27 Tipps für nachhaltige Weihnachten

27 Tipps für nachhaltige Weihnachten

Geschenkverpackungen, Festessen und Weihnachtsdekorationen verursachen jedes Jahr eine astronomische Menge Abfall. In Großbritannien zum Beispiel würde sich die Menge an Geschenkpapier, die zu Weihnachten weggeworfen wird, bis zum Mond stapeln. Mit dem Geschenkband, das jedes Jahr in den USA verwendet wird, könnte man eine Schleife um den ganzen Planeten binden! Ganz zu schweigen von den Speiseresten beim extravaganten Abendessen, durchs Reisen verursachte Emissionen und Milliarden von Weihnachtsbäumen, die Anfang Janaur auf dem Müll landen.

Glücklicherweise gibt es einige einfache, lustige und ziemlich coole Möglichkeiten, mit denen Du den Fußabdruck Deiner Weihnachtsfeier reduzierst, ohne ein totaler Grinch zu sein…

Nachhaltig dekorieren

Wähle Deinen Baum mit Bedacht.

  1. Ein künstlicher Weihnachtsbaum erscheint zunächst wie eine intelligente und wiederverwendbare Option. Allerdings werden Plastikbäume oft aus PVC auf Erdölbasis hergestellt und in Fernost produziert. Weil sie nicht recycelt werden können, landen sie eines Tages auf der Mülldeponie. Ein echter Baum ist biologisch abbaubar, kompostierbar und hat einen viel kürzeren Transportweg hinter sich.
  2. Hast Du schon mal einen Weihnachtsbaum im Topf gezogen? Du kannst ihn im Anschluss an die Feiertage irgendwo einpflanzen. Alternativ kannst Du Deinen Baum bei einem lokalen Händler mit einem nachhaltigen Baumbetrieb kaufen. Bei der Auswahl beachten: Die beliebten Nordmanntannen sind in Deutschland gar nicht heimisch. Wähle stattdessen eine Fichte. Kleine Fichten kannst Du außerdem das ganze Jahr über als Zimmerpflanzen halten.
  3. Wenn Du einen natürlichen Baum verwendest, kannst Du die Kiefernzweige wiederverwenden, um Reinigungsprodukte, Süßigkeiten oder medizinische Tees und Balsame herzustellen.
  4. Lust auf ein bisschen Gestaltung? Bastle doch Deinen eigenen Ersatz-Weihnachtsbaum aus Tannenzweigen oder dekoriere Deine Zimmerpflanzen mit Weihnachtskugeln und Lichterketten.

Schmücke Dein Zuhause.

  1. Es gibt unheimlich viele schöne und natürliche Dekorationsmöglichkeiten für Dein Zuhause. Verwende Schnittgut aus Deinem Garten oder den Wäldern vor Deiner Haustür und bringe die winterliche Natur in Deine vier Wände.
  2. Gestalte Deine eigenen natürlichen Girlanden: Eine selbstgemachte Girlande aus getrockneten Zitronenscheiben verleiht jedem Raum einen Hauch von Farbe (und duftet!). Oder kreiere doch mal eine Girlande aus Tannenzapfen.
  3. Kaufe gebrauchte Dekorationen – schließlich sind Second-Hand-Läden rund um die Feiertage meist voll von schrulligen Vintage-Dekorationen.
  4. Wirfst Du jedes Jahr einen ganzen Stapel schöner Weihnachtskarten weg? Verwende die Weihnachtskarten vom letzten Jahr doch lieber zum Basteln einer Girlande oder falte Sterne oder Schneeflocken daraus. Mit Papierhandwerk, Malen und Co. beschäftigst Du außerdem die kleinen Kinder, während Du versuchst, den Weihnachtsbraten nicht zu verbrennen.
  5. Sag ja zu LED! Wenn es um die Weihnachtsbeleuchtung geht, reduzieren LEDs mit Timern Deinen Stromverbrauch. Für die Außenbeleuchtung eignen sich solarbetriebene Leuchten.

Feiern mit Bewusstsein

Wie kommst Du zu Deiner Weihnachtsfeier?

  1. Auch wenn Dein Zuhause weit entfernt ist, kannst Du statt dem Flieger vielleicht einen Zug oder Bus nehmen. Flughäfen sind während der Weihnachtsferien sowieso überfüllt, die Flugpreise hoch und bei Schneestürmen bleibst Du erstmal am Boden. Nutze Deine lange Zugreise und schreibe Deine Weihnachtskarten fertig, sieh Dir Deinen Lieblings-Weihnachtsfilm an oder lass Deinen Gedanken einfach freien Lauf. Und das alles, während Du grün reist!
  2. Selbst Autofahren verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen als ein Lang- oder Kurzstreckenflug. Fahre doch mit einer Mitfahrgelegenheit oder nimm Mitfahrer mit. Als Fahrer sparst Du dabei ganz nebenbei sogar noch Benzinkosten.   
  3. Wenn es einen Ozean zwischen Dir und Deiner Familie gibt, kannst Du die CO2-Emissionen Deines Fluges durch Organisationen wie Atmosfair kompensieren. (Das gilt im Übrigen auch für andere Reisen, zum Beispiel bei Fahrten mit dem Flixbus.)

Was gibt es zum Abendessen? Nachhaltig und fair kochen.

  1. Zum Weihnachtsessen kommen mehr Gäste als Dein Küchenschrank Geschirr hergibt? Leihe Dir zusätzliche Backbleche, Geschirr oder Utensilien, anstatt neue oder Einwegartikel zu kaufen.
  2. Vermeide Verschwendung, indem Du im Voraus planst und Deine Gäste bittest, einen Behälter für Reste mitzubringen.
  3. Fragst Du Dich, was Du dieses Jahr auf die Speisekarte setzen sollst? Entscheide Dich für lokale und Bio-Produkte und kreiere doch mal ein köstliches veganes Gericht, um den Fußabdruck des Festessens zu reduzieren.
  4. Recycle Dosen, Champagnerflaschen, Eierlikörkartons und Co. und kompostiere alle Lebensmittelabfälle, wenn die Party vorbei ist.

Was wohl drin ist? Nachhaltig verpacken.

  1. Natur pur. Verwende Zweige, Tannenzapfen, Beeren oder Pinienzapfen und verleihe einem einfach verpackten Geschenk eine festliche Note.
  2. Clevere Weihnachtskarten. Stelle Deine eigenen Karten her und nutze zum Beispiel Teile der Karten des letzten Jahres zum Basteln.
  3. Grüne Geschenkanhänger. Schneide einen Teil einer alten Geschenkkarte aus, stanze ein Loch hinein und kreiere einen festlichen und umweltfreundlichen Geschenkanhänger.
  4. Öko-Lesezeichen. Noch eine weitere Idee zur Wiederverwendung alter Weihnachtskarten: Schneide sie anschließend in lesezeichenförmige Streifen und füge ein altes Geschenkband hinzu.
  5. Vorausschauend denken. Du hast keine alten Weihnachtskarten herumliegen? Behalte die Idee für das nächste Weihnachten im Hinterkopf und bewahre Geschenkverpackungen, Weihnachtskarten und Bänder in einer Box fürs nächste Jahr auf.
  6. Schön verpackt. Spare Dir die glänzende, nicht recycelbare Geschenkverpackung und werde kreativ. Wickle Deine Geschenke in wiederverwendbare Tragetaschen oder verwende alte Verpackungen und Zeitungen. Oder wie wäre es mit einem Geschenk, das in ein Geschenk verpackt ist? Verwende einen Schal oder ein Halstuch, um ein kleineres Geschenk zu verpacken. Wie süß ist es zum Beispiel, wenn Du eine Schürze verschenkst, die in einem Geschirrtuch eingebunden ist? Diese Verpackung ist praktisch und umweltfreundlich.

Sinnvoll schenken

Es gibt vier einfache Regeln für Geschenke mit Verantwortung.

  1. Gib weniger. Wir alle haben schon Weihnachtsgeschenke erhalten, die wir eigentlich nicht wollen oder brauchen. Schenke Deinen Liebsten etwas aus einer dieser 4 Kategorien: etwas, das sie wollen, etwas, das sie brauchen, etwas, das sie tragen oder etwas, das sie lesen können. Mit einem Geschenk, zu dem Du Dir Gedanken gemacht hast, triffst Du garantiert ins Schwarze.
  2. Wähle Geschenke mit persönlicher Note. Gib Deinen Lieben etwas, von dem du wirklich denkst, dass sie es wollen oder brauchen. Füge Deinem Geschenk eine persönliche Note hinzu. Das kann ein Insider-Witz sein, eine besondere Erinnerung oder etwas mit ihrem Lieblingshobby zu tun haben.
  3. Verschenke Gebrauchsgegenstände. Ermutige Deine Liebsten zu mehr Umweltbewusstsein, indem Du ihnen etwas schenkst, das sie immer wieder verwenden können, oder das einen Einwegartikel ersetzt. Das kann zum Beispiel eine wiederverwendbare Wasserflasche, ein Thermobecher oder eine Tragetasche sein.
  4. Handle verantwortungsbewusst. Entscheide Dich für Geschenke aus fairem Handel, lokaler Herstellung oder Bio-Artikel. Verschenke lieber ein T-Shirt aus Bio-Baumwolle, ein Kunstwerk eines lokalen Künstlers oder ein selbstgemachtes Geschenk als etwas, das es sowieso überall zu kaufen gibt. 

Du siehst – auch Dein Weihnachten kann endlich nachhaltig sein! Nimm Dir gemeinsam mit Deinen Liebsten Zeit zum Basteln, Kochen und Dekorieren und feiere ein besinnliches – und nachhaltiges – Fest.

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