group, ob das Zufall ist? Du hast in Deiner internen Willkommensmail geschrieben, dass du nicht nur studierte Verpackungsingenieurin, sondern auch seit vielen Jahren als Yogalehrerin, Fitness- und Ayurveda-Lifestyle-Coach tätig bist. Wie bist Du dazu gekommen?

Während meiner Jugend habe ich in meiner Freizeit bereits als Trainerin für Kinder- und Showtanz, hauptsächlich in Karnevalsvereinen, gearbeitet. Ich habe relativ früh eine klassische Aerobic-Ausbildung absolviert und im Fitnessstudio gejobbt. Der Sport und die Freude an der Bewegung waren für mich aber schon immer mehr als ein Hobby. Deswegen bin ich nach dem Studium auch für eine gewisse Zeit ins Ausland gegangen, um mich dort einmal hauptberuflich im Fitnessbereich der Hotelanimation zu verwirklichen. Jeweils für ein Jahr durfte sowohl Spanien als auch die Türkei mein Zuhause sein. Seit 2011 bin ich lizensierte Yoga- und Pilates-Lehrerin und vor knapp 5 Jahren habe ich mich in meiner Heimat Leipzig in diesem Bereich selbstständig gemacht. Außerdem habe ich eine Ausbildung zum Ayurveda-Lifestyle-Coach abgeschlossen. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Ayurveda nicht nur Wellness und überwürzt indisches Essen ist, wie viele meinen (lacht). Es ist viel mehr eine gesamtheitliche und gesundheitsbewusste Betrachtungsweise des Lebens. Und das möchte ich in meiner Rolle als Feel Good Managerin bei der Spread Group einfließen lassen.

Gute Überleitung, Nelly. Was reizt dich denn an der Spread Group und an Deiner neuen Rolle?

Mit der Spread Group habe ich schon eine ganze Weile geliebäugelt und aktiv die Entwicklung des Feel-Good-Bereichs verfolgt. Die familiäre Unternehmenskultur, die bunten Teams, der Spaß bei der Arbeit – bei alldem, was man als Außenstehender über die Spread Group wahrnimmt, war ich überzeugt davon, dass ich als Feel Good Managerin mein Wissen aus der Industrie- und der Gesundheitswelt gut vereinen und auch neue Akzente setzen kann. Seit der Eröffnung meines Yoga-Studios verfolge ich die Vision, mich darum zu kümmern, dass Menschen gesünder und glücklicher sind. Diese Vision begleitet mich in meiner neuen Rolle als Feel Good Managerin weiterhin.

Wie waren Deine ersten Wochen als Feel Good Managerin? Was beschäftigt Dich aktuell?

Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, aber mein Start verlief ganz anders als zunächst gedacht. Aufgrund der aktuellen Pandemie erfolgt mein Onboarding, als auch die Einarbeitung vieler anderer Kollegen, vorrangig im Home-Office. Ich sehe es als Chance und Herausforderung zugleich, in meiner neuen Position remote zu starten und ausgewählte Feel-Good-Aktivitäten in dieser bewegten Zeit vorerst ins Virtuelle zu überführen. In den ersten Wochen konnte ich schon viele meiner Kollegen und Kolleginnen online kennenlernen und einen Eindruck über das derzeitige Stimmungsbild bekommen. Es hat mich gefreut zu sehen, dass schon ganz viel Feel-Good im Unternehmen vorhanden ist. Ich setze mich aktuell intensiv mit der Frage auseinander, wie man die Feel-Good-Kultur auch aus der Ferne aufrechterhalten und weiter aufleben lassen kann. Dafür muss ich zu Beginn sehr offen sein und viel zuhören, um ein Angebot schaffen zu können, was alle Spreadster in der derzeitigen Situation glücklicher, zufriedener macht und das Wir-Gefühl bestärkt. Nur so können wir im Umkehrschluss ausgeglichener und auch leistungsfähiger sein.

Hast Du dafür schon erste Ideen?

Nicht nur Ideen, erste Aktionen und Angebote habe ich zusammen mit dem Human Resources Team bereits ins Leben gerufen. Dazu zählen virtuell stattfindende Yoga-, Stretching- als auch bewusste Atempausen, die unter der Woche fast täglich stattfinden. Erinnerungen an diese Feel-Good-Breaks versende ich über den neu eröffneten internen Feel-Good-Chat. Im Chat geht es aber auch um die Themen Achtsamkeit und Bewegung im Alltag, um beispielweise dem ständigen Sitzen im Home-Office entgegenzusteuern und über die Gefühle rund um den Lockdown zu sprechen. In der virtuellen Lunch-Lotterie können sich die Kollegen und Kolleginnen teamübergreifend kennenlernen und untereinander austauschen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen rund um Home Schooling und Kinderbetreuung von Zuhause wurde auch ein Angebot für Mitarbeitende mit Kindern geschaffen. In Zusammenarbeit mit unserer IT-Abteilung haben wir Notebooks als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Interne kreative Köpfe der Spread Group haben zudem ein Malbuch angefertigt, um Kindern einen kleinen Einblick in das Arbeitsleben ihrer Eltern zu geben. Wer von den Kindern Lust auf Bewegung hat, kann an der wöchentlich stattfindenden virtuellen Kinderdisco und oder beim Kinderyoga mit Puppen und Kuscheltieren teilnehmen. Und da wird noch einiges folgen, stay tuned!

Nelly Flieger der Spread Group lädt die Mitarbeitenden zu den Feel Good Breaks zum Stretchen und Bewegen ein.

Apropos Kinder, wie würdest Du denn Kindern erklären, was eine Feel Good Managerin ist?

Das ist eine schöne Frage. Ich vergleiche die Rolle einer Feel Good Managerin gern mit einer liebevollen Mutter einer Großfamilie, die mit einem wachsamen Auge darauf schaut, dass es allen Mitgliedern gut geht. Sie motiviert und kümmert sich darum, dass sich jeder verwirklichen kann und achtet darauf, dass das Gesamtkonstrukt Familie, also das Unternehmen, gut funktioniert und der Zusammenhalt gegeben ist. Das ist eine schöne Metapher, um meinen Job für die Kleinen greifbarer zu machen.

In der Tat ein treffender Vergleich! Was macht für Dich ein gut funktionierendes Feel-Good-Management aus? Was sollte ein/e Feel Good Manager*in für Eigenschaften mitbringen?

Feel-Good-Management gestaltet sich unfassbar vielseitig. Es gibt so viele Möglichkeiten. Wichtig ist aber, dass das Angebot von den Bedürfnissen der Mitarbeitenden abgeleitet wird und dass das Wohlergehen der Kollegen und Kolleginnen, sowohl körperlich als auch geistig und seelisch, in den Fokus gestellt wird. Bei einem gut funktionierendem Feel-Good-Management herrscht ein starkes Wir-Gefühl untereinander, es ist ein spürbarer fester Teil der Unternehmenskultur. Bei der Spread Group funktioniert das bereits sehr gut, wie ich in den ersten Wochen erleben konnte.

Da der Job als Feel Good Managerin sehr aktiv und schnelllebig ist, sollte man offen und auch flexibel sein und gut zuhören können. Ein gewisses Organisationstalent kann von Vorteil sein. Ansonsten finde ich noch folgende Eigenschaften wichtig: kommunikativ, empathisch, aktivierend und motivierend.

Wie siehst Du die Zukunft des Feel-Good-Managements in Unternehmen und in der Gesellschaft?

Ich bin überzeugt davon, dass dieser Unternehmensbereich immer wichtiger und auch gefragter werden wird. Durch die unaufhaltsame Digitalisierung und der spürbaren Zunahme an Technik wird einem viel bewusster, dass der Mensch mit seinen Bedürfnissen wieder ins Zentrum des Geschehens gerückt werden muss. Nach vielen Jahrzehnten von „höher, schneller, weiter“ und auch das „next new normal“ durch die Coronapandemie ist das Feel-Good-Management ein wichtiges Tool von Unternehmen, um sich von der Konkurrenz am Arbeitsmarkt abzugrenzen. Für Arbeitnehmende wird sich das Angebotsportfolio rund um den Feel-Good-Bereich zu einem Entscheidungskriterium entwickeln und besonders nachkommende Generationen werden es schlichtweg einfordern und als selbstverständlich betrachten.

Noch eine persönliche Frage: Wie gestaltet Du gern Deine Freizeit, wenn Du nicht selbst auf der Yogamatte turnst?

Ich bin gern draußen! Deswegen liebe ich Leipzig und seine Umgebung auch so sehr. Die Natur, die Seenlandschaft! Tatsächlich bin ich auch vor dem Corona-Lockdown gern spazieren und wandern gegangen. Das ist kein Coronahobby (lacht)! Ansonsten singe im Chor, derzeit auch virtuell, und spiele Akkordeon und Ukulele. Mittlerweile traue ich mich auch wieder zu sagen, dass ich Akkordeon spielen kann. Früher war das eher uncool. Also, wer weiß, vielleicht kann sich die Spread Group schon bald über musikalische Feel-Good-Aktionen freuen. Wir werden sehen. Ach ja, und ich begeistere mich für Wassersport. SUP-Yoga im Sommer, surfen oder segeln. Kurze Werbeeinblendung: Ich suche noch einen Segelpartner!

Abschlussfrage: Welchen Spruch würdest Du Dir sofort auf ein T-Shirt drucken lassen?

Da muss ich nicht lang überlegen. „Wenn es anstrengend wird: atmen, genießen und lächeln!“ Das werden die Kollegen und Kolleginnen der Spread Group auch noch in meinen Kursen merken. Man kann aus jeder Situation etwas Gutes herausholen! Atmen nicht vergessen, nicht in Stress ausarten!

Vielen Dank für das Interview und den Einblick in Deine Arbeit, Nelly!

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