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Testlabor #3 – Druckarten im Vergleichstest

Wir haben unsere Hilfe-Seiten überarbeitet und um einen Vergleich zwischen den Druckarten ergänzt. Passend dazu nun Teil drei der Spreadshirt Testlabor Reihe, wir behandeln heute die Frage, die sich viele Kunden beim ersten Mal stellen: Wie sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Druckarten? Welche Druckart nehme ich für welchen Zweck?
Als Verfechter von Flex & Flock stehen wir natürlich hinter unserem Plottdruck, weil er im Kampf Shirt vs. Machine die beste Haltbarkeit bietet (und davon abgesehen einfach töfte aussieht) – die Kehrseite davon ist: nicht immer lässt sich alles in drei Farben und als Vektor auf einem T-Shirt unterbringen. Für diese Fälle gibt es den Digitaldruck, und seit neuestem ja auch den Digital Direktdruck.

Wir haben die drei Druckarten verglichen, und bevor wir zum Handfesten kommen, hier noch ein paar erläuternde Infos:

  • Zunächst einmal haben wir als Vertreter der Plottdruckarten nur Flexfolie genommen, um keinen “Overload” zu praktizieren: Flock, Spezial Flex (wie Glitter) oder beschreibbare Flexfolie fallen hier im Vergleich ähnlich aus, daher haben wir sie für diesen Test der Einfachheit halber weggelassen. Einen Test der unterschiedlichen Plottdruckarten können wir bei Interesse immer noch nachreichen.
  • Zweitens haben wir, um ein vergleichbares Ergebnis zu erhalten, jeweils dasselbe Motiv verwendet – da wir Flexdruck verwenden, handelt es sich logischerweise um ein plottbares Design. Das sollte man beachten, denn die meisten Digitalmotive sind nunmal Fotos und Motive mit Farbverläufen. (s.o. in unserer neuen Hilfe-Sektion zu den Druckarten könnt ihr übrigens Fotomotive und Plottmotive vergleichen)
  • Zusätzlich sollte man erwähnen, dass Digital Transfer normalerweise einen “Pfriemelrand” hat, der das Motiv (meistens rechteckig) umgibt. Dieser ist auf unserem Motiv nicht sichtbar, denn die Folie ist in dem Fall (da es sich um ein Vektormotiv handelt, s.o.) nah an der Motivkante abgeschnitten.

Was allerdings hoffentlich gut rüberkommt, ist der Unterschied zwischen Plott, Digital Direkt und Digital Transfer, und die Vor- bzw. Nachteile:

  • Digital Direkt ist optimal für einen “Vintage Look”: Dunkle Motive auf hellen Textilien wirken satt und waschen mit der Zeit etwas aus, dadurch entsteht ein “Gebraucht Look”. Bei dunklen Textilien sollte man nicht unbedingt knallige Farben erwarten. Am besten gefallen mir persönlich Designs auf hellen Shirts. Vorteil von Digital Direkt: Die Oberfläche des Textils ist kaum verändert, und dadurch (auch ungebügelt) angenehm zu tragen. Die Waschbeständigkeit ist okay: nach den ersten Wäschen bleicht die Farbe etwas aus, bleibt dann aber auf einem Level.
  • Digital Transfer hat wie oben beschrieben teilweise einen bis zu 2mm dicken Rand ums Motiv. Das Textil fühlt sich insgesamt etwas “steifer” an, die Folie knittert, teilweise hörbar. Bei dunklen Motiven auf dunklen Textilien (was wir nur in manchen Märkten anbieten) kann die Folie etwas glänzen. Die Farben sind etwas farbechter, und im Vergleich zu Digital Direkt ist die Waschbeständigkeit höher.
  • Plottdruck ist am haltbarsten, allerdings vom Material her auch am dicksten. Die Motive kommen mit dieser Druckart am knalligsten und mit der höchsten Farbtreue aufs Shirt. Allerdings gibt es hier die Voraussetzung, dass ein Motiv als Vektor vorliegen muss. Dann wiederum passt es auf nahezu jedes Textil, ganz gleich welche Form & Farbe, und bis zu einem gewissen Maße auch unabhängig von der Größe.

Nach diesen Erläuterungen nun die Foto-Show – vergleicht selbst.

PS: Weitere Fotos in der neuen Hilfe-Sektion zum Thema, und im entsprechenden Spreadshirt Druckarten Video, das es mittlerweile ja sogar im 16:9 Format gibt.

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11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. jup, wie immer: wenn du es zum promoten deines spreadshop verwendest, gerne (dafür machen wir die fotos ja auch). die fotos werden in kürze auch bei flickr (und/oder im downloadbereich) verfügbar sein.

  2. Motiv Zebra hat noch einen Punkt an sich. Flockdruck hat ein Problem. Wenn Farben angelegt werden, sollte sie bei Flock nicht übereinander sein. Dann eher mit Ausschnitt darunter oder solche Motive wie das Zebra, die eben nicht Fläche auf Fläche verwenden.
    Ich habe viele Shirts wegen meinem Doggenkopf oft probiert. Flockdruck hat hier immer Probleme gezeigt. Die Flock auf Flock Sachen halten nicht so gut wie Flex. Auch wird Flockdruck schneller spröde und brüchig. Ich habe von Ende 2005 das gleiche Shirt in Flex und Flock als Testobjekt. Flex ist immer noch schön, Flock war in kurzer Zeit nicht mehr schön. Beim groben Polo Shirt ist Flock auf dem Stoff zwar schöner, aber, nicht für lange Zeit.
    Flex dagegen ist meiner Meinung nach einfach handzuhaben, wenn Farbflächen übereinander gelegt werden. Weil die kleinen “Schiebungen” so nicht mehr so arg auffallen. Manches Motiv lebt ja davon, daß kein Umriss da ist. Meine zumindest. Ich habe in meinem Doggenhaus Shop praktisch keine Flockfolien mehr.

    Der alte Flockdruck war ja kein Vergleich zu den Flockfolien. Da wurde ja richtiger Kleber auf dem Stoff angebracht, auf diesem Kleber dann die “Flocken” eingestreut.

    Die Folie ahmt das nur nach. Sie sammelt Fusseln, hat schnell Risse, ist nach wenigen Wäschen hart. Und Folie auf Folie darf ja nicht zu warm oder kalt gepresst werden, ein Fingerabdruck reicht offenbar auch schon aus, um da eine lose Stelle zu haben. Ich habe es eben intensiv ausprobiert. Ich hab schon daneben gestanden und alles ausprobiert, was ich als Fehlerquelle gefunden habe. Ich bleibe dabei – Flockfolienmotive sollten andere sein als Flexfolienmotive. Nur getrennte Flächen kann man ähnlich behandeln. Aber auch dann hat Flockfolie eben Nachteile.
    Dachte schon endlich spricht das hier einer von euch selbst an.

  3. Wertvolle Informationen findet man stehts bei Fraser: http://screenprinters.net
    und die Diskussion Flex / Flock ist müßig.
    Was der Texttildrucker braucht ist ein arbeits- und kosteneffizientes Verfahren um konstant Textilien aller Art in eks ( einzel, klein, serien )- Auflagen zu veredeln. Transfer-, Direkt-, oder Thermodrucktechnologien berücksichtigen den Umweltschutz zu wenig, sind arbeitsintensiv ,oft nicht abriebfest.
    Stick bietet den Vorteil, das industriell gefertiges Garn die Schlinge des Textilfadens ummantelt, großflächig aufgebracht leidet die Wearabiity.
    Grundsätzlich muss doch ein Verfahren entwickelt werden, welches die Textilfaser umschließt.

  4. heyho,
    vielen dank für euer feedback und die ausführlichen kommentare.
    es freut mich, dass das thema so diskutiert wird – weil es uns auch wichtig ist.

    daher ein paar erläuterungen von mir:

    wegen testlabor test
    für den test oben haben wir wie gesagt nur eine plottdruckart verwendet, weil es um waschbeständigkeit und die unterschiede zwischen plott und digital ging (einen test zwischen flex & flock können wir wie gesagt auch mal vorbereiten). ich hab noch überlegt, ob ich den artikel nicht mit “digital” druckarten überschreiben soll – wäre vlt. besser gewesen 😉

    unterschiede bei plottdruck
    und ja, sicher gibt es unterschiede zwischen flex & flock .. aber wie julius anmerkt – das hängt stark davon ab, wie sehr man im thema ist. die meisten kunden packen text auf ein shirt, und werden mit standard flex glücklich.
    steigt man tiefer ein und ist länger dabei, gibt es natürlich unterschiede zwischen den einzelnen textilien (und ihrer jeweiligen dehnbarkeit), den einzelnen plottdruckarten, und den einzelnen farben/folien (sprich zwischen schwarzem und rotem flex, von den “special flex” folien ganz zu schweigen).

    unsere “rahmenbedingungen”:
    da wir ja eine plattform sind, müssen wir die unterschiede berücksichtigen, wollen aber nicht zu viel verbieten. d.h. wir weisen in den neuen FAQs auf besonderheiten hin, überlassen aber nach wie vor den kunden die wahl. d.h. wir machen dort kompromisse, wo wir der meinung sind, dass die qualität beeinträchtigt wird und die kundenzufriedenheit (signifikant) leidet – aber auch bei zu vielen einschränkungen kann die zufriedenheit leiden!

    nun kann man natürlich unterschiedlicher meinung sein, wo man die hürde anlegt – genau aus dem grund haben wir ja für die druckarten einschränkungen – wie z.b. bei special flex, wo nur eine druckfarbe möglich ist (obwohl man theoretisch manche davon übereinander pressen könnte), bei digital direkt und digital transfer, wo wir nicht alle artikel freischalten, oder unsere “berüchtigte” 1,5 mm regel, die manchem partner zu schaffen macht, aber eben notwendig ist (obwohl mit (schwarzem) flex z.b. noch filigranere linien druckbar wären).

    die nachteile, die du für flock beschreibst, kann ich daher teilweise nachvollziehen, aber flock auf flock ist trotzdem unproblematischer als flock auf flex, oder mehrere spezial flex folien übereinander, die sich beim pressen verziehen oder nach wenigen wäschen lösen.

    um es kurz zu machen: ich denke ebenfalls, letztendlich kommt es drauf an, was man erwartet – und es bleibt eine geschmacksfrage (flockfusseln kann man z.b. mit tesa wegmachen, und wenn mans mit flüssigwaschmittel wäscht ist es auch nicht so “stiff”).

    disclaimer: mein absolutes lieblingsshirt ist ein flockshirt (4 jahre alt, mittlerweile hat es auch ein paar kleine flecken und an schmalen stellen auch ein paar bruchstellen – trotzdem würde ich es wohl nie gegen ein neues, oder eins mit flexdruck eintauschen ;)).