14. März: Der Tag der Kreiszahl Pi

14. März: Der Tag der Kreiszahl Pi

Alles dreht sich im Kreis: Die Erde, unsere Gedanken, Hula Hoop Reifen, die Autos im Kreisverkehr … und natürlich die Kreiszahl Pi. Warum eigentlich Kreiszahl? Und was hat es mit der mystischen Zahl eigentlich auf sich? Das alles und mehr erfährst Du in unserem Text zum „Pi-Day“ – dem Tag, welcher der beliebtesten Zahl aller Zeiten gewidmet ist.

Was ist Pi?

Pi – auch oft mit der griechischen Ziffer π ausgedrückt – ist die berühmteste Zahl der Welt. Warum die Zahl so berühmt ist? Mit ihr lässt sich aus dem Durchmesser eines Kreises sein Umfang berechnen. Das Besondere an Pi: Die Zahl hat unendlich viele Nachkommastellen, in denen absolut kein Muster erkennbar ist. In der Schule lernt man meist nur die ersten zwei Nachkommastellen kennen: π ≈ 3,14.

Pi beschäftigt Menschen bereits seit der Antike – und die Faszination mit der unendlichen Zahl ist ungebrochen. Im Januar 2020 berechnete Timothy Mullican mithilfe eines riesigen Servers und zahlreicher Festplatten die ersten 50 Billionen Nachkommastellen von Pi. Ein Ende war auch da noch nicht in Sicht. Aber nicht nur in Sachen digitaler Rechenleistung brechen Menschen Rekorde: 2018 sagte ein ziemlich krasses Genie namens Rajveer Meena die ersten 70.000 (!) Nachkommastellen von Pi auswendig und schaffte es damit ins Guinness Buch der Weltrekorde. Sein „Vortrag“ dauerte 10 Stunden. Ziemlich beeindruckend, nicht wahr?

Die Quadratur des Kreises

Pi faziniert die Menschheit also schon seit gut 4000 Jahren. Manche Menschen widmeten schon fast ihr ganzes Leben dieser Zahl. Allen voran der niederländische Mathematiker Ludolph van Ceulen. Er lebte im 16. Jahrhundert und verbrachte ca. 30 Jahre damit, die ersten 35 Nachkommastellen auszurechnen. Beim Berechnen der 36. Nachkommastelle soll er vor Erschöpfung gestorben sein. Seine Frau ließ die berechneten Ziffern auf seinen. Grabstein gravieren und Pi war über 100 Jahre lang als die „Ludolphsche Zahl“ bekannt. Immerhin.

Heute verwenden wir zur Berechnung der Nachkommastellen von Pi natürlich Computer. Wir verwenden Pi aber auch als Stresstest für Computer! Bei einer unendlich langen Zahl lässt sich schließlich sehr gut testen, wie viel ein Computer eigentlich kann und wann er, so wie Ludolph can Ceulen vor 500 Jahren, den Geist aufgibt.

Der Prinz von Pi

Kommen wir zum „Pi-Tag“. 1988 begründete der Physiker Larry Shaw den berühmten Tag am Exploratorium in San Francisco. Als Datum wählte er den 14. März, da in den USA die Schreibweise dieses Datums 3/14 ist, was den ersten drei Ziffern der Zahl Pi – 3,14 – entspricht. Shaw backte an diesem Tag zusammen mit seinen Kolleg*innen Kuchen und zelebrierte den „Pi Day“. Und warum backte er ausgerechnet Kuchen? – Weil „Pie“, das Wort für Kuchen, im Englischen genauso ausgesprochen wird wie „Pi“. Zu Feier des Tages gab es übrigens nicht nur Kuchen, sondern auch eine Parade, ein Geburtstagsständchen für Albert Einstein, der am selben Tag Geburtstag hat, und vieles mehr.

Larry Shaw war überaus beliebt und sah mit seinem riesigen weißen Bart, den langen weißen Haaren und einer roten Mütze am Pi Day immer ein bisschen aus wie ein nerdiger Mathe-Weihnachtsmann. Bis heute verehren Mathe-Fans Shaw als den „Prinzen von Pi“.

Und damit verabschieden wir uns und rennen mal schnell in die Küche – hoffentlich gibt es noch unendlich viel Kuchen!

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