CSR @ Spread Group: 5 Fragen an Dave Gorman

Corporate Social Responsibility ist kein Trendthema, sondern eine Haltung. Ihr Ziel ist es, ein gutes Leben für alle zu schaffen. In unserer neuen Interview-Reihe fragen wir unsere Mitarbeiter*innen, wie sie zu einem der wichtigsten Themen unserer Branche und unserer Zeit stehen: Was denken sie über Nachhaltigkeit? Wie setzen sie sich selbst dafür ein? Und welche Rolle spielt das Thema in ihrer Abteilung bei der Spread Group?

CSR @ Spread Group: 5 Fragen an Dave Gorman

Den Auftakt unser Interview-Serie macht Dave Gorman, Director of Customer Experience und CSR-Projektverantwortlicher bei der Spread Group. Die Umwelt lag dem gebürtigen Bostoner schon immer am Herzen: Sein Vater hat ihm den Wert von Recycling und bewusstem Einkaufen vorgelebt und gezeigt, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Wie wichtig der Schutz unserer Natur ist, wurde ihm während seiner Reisen um die Welt schmerzlich bewusst: Die drastischen Auswirkungen einer Wirtschaft, die zu häufig auf reine Profitmaximierung anstelle einer positiven Wirkung für Umwelt und Gesellschaft setzt, waren unübersehbar.

Seit über 15 Jahren lebt und arbeitet Dave in Leipzig – zunächst als Web- und Werbetexter und Englischlehrer, später als Copywriter bei der Spread Group. Heute leitet er die Customer Experience Abteilung mit Teams, die unter anderem für „User Research & Experience“, „Copywriting & Übersetzung“ sowie Fotografie und zentrale Designfunktionen verantwortlich sind. Seit einiger Zeit gehört auch Corporate Social Responsibility zu seinem Verantwortungsbereich und er treibt die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmensgruppe mit viel Herzblut voran.

Spread Group: In Deiner Rolle als CSR-Projektverantwortlicher hast Du vermutlich die tiefsten Einblicke in das Thema „Nachhaltigkeit“ bei uns. Wie würdest Du unsere Definition von „Corporate Social Responsibility“ beschreiben?

Dave Gorman: Wir definieren „Nachhaltigkeit“ nach dem „Triple-Bottom-Line“-Ansatz: Für uns handelt ein Unternehmen erst dann nachhaltig, wenn es gleichermaßen wirtschaftliche, umweltbezogene und gemeinnützige Ziele verfolgt und diese auch umsetzt. Der Umweltschutz gehört zu den wichtigsten Kriterien für unsere Kunden und uns, aber auch die ökonomischen und gesellschaftlichen Seiten der Nachhaltigkeit sind ein wesentlicher Teil unserer Unternehmensverantwortung.

Unser Print-on-Demand-Geschäftsmodell sehen wir als unser Fundament für ein nachhaltiges Wirtschaften. Wir setzen uns damit intensiv auseinander, wo und wie wir unsere Produkte beziehen, wie hoch der Anteil an umweltfreundlichen Produkten in unserem Sortiment ist und wie wir die Qualität und Langlebigkeit unserer Produkte erhöhen können.

Wenn es um die Gesellschaft geht, sehen wir eine Verantwortung für unsere Mitarbeiter*innen weltweit als auch für unsere Produkte, die von unseren Marken verkauft werden. Wir sind glücklich darüber, dass wir kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie unabhängigen Designern eine Möglichkeit bieten, mit ihren Ideen auf Kleidung und Accessoires Geld zu verdienen. Selbstverständlich engagieren wir uns auch für wohltätige Zwecke und spenden Neuware aus Retouren und Rückläufern an Hilfsorganisationen und karitative Einrichtungen, anstelle sie zu vernichten.

Spread Group: Wie lange ist „Nachhaltigkeit“ denn schon ein Thema bei uns?

Dave Gorman: Sie war von Anfang an ein wichtiger Teil unseres Selbstverständnisses. Unser Geschäftsmodell beruht auf Druck-on-Demand, bei dem im Gegensatz zu konventionellen Modeunternehmen nur das gedruckt wird, was auch wirklich gekauft wird. Unverkaufte Überbestände und Abfall werden somit massiv reduziert. Wir sind stolz auf diese Wurzeln und entschlossen, noch mehr für ressourcenschonende Produktionsverfahren und umweltfreundliche Produkte zu tun.

Spread Group: Welche konkreten Nachhaltigkeitsprojekte gibt es aktuell bei uns?

Dave Gorman: Wir haben eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gebildet, deren Aufgabe es ist, eine Bilanz zu unseren bisherigen Nachhaltigkeitsprojekten zu ziehen und neue Initiativen zu entwickeln und voranzutreiben. Wir planen konkret, unsere Beschaffungs- und Lieferkette zu optimieren und unser Portfolio an umweltfreundlichen Produkten und Verpackungen zu erweitern.

Spread Group: Was ist Dein Tipp für alle, die im Alltag nachhaltiger leben wollen?

Dave Gorman: Für einzelne Personen ist es noch viel einfacher, nachhaltig zu leben! Sie haben es selbst in der Hand, Abfälle zu reduzieren und Produkte wiederzuverwenden und zu reparieren. Ich stelle mir immer drei Fragen, bevor ich etwas kaufe: Brauche ich das jetzt wirklich? Woher könnte ich das Produkt auch auf einem nachhaltigeren Weg erhalten? Auch, wenn das bedeutet, ein bisschen mehr Geld dafür auszugeben. Und wenn ich etwas nicht mehr brauche oder es kaputt geht, frage ich mich: Kann ich es verschenken oder recyceln?

Spread Group: Was empfiehlst Du alle denjenigen, die weiter in das Thema „Nachhaltigkeit“ eintauchen wollen?

Dave Gorman: Hört Jane Goodalls Hopecast! Das ist ein neuer Podcast über die Wissenschaftlerin, Aktivistin und Geschichtenerzählerin Jane Goodall, der auf die vielen Widrigkeiten eingeht, mit denen unser Planet konfrontiert ist. Er sprüht nur so vor Optimismus und stellt den menschlichen Einfallsreichtum und unsere Hoffnung in den Fokus. Ich empfehle ihn sehr!

Spread Group: Vielen Dank für das Interview, Dave.

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