„Unsere Tür ist immer offen, und wenn sie mal zu ist, dann nur weil es zieht.“

Spreadshirts HR Abteilung im Interview über Recruiting, Unternehmenskultur und ihre persönliche Mission bei Spreadshirt.

Leipzig, 08. Oktober 2012: Trotz rasant steigender Mitarbeiterzahlen stellt die E-Commerce Plattform Spreadshirt den Anspruch an sich, ein bisschen familiärer und ein bisschen enthusiastischer als andere Unternehmen zu sein. Was sich Spreadshirts Personalabteilung dafür einfallen lässt, verraten die Personalleiterin Theresa Kretzschmar und ihre Kolleginnen Sigrid Aust, Lisann Schlottig und Stefanie Häußler im Interview. Außerdem sprechen die vier Frauen über Herausforderungen ihres Berufsalltags, Facebook bei der Mitarbeitersuche und was Spreadshirt als Arbeitsplatz auszeichnet.

Eigentlich sollen sich potentielle Arbeitnehmer bei euch bewerben. Wird das Unternehmen langsam zum Bewerber bei den Fachkräften?

Theresa: Man muss heutzutage in der Tat im Recruiting als Unternehmen auf sich aufmerksam machen. Vor etwa zehn Jahren hat man eine Stelle irgendwo ausgeschrieben, am besten möglichst regional, und darauf meldeten sich hundert Bewerber. Heute sind es nicht einmal mehr halb so viele. Hinzu kommt, dass wir bei Spreadshirt sehr spezielle Positionen besetzen müssen, wofür es in den Schulen oder Universitäten noch keine Ausbildung oder keinen Studiengang gibt. Das macht es nicht leichter für uns, uns bei genau diesen Leuten als Arbeitgeber vorzustellen.
Nicht umsonst bewerben wir uns daher auf der HR Seite Spreadshirts bei dem zukünftigen Mitarbeiter. Zusätzlich gehen wir auf Messen um uns dort als Arbeitgeber zu präsentieren. Statt einer gezielten Strategie, möchten wir aber durch offenes, ehrlich und authentisch Auftreten das Unternehmen gut präsentieren. Das ist schon die halbe Miete.

Als Spreadshirt vor 10 Jahren gegründet wurde, waren Tischtennisplatten, Kochgruppen und flexible Arbeitszeiten etwas ganz besonders. Mittlerweile übernehmen immer mehr Arbeitgeber solch eine offene Unternehmenskultur. Womit hebt sich Spreadshirt heute von anderen Arbeitgebern ab?

Theresa: Zum Beispiel mit unserer Feel Good Managerin Stefanie.
Diese Frage ereilt uns tatsächlich auch immer wieder in Bewerbungsgesprächen. Man muss eben schauen, mit wem man sich da vergleicht. Ganz allgemein würde ich sagen, Spreadshirt zeichnet sich durch eine ganz besonders offene Unternehmenskultur aus. Es sind eigentlich alle Zahlen für jeden Mitarbeiter jederzeit einsehbar. Hier bekommt man nicht das Gefühl, der Vorstand würde etwas verheimlichen wollen. Genau das spiegelt sich in der gesamten Organisation wider, die mehr von Kommunikation und Dialog, als von Anweisungen geprägt ist.

Sigrid: Gerade in den ersten Wochen haben wir ein sehr breit gefächertes Onboarding Programm für neue Mitarbeiter, damit sie sich nicht nur in ihrer eigenen Abteilung einleben, sondern auch einen Blick über den Tellerrand werfen können und so gleich mit sehr vielen Abteilungen in Berührung kommen.

Stefanie: Das Gefühl hier ist auch sehr familiär. Zwar werden wir immer größer, aber das Gemeinschafsgefühl ist nach wie vor sehr stark bei Spreadshirt.

Lisann: Genau deswegen bemühen wir uns so sehr bei Bewerbungen nicht nur jemanden zu finden, der fachlich, sondern auch  persönlich serh gut in das Team passt. Das bedeutet bei uns nicht nur in die jeweilige Abteilung, sondern zum gesamten Spreadshirt Team.

Wie sehr seid ihr dabei auch auf die Hilfe der Mitarbeiter angewiesen?

Lisann: Es kommen häufig mal Anfragen von Mitarbeitern, dass sie für eine ausgeschriebene Stelle jemanden geeignetes kennen würden. Viele Ideen kommen auch aus den Abteilungen selbst. In der IT zum Beispiel suchen wir ständig nach neuen Mitarbeitern und die Abteilung hat dann in Eigeninitiative ein Konzept für die Open IT, eine Informationsveranstaltung für IT Studenten und Absolventen entwickelt. Die Teilnehmer bekommen einen Tag lang einen guten Eindruck von der Arbeit in unseren IT-Bereichen, können sich mit unseren Mitarbeitern unterhalten und ein Gefühl für das Unternehmen und unsere Anforderungen bekommen.

Theresa: Teil einer Mitarbeiterbefragung im letzten Jahr war auch die Frage, ob unsere Mitarbeiter Spreadshirt als Arbeitgeber schon mal weiterempfohlen haben und 90% haben dem zugestimmt. Und genau das ist der Punkt unserer Arbeit. Wenn unsere Mitarbeiter Spaß haben bei der Arbeit und gern ins Büro kommen, ist das die beste Werbung für Spreadshirt als Arbeitgeber.

Ist Social Media für euch ein Thema bei der Mitarbeitersuche?

Theresa: Bedingt. Studien belegen, dass die meisten Leute auf Facebook eher nicht offiziell angesprochen werden möchten. D.h. wir beschränken uns darauf hin und wieder auf unserer Spreadshirt-Seite auch über Vakanzen zu berichten und uns eben auch dort als Arbeitgeber zu präsentieren, jeder kennt schließlich jemanden der jemanden kennt der jemanden kennt…

Stefanie, wir haben uns schon einmal zu Beginn deiner Zeit bei Spreadshirt als Feel Good Managerin unterhalten. Jetzt ist fast ein Jahr vergangen, du hast erste Events veranstaltet und dich in deine Aufgaben eingefunden. Haben sich deine Erwartungen an den Posten erfüllt?

Nicht nur in meine Aufgaben eingefunden, auch neue hinzubekommen. Seit April diesen Jahres bin ich im Recruiting tätig. Die beiden Stellen fügen sich prima zusammen, da ich zu neuen Mitarbeitern noch früher einen Draht bekomme und sie ab der ersten Sekunde begleite. Aber nicht nur da hat sich einiges getan. Natürlich hatte ich in dem letzten Jahr viel Zeit meine Kollegen und ihre Vorlieben kennenzulernen. Das macht die Suche nach gemeinsamen Aktivitäten und Angeboten leichter und inspiriert mich auch immer wieder zu neuen Ideen. Und es ist immer wieder schön zu sehen für mich, wenn neue Mitarbeiter dann mit ihrem Team auf der Dachterrasse sitzen und man spüren kann, dass sie sich sehr gut mit ihren neuen Kollegen verstehen.

Vielen Dank für eure Zeit und eure offenen Worte. Viel Glück weiterhin bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.

—————————————————————————————————————————————————————————————————————–

Das HR-Team von Spreadshirt im Überblick:

Theresa Kretzschmar ist Leiterin der Personalabteilung und seit 1. Januar 2011 bei Spreadshirt. Ihre Kernaufgaben liegen im Recruiting, im Arbeitsrecht und der strategischen Ausrichtung des HR Bereichs von Spreadshirt. Selbst sieht sie sich als Vermittlerin zwischen den Wünschen der Mitarbeiter und dem Vorstand und ist auch gern persönlich Ansprechpartnerin bei Problemen.

Sigrid Aust wird monatlich zur beliebtesten Mitarbeiterin ernannt, wenn sie die Lohnzettel verteilt. Bereits seit 5 Jahren ist sie bei Spreadshirt verantwortlich für die Lohn- und Gehaltsabrechnung. Darüber hinaus steht sie den Mitarbeitern bei allen Fragen vom Krankenkassenwechsel bis zur Altersvorsorge mit Rat und Tat zur Seite.

Lisann Schlottig hat 2011 bei Spreadshirt als Praktikantin angefangen und vertritt derzeit eine Kollegin in Elternzeit. Ihr Aufgabenschwerpunkt liegt im Personalcontrolling, wo sie immer den Überblick behält. Nach eigenen Angaben kann sie sich bei Bedarf aber auch in Sigrid oder Stefanie verwandeln.

Stefanie Häußler ist die erste Feel Good Managerin Spreadshirts und seit einem Jahr im Team. Seit Kurzem gehören zu ihren Aufgaben neben Zuhören, Events veranstalten und für volle Bäuche sorgen, auch das Suchen und Finden neuer Mitarbeiter. Wenn sich Spreadshirts Mitarbeiter abteilungsübergreifend auf der Dachterrasse unterhalten, war der Arbeitstag für Stefanie erfolgreich.

Schreibe einen Kommentar