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Schöne Verlierer – “Beautiful Losers”-Screening in Berlin

Eigentlich wollte ich meine Review des Screenings von “Beautiful Losers” im Berliner Tape Club gemütlich gestern Nachmittag posten. Dann lernte ich, dass auch ein VW Golf irgendwann sterben muss. Das Auto meiner Mitfahrgelegenheit von Wedding nach Leipzig stellte nach mehr als 300,000 gefahrenen Kilometern ziemlich exakt in der Mitte zwischen Start und Ziel seinen Betrieb ein. Es folgten: sehr langes Warten auf den ADAC, sehr langes Warten auf den Abschleppwagen, sehr langes Warten auf die Abholer, und dann nochmal einigermaßen lange weiterfahren nach L. Um kurz nach 21 Uhr war ich dann endlich zu Hause. Um 15 Uhr waren wir losgefahren. Naja, auf alle Fälle war mit dann nicht mehr so richtig nach Bloggen…

Heute ist die 6-Stunden-Odyssee schon fast wieder vergessen – im Gegensatz zu dem Film, über den ich ja schreiben wollte.

Obwohl “Beautiful Losers” weniger international ausgerichtet ist, als ursprünglich vermutet, schafft es – der in Berlin vor ausverkauftem Saal überraschenderweise persönlich anwesende – Regisseur Aaron Rose einen schönen Überblick über und vor allem schöne Einblicke in die amerikanische bzw. New Yorker Streetart-Szene zu geben. Die Liste der gefeatureten Künstler umfasst u. a. Ed Templeton, Shepard Fairey (mit dem CBS ein Interview über seine Obama-Werke geführt hat) und Geoff McFetridge.

Beeindruckend ist es nicht nur zu sehen, wie diese jeweils individuell “something from nothing” machen, sondern auch, wie sie in Zusammenarbeit eine kreativ-lukrative Alternative zur etablierten Kunstwelt geschaffen und Popkultur nachhaltig geprägt, indem sie Graffiti weiterentwickelt und ihre Umgebung zur riesigen Leinwand umfunktioniert haben.

Absolute Empfehlung. Wenn man´s nicht zu den Terminen in Deutschland geschafft hat, sollte man sich bei Erscheinen auf alle Fälle die DVD voll komprimierter Inspiration sichern.

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. bei spreadshirt gibs wohl nur wasser und brot zur bezahlung?
    oder fährt man aus ökologischen gründen per mitfahrgelegenheit? 🙂

  2. ich bin eigentlich leidenschaftlicher ice-fahrer, wollte für eine 1-abend-reise nach berlin dann aber doch nicht 40 euro fahrtkosten ausgeben. für bier muss ja auch noch was übrig bleiben 😉

  3. yay, ed templeton – einer meiner skateboard helden.
    und fahrt mit dem zug nach berlin ist derzeit ohnehin ein überraschungsei (alleridngs habe ich rausgefunden, dass ein IC für die strecke genauso lange braucht wie ein ICE, aber 3 EUR weniger kostet)

  4. Brooks hat halt was ganz besonderes geschafft: Obwohl es Unmengen von Leuten gibt die ihn bzw. seinen Stil kopieren wollen erkennt man einen echten “Brooks” immer sofort. Irgendwas mit den Farben und Proportionen, die kann irgendwie keiner nachahmen.

    Und Ed war und ist schon was besonderes. 🙂