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Kreativ-Tipps für Designer, Teil 1: Produktiv arbeiten

Kreativ-Tipps für DesignerLara S., 27, durchquert gemächlich ihr Atelier und kramt noch den großen Anspitzer heraus, damit auch alle Stifte sorgfältig vorbereitet sind. Jetzt noch schnell nach Farben ordnen und den Papierstapel gleichmäßig nach den Kanten der Tischplatte ausrichten. War da noch was? Ach ja, arbeiten!

Halt, der Matscha-Tee fehlt noch. Und wie lange ist es eigentlich her, dass Lara etwas gegessen hat? Als erfahrener Designer kennst Du Szenen wie diese sicher selbst sehr gut. Diagnose: Aufschieberitis! Was tun, wenn die zündende Idee einfach nicht kommt? Mit unseren Kreativtipps in zwei Teilen möchten wir Dir etwas unter die Arme greifen, damit Du wieder die Stifte schwingen und die Leinwände füllen kannst.

Tipp 1: Das Ritual

Schon beim Weckerstellen geht es los. Strenge Rituale wie eine feste Zeit zum Aufstehen scheinen zwar nicht ins Bild des kreativen Freigeists zu passen. Aber schon ein Blick in den Alltag einiger erfolgreicher Künstler verrät, dass viele von ihnen ohne klare Strukturen keinen Pinselstrich zustande gebracht hätten. Das Wichtigste: Versuche nicht, Deinen Lieblingskünstler zu imitieren, sondern finde heraus, welche Routinen für Dich funktionieren. Achte auch darauf, dass Du nicht verkrampft ein Ritual einzuhalten versuchst, das Dir nur mehr Frust einhandelt.

Tipp 2: Der innere Schweinehund

Ohne das nötige Durchhaltevermögen kommst Du nicht ans Ziel. Erkenne die üblichen Fallen, in die Du immer wieder tappst, wenn es ans Eingemachte geht. Für manche ist es der Griff zur Zigarette, andere rufen die beste Freundin an oder kriegen plötzlich einen Mordsappetit. Um solche Muster zu erkennen, kann es hilfreich sein, ein Prokrastinations-Tagebuch zu führen. In dem steht bei Lara dann zum Beispiel schwarz auf weiß, dass sie schon fünfmal versucht hat, sich mit Smoothie-Machen von der Arbeit abzulenken.

Tipp 3: Entspannung & Sport

Ein wenig Distanz zur Arbeit ist wichtig. Investiere also auch Zeit in Dinge, die ganz andere Bereiche im Gehirn aktivieren. Für viele Designer ist Sport genau das Richtige, um vom Sitzen und dem Bildschirm wegzukommen. Aber auch der Versuch für kurze Zeit alle Gedanken loszuwerden und ruhig zu atmen kann schon Wunder wirken. Dabei ist wichtig, die Arbeit Arbeit sein zu lassen und ganz den Moment zu spüren. Das ist zunächst eine große Herausforderung und erfordert viel Übung, ist aber ein enormer Gewinn nicht nur für die Arbeit sondern für das Wohlbefinden allgemein.

Tipp 4: Die Außenwelt

Natürlich sind Deine kreativen Ideen etwas sehr Persönliches und sollen Dir selbst gefallen. Aber am Ende entwirfst Du sie nicht nur für Dich. Was andere über Deine Arbeit denken, ob sie sie berührt oder anspricht, aufwühlt oder zum Lachen bringt – das findest Du nur heraus, indem Du Deine Werke an die Außenwelt trägst und der Kritik aussetzt. Die mag manchmal schwer zu ertragen sein, aber dafür ist sie hilfreicher als der immer wohlwollende Kommentar des besten Kumpels. Außerdem fördert der neue Blickwinkel Dinge zutage, auf die Du alleine nicht gekommen wärst. Sei also ehrlich zu Dir selbst und offen gegenüber der Perspektive von außen. Zu sehen, dass Menschen auf Deine Arbeit reagieren, gibt oft den entscheidenden Anstoß zum Weitermachen.

In Teil 2 unserer kleinen Reihe zur Selbstmotivation wird es um Kreativtechniken und Zeitmanagement gehen.
Wie steht es bei Dir mit der Prokrastination? Hast Du eigene Strategien, um sie zu überwinden? Schreib uns einen Kommentar unter diesem Beitrag.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke! … So simpel diese Tipps sich anhören, tut es doch gut, an der “Basis” abgeholt zu werden. Manchmal seh ich vor lauter Wald die Bäume nicht mehr und sich auf so einfache Dinge zu besinnen hilft!
    Ich mag diesen Blog! 🙂

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